Diese Woche
Prinz Charles grüßt körperlos
Eckart-Witzigmann-Preis 2010 verliehen / Vincent Klink erhält Auszeichnung in der Kategorie „Wissenschaft und Medien“
STUTTGART. In seiner Laudatio auf Vincent Klink lobte der Verleger Michael Klett die „schmatzenden Maultaschen“ und die „elegante Deftigkeit“ der Küche des Stuttgarter Kochs, Gastronomen, Autors und Musikers. Das schwäbische Multitalent ist am vergangenen Montag im Stuttgarter Neuen Schloss mit dem Eckart-Witzigmann-Preis 2010 in der Kategorie „Wissenschaft und Medien“ ausgezeichnet worden.
Die Jury befand, Klink verbinde in „herausragender und zugleich wunderbarer Weise das Handwerk des Kochens mit dem Hand- und Mundwerk des Schreibens, des Musizierens und der Fernsehunterhaltung.“
Der prominenteste Witzigmann-Preisträger dieses Jahres, Prinz Charles, war aus Termingründen nur „körperlos“ per Videobotschaft anwesend. Der englische Thronfolger ist auch Bio-Landwirt und wurde ausgezeichnet für seine „herausragenden Verdienste um eine nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.“ Der Prinz lobte die Bemühungen Baden-Württembergs um eine nachhaltige Landwirtschaft und bei der Bewahrung regionaler Produkte. Er hob dabei besonders die Region Hohenlohe hervor.
Nicht zuletzt wurden auch Köche um ihrer Kochkunst willen mit dem Eckart-Witzigmann-Preis ausgezeichnet: Cesare Giacone aus dem Piemont gelte als Vorbild für viele große Köche der Welt, die zu ihm nach Alberetto della Torre gepilgert seien, so die Preisgeber. Spitzenküche im Spannungsfeld von Tradition, Region und Avantgarde praktizieren die Preisträger Juan Mari Arzak und seine Tochter Elena in ihrem Restaurant in San Sebastian, über dem seit 21 Jahren drei Sterne strahlen. Die Internationale Eckart-Witzigmann-Preis wird verliehen von der Preis-GmbH. Eckart Witzigmann ist dort einer von drei Geschäftsführern. Partner des Preises sind das Land Baden-Württemberg und seine Tourismus-Marketing-Gesellschaft.
Für das mit viel Beifall aufgenommene 5-Gänge-Menü sorgten die baden-württembergischen Spitzenköche Alfred Klink, Claus-Peter Lumpp, Jörg Sackmann und Harald Wohlfahrt sowie ihr Südtiroler Kollege Herbert Hintner. (Seite 1)

