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Progros setzt auf Nachhaltigkeit

Gesellschaft steigert Einkaufsvolumen um 13 Prozent / Mehr elektronische Abrechnungen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/16 vom 16. April 2011
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Eschborn. „Es war mal Schüttelfrost und mal Ekstase“, beschreibt Jochen Oehler, Geschäftsführer der Einkaufsgesellschaft Progros, das Geschäftsjahr 2010. Zwar habe das Geschäft in der deutschen Hotellerie angezogen und damit auch die Einkäufe, es folgten aber zunächst keine Investitionen. Erst ab September 2010 wurde wieder investiert, was Oehler unter anderem auf die Mehrwertsteuerreduzierung zurückführt. Letztlich steigerte die Progros ihr Einkaufsvolumen 2010 um 13 Prozent auf 140 Mio. Euro.

Zurzeit sind dem Einkaufspool eigenen Angaben zufolge 650 Hotels angeschlossen, bis Ende 2011 sollen es 700 sein. Knapp 70 Hotels kamen 2010 hinzu. Das Einkaufsvolumen wollen Oehler und sein Team in diesem Jahr auf 160 Mio. Euro steigern. Der Anteil der Einkäufe, den die angeschlossenen Hotels über Progros-Lieferanten tätigen, liegt momentan bei rund 35 Prozent. Oehlers Fernziel sind 70 Prozent.

Außer dem reinen Einkaufspool entwickeln sich auch die Geschäftsfelder Projektmanagement und strategische Einkaufsberatung positiv. Pro Jahr realisiert Progros inzwischen drei bis vier Hotelprojekte und übernimmt dabei die komplette Beschaffungsplanung und -organisation von verbundenem und beweglichem InventarBestandsverzeichnis, in welchem alle Vermögensgegenstände eines Unternehmens nach Art, Menge und Wert aufgelistet werden.
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für Investoren und Hotelbetreiber. Als große Herausforderungen der Zukunft bezeichnet der Manager Technologie und Nachhaltigkeit. Der Anteil der elektronisch abgewickelten Einkaufsumsätze bei Progros hat sich im vergangenen Jahr vervierfacht. Über die E-Procurement-Lösung Future Log werden rund 10 Mio. Euro abgewickelt. Prozessvorteile erzielen Hotels außerdem über das sogenannte digitale Kreditorenmanagement. Die Dienstleistungen der Allinvos (All Invoices Solutions), einem Joint-Venture-Unternehmen, an dem Progros zu mehr als 30 Prozent beteiligt ist, erleichtert den Hoteliers etwa dadurch das Leben, dass alle darüber bei ihnen eingehenden Rechnungen gleich aussehen und automatisch geprüft wurden.

Das Thema Nachhaltigkeit wird laut Oehler von drei Seiten vorangetrieben: den gesetzlichen Vorschriften, der Empfindlichkeit der Gäste (etwa zunehmende Allergien) und dem Interesse der Gäste. „Nach unserer aktuellen Untersuchung bestätigen mehr als 70 Prozent der Progros-Hotels, dass sie in ihren Häusern Ökologiemaßnahmen umsetzen. Mehr als die Hälfte achtet auch bei der Lieferantenauswahl auf Nachhaltigkeit.“ Für Green Hospitality würden spezielle Einkaufslösungen und Beratungen benötigt. „Deshalb müssen beispielsweise Volumen gebündelt oder die Lieferantenstruktur weiter verdichtet werden“, betont Oehler. Susanne Stauß




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