Anzeige

Das Thema

Molekulares Wissen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006

Molekulargastronomie befasst sich mit den biochemischen und physikalisch-chemischen Prozessen bei der Zubereitung und beim Genuss von Speisen und Getränken. Der Begriff wurde um 1990 vom Physiko-Chemiker Hervé This geprägt. Ziel dieser angewandten Wissenschaft: althergebrachte Rezepte erklären, sie womöglich verbessern und mit den gewonnenen Erkenntnissen neue Rezepte kreieren.

Aus diesem naturwissenschaftlichen Ansatz hat sich ein neuartiger Stil der Haute Cuisine entwickelt, der „Molekulargastronomie“ genannt wird und deren bekanntester Vertreter der spanische Koch Ferran Adrià ist. Molekulargastronomie verwendet neben den üblichen Küchentechniken auch solche aus der Chemie und der Lebensmittelindustrie, um Gerichte mit völlig neuartigen Eigenschaften zu erzeugen: Schäume und Gelees aus Gemüse, heißes „Eis“, das beim Abkühlen im Mund schmilzt, Bonbons aus Olivenöl oder „Kaviar“ aus Melonen. Durch die überraschenden Kombinationen von Aromen, süß und salzig, Temperaturen und Texturen sind diese Gerichte zugleich eine „Schule der Wahrnehmung“ und nähern sich den Methoden der modernen Kunst. So ist es nur folgerichtig, dass Küchen-Künstler Ferran Adrià als erster Koch überhaupt zur 12. Documenta 2007 nach Kassel eingeladen wurde. Quelle: Wikipedia


KommentierenDrucken
Auch interessant

Aber bitte nicht mit Sahne

Nicht nur wegen seiner Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem wegen der Esskultur. mehr...

Weitere Artikel aus Archiv vom :

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige