Presseschau
Wasser predigen, Wein saufen
Das
„Nur wenn die amtierenden und künftigen Regierungen der Euro-Länder auch tatsächlich willens sind, den Gürtel enger zu schnallen und die Ausgaben mit allen schmerzhaften Nebenwirkungen zu reduzieren, wird das Ziel des Fiskalpaktes auch erreicht. Doch daran darf gezweifelt werden. Denn Spielregeln für das Schuldenmachen der Euro-Länder existieren ja längst in Form des Stabilitäts- und Wachstumspaktes aus dem Jahr 1997. Nur: Kein einziges Land hat sich daran gehalten. Nein, dieser Fiskalpakt ist reine Symbolpolitik. Er löst nicht das Problem – weil die Unterzeichner in Brüssel Wasser predigen und im eigenen Land Wein saufen.“