Wein-Tipp
Orénia Blanc – eine Cuvée aus Südfrankreich
Zum Essen einer Region passt am besten der regionale Wein. Dieser Satz gilt nicht immer. Bei der mediterranen Küche aber trifft er sicher zu. Man stelle sich nur zu einer gegrillten Dorade mit in Olivenöl gedünstetem Gemüse einen deutschen Riesling vor. Der Wein kann noch so großartig sein, hier stößt er auf seine Grenzen: zu viel Säure, zu viel Frucht.
Die südländische Küche verlangt nach Weinen, die genug Alkohol haben, um es mit dem Olivenöl aufzunehmen, die das Aroma reifer Früchte und der typischen mediterranen Gewürze verströmen. All diese Bedingungen erfüllt die Weißwein-Cuvée Orénia Blanc aus den südlichen Cevennen. In der Nase präsentiert sich der Wein verhalten fruchtig mit Noten von Aprikose und reifem Pfirsich, untermalt mit den Gewürzen der Garrigue, aber auch einem Hauch von Minze. Im Mund ist er kräftig und würzig mit einer sehr milden Säure. Überraschend für einen Weißwein: die kräftigen Aromen von Lakritz und Bittermandel. Verantwortlich dafür ist wohl die südfranzösische Rebsorte Roussanne, die hier mit Viognier (50 Prozent), Marsanne und Grenache blanc eine stimmige Verbindung eingeht. Der Vin de Pays aus dem Duché d’Uzès ist alles andere als ein schlichter Landwein. Schließlich wurde er von einem der besten Sommeliers Frankreichs, Philippe Nusswitz, konzipiert – in Zusammenarbeit mit engagierten Winzern der Region. Der preiswerte Charakterwein passt perfekt zu gegrilltem Fisch (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Fisch") mit Kräutern, aber auch zu Käse. Eine besondere Empfehlung von Nusswitz persönlich ist die Kombination mit dem regionalen Ziegenkäse Pelardon. eck


