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Branche aktuell

Ohne Rauch kein Umsatz

Getränkeorientierte Kleingastronomie gerät unter Druck

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/13 vom 22. März 2008
 Ulrich Jungk

STUTTGART. Die Zahlen sprechen Bände: Die Umsätze in der Gastronomie sind durch das Rauchverbot weiter eingebrochen. Dies belegen aktuelle Zahlen der Landesstatistikämter und des Statistischen Bundesamtes.

In Niedersachsen und Baden-Württemberg – hier gilt das Rauchverbot seit August 2007 – beklagen 58 Prozent der Gastronomen zum Teil erhebliche Umsatzrückgänge. Nach einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsinstitutes CHD Expert Deutschland, Scheeßel bei Hamburg, vermelden mehr als 40 Prozent der Gastronomen einen Gästerückgang von mehr als 10 Prozent.

Die aktuellen Zahlen des Landesstatistikamtes in Baden-Württemberg scheinen dies zu untermauern: Im letzten Quartal 2007 musste die speisegeprägte Gastronomie einen Umsatzverlust von 5,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) hinnehmen. In getränkeorientierten Betrieben betrug das Umsatzminus sogar 6,7 Prozent. Schon wird im Südweststaat eine zeitlich unbegrenzte Aufweichung des Rauchverbots diskutiert.

Auch aus der bundesweiten Erhebung des Statistischen Bundesamtes geht der allgemeine Umsatzrückgang hervor: Im vergangenen Jahr musste das Gaststättengewerbe in Deutschland ein Minus von -4,9 Prozent verzeichnen. Allein im Dezember betrug der Umsatzverlust -8,1 Prozent.

Die amtlichen Statistiken stehen im Gegensatz zu Aussagen von Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Die Krebsforscherin hatte gegenüber dem Spiegel behauptet, je länger das Rauchverbot gelte, „umso positiver entwickeln sich die Umsätze“. Noch sind sie im freien Fall.uju


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