Trend & Szene
Mühldorfer King Dom Parc glänzt mit Vielfalt
In diesem palazzoartigen Neubau befinden sich auf 5400 Quadratmeter die zwölf Gastronomieobjekte des „King Dom Parc“. Fotos: Schuller
MÜHLDORF/INN (nik). Mit dem „King Dom Parc“ hat die Stadt Mühldorf am Inn (Landkreis Altötting) Bayerns größten Discothekenbetrieb. Das Projekt umfasst zwölf gastronomische Betriebe unter einem Dach, Spezialitätenrestaurants, Bars, Cafés und zwei Discotheken. Der Gastronomieunternehmer Konrad Straubinger (Disco Night Flight am Flughafen München) hatte die Idee zu diesem einzigartigen Gastronomie-, Kultur- und Freizeitzentrum und schuf es für seine Tochter Susanne Meiller mit einem Investitionsaufwand von 10 Millionen Mark.
Abseits der Stadt Mühldorf inmitten eines Gewerbegebiets an der Bundesstraße 12 liegt das imposante 5400 Quadratmeter große Gebäude des „King Dom Parc“ auf einem 5 Hektar großen Gelände mit 900 Parkplätzen. In dem einem Palazzo nachempfundenen Haus mit vier Türmchen befinden sich insgesamt zwölf Lokale, im Mittelpunkt die im gotischen Kathedralenstil ausgestattete zweigeschossige Großdiscothek „Dom“, in der sich bis zu 3000 Gäste treffen können. Mystische Drachen- und Fabelwesen sitzen feuer- und rauchspeiend auf Pfeilern rund um die mit moderner Licht- und Tontechnik ausgestattete Tanzfläche. Glanzstück der großen Bühne ist eine beleuchtete Orgel.
Die Discothek „Dom“ kann auch als kulturelle Mehrzweckhalle benutzt werden. Gestaltung und Grundriss ermöglichen es, auf der Bühne im Las-Vegas-Stil auch Veranstaltungen wie Filmpremieren, Konzerte, Musicals, Werbepräsentationen oder Modeschauen durchzuführen. Diese Großdiscothek ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. 40 fest angestellte Mitarbeiter und rund 100 Aushilfskräfte sorgen für das Wohl der Gäste.
Täglich geöffnet sind die anderen Lokale: das Chinarestaurant „Nie Hao“, das Café „Alfredo“, das Bistro „Queen‘s Garden“, der Spielsalon „Las Vegas“, die Warm-up-Pilsbar und drei Imbisse: Istanbul Grill, Jacks Pizza Station und Créperie Française. Abends können sich die Gäste im „Malibu Dance Club“, einer kleineren Discothek mit buntem karibischen Charakter vergnügen. Erholung bietet „Merlin‘s King Dom Bar“ im englischen Stil, die mit Artus- und Merlinmotiven eine Zauberwelt vermittelt.
Vom „Arcadia“, der mit Granit und Sandstein ausgestatteten und rostrot gehaltenen Eingangshalle führt eine großzügige Bogentreppe nach oben zu den Lokalen und in die „Cubaba“-Bar, die an den einstigen Glanz Kubas erinnert. Dort können die Gäste bei Rotwein, Zigarren und klassischen kubanischen Drinks in Ledersesseln unter einer Gitterkuppel entspannt plaudern.
Inhaberin Susanne Meiller spricht von „Gastronomie der ganz neuen Form, nach amerikanischem Vorbild“ und nennt die „Verzauberung des Gastes“ als Ziel. Der Betrieb solle den Menschen Gutes tun, Freude bereiten und zudem auch wirtschaftlich erfolgreich sein, fügt sie hinzu. Im Sommer werden ein bayerischer und ein chinesicher Biergarten betrieben, an den Wochenenden sollen Floh- und Antikmärkte veranstaltet werden.
Konrad Straubinger hatte den oberbayerischen Standort Mühldorf gewählt, weil es in dieser Region im Gegensatz zu Niederbayern keine großen Discotheken gibt. Er sieht in der Stadt Mühldorf eine Art Knotenpunkt inmitten eines großen Einzugsgebiets, das von München bis Burghausen reicht.
Die Familie Straubinger will künftig nur die Diskotheken selbst betreiben, alle anderen Objekte in dem Haus jedoch an Pächter vergeben. Inmitten eines Gewerbegebiets gelegen, gibt es keine Probleme mit der Nachbarschaft. Deshalb hat die Stadt Mühldorf auch eine großzügige Sperrzeitenregelung getroffen. Der King Dom Parc ist von Donnerstag bis Sonntag bis 5 Uhr früh geöffnet.
Bürgermeister Günter Knoblauch bezeichnete Konrad Straubinger, Vater der Inhaberin Susanne Meiller, als „den besten Partner auf dem Gebiet der Discotheken“, den er sich für seine Stadt wünschen konnte. Er hätte nicht, wie vielfach üblich, eine Art Lagerhalle zum Tanz- und Vergnügungsbetrieb umgestaltet, sondern eine neue Art der Erlebnisgastronomie geschaffen.