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Positive Prognose: 31 Prozent der Travel Manager erwarten für 2012 mehr Übernachtungen Foto: S. Hofschlaeger/Pixelio

Konjunktur

Positive Prognose für Geschäftsreisen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/28 vom 9. Juli 2011
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Berlin. Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland macht sich zunehmend auch bei den bemerkbar. Nach dem Einbruch um 11 Prozent im Krisenjahr 2009 ist die Zahl der Geschäftsreisen 2010 um 6,7 Prozent auf 154,8 Mio. gestiegen. Dies zeigt die in Berlin vorgestellte Geschäftsreiseanalyse 2011 des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR).
 
Profitiert hat davon auch die deutsche Hotellerie: So stieg die Zahl der geschäftlich bedingten Übernachtungen zwischen Flensburg und Garmisch 2010 auf 39,8 Mio. Auf ausländische Hotels entfielen weitere 18,9 Mio. Übernachtungen. Dabei legten vor allem längere Reisen wieder zu. „Auf der Umsatzseite hat die inländische Hotellerie mehr eingenommen, als der reine Volumenzuwachs erwarten ließe“, erläutert VDR-Präsident . „Während die Übernachtungszahlen der Geschäftsreisenden im Inland nur um 3,6 Prozent zunahmen, klingelte die Kasse mit einem Plus von 12,6 Prozent.“ Im Ausland stiegen die Umsätze sogar um 22,8 Prozent.
 
Trend gestoppt
 
Verantwortlich für diese Entwicklung sei auch eine Verschiebung zugunsten höherer Hotelkategorien. Der Trend hin zur Budgethotellerie ist bei Geschäftsreisen offenbar gestoppt. So sank der Anteil des 1- bis 2-Sterne-Segments am weltweiten Übernachtungsaufkommen der Geschäftsreisenden von 9 Prozent 2009 auf 7 Prozent 2010. Die 3-Sterne-Häuser haben mit 44 Prozent zwar immer noch den Löwenanteil gepachtet, aber mit fallender Tendenz: 2009 betrug ihr Anteil noch 48 Prozent. Schon 2008 bis 2009 hatte die 3-Sterne-Hotellerie laut rund 3 Mio. Übernachtungen verloren.
 
Dagegen legten die 4-Sterne-Hotels zu. Ihr Anteil stieg von 35 auf 38 Prozent. Auffallend ist die enorme Steigerung des Luxussegments mit 5 Sterne aufwärts, dessen Anteil binnen Jahresfrist von 5 Prozent auf 9 Prozent stieg. Generell sind die KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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für Übernachtungen so um 15,5 Prozent gestiegen, was die höhere Zahl der Geschäftsreisen ebenso widerspiegelt wie die längere durchschnittliche Reisedauer und die Lockerung der Beschränkung bei den Hotelkategorien.
 
Dabei ersetzen Unternehmen laut VDR-Geschäftsreiseanalyse die Steuerung mit verhandelten Firmenraten zunehmend durch tagesaktuelle Preise. Nutzte 2006 nur jede zweite FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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Tagespreise, setzen inzwischen fast 70 Prozent auf tagesaktuelle Raten.
 
Auch die Gastronomie hat von dem Aufwärtstrend profitiert. „Geschäftsreisende haben 2010 für eine halbe Milliarde Euro mehr konsumiert“, so der VDR-Präsident.

Geschäftliche Mobilität
 
Gerdom betont die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. „Geschäftsreisende sichern deutschlandweit 500.000 Arbeitsplätze in Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel – mit positiver PrognosePlanung der Vertriebsziele anhand vergangenheitsbezogener Daten, um voraussichtliche Entwicklungen abzuleiten.
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für 2012. Um die deutsche Wirtschaft weiter voranzutreiben, müssen Rahmenbedingungen für den gesamten Bereich der geschäftlichen Mobilität geschaffen werden.“
 
Die meldet eine besonders positive Erwartungshaltung für 2012. 31 Prozent rechnen bei den Hotelübernachtungen mit steigenden Zahlen. 56 Prozent gehen davon aus, dass das Niveau gehalten wird. Nur 8 Prozent rechnen mit weniger Hotelbuchungen. Für die VDR-Geschäftsreiseanalyse 2011 wurden 800 computergestützte Interviews mit Geschäftsreiseverantwortlichen in Deutschland ansässiger Unternehmen und öffentlicher Institutionen geführt.
 
Problemfelder, bei denen die Politik am Zuge sei, sieht der VDR bei der Bettensteuer sowie aufwendigen Prozessen, die durch unnötige Bürokratie im Reisekostenrecht entstünden.
 
www.vdr-service.de

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