Diese Woche
Punkten mit Nachhaltigkeit
Das Steigenberger Hotel in Berlin wird immer umweltfreundlicher / Kostenersparnis und Vorsprung im Wettbewerb
BERLIN. Seit drei Jahren wandelt sich das Steigenberger Hotel in Berlin zum umweltfreundlichen Betrieb. Das kostet nicht nur Geld, sondern bietet auch einen Wettbewerbsvorsprung und hilft beim Kostensparen.
General ManagerMitarbeiter der Hotelleitung mit der Aufgabe, die Interessen des Hotelunternehmers wahrzunehmen.
weiter mit Mausklick... Torsten Schulze, der mit seinem Konzept innerhalb der Hotelgruppe eine Vorreiterrolle einnimmt, ist überzeugt: „Die Wirtschaft wird nachhaltiger, weil es keine Alternative gibt. Wir erleben eine Moralisierung der Märkte. Die sogenannten ,Greenwasher‘ Unternehmen, die Umweltfreundlichkeit vorgeben, sie aber nicht wirklich praktizieren, werden enttarnt.“
Neutrale Energiebilanz
Seit Juli 2010 ist die CO{-2}-Energiebilanz des Steigenberger Hotels in Berlin neutral. „Die Trennung von 16 Sorten Müll, der Einbau von Wasserspartechnik und der Bezug von Ökostrom sind für uns selbstverständlich“, erläutert Schulze. Umfassende Nachhaltigkeit erfordere jedoch deutlich tiefer greifende Maßnahmen. Als Schulze im Sommer 2007 seinen Posten im Hotel antrat, stand die Renovierung des Convention Centers ins Haus, bei dessen Planung seine Nachhaltigkeitsidee sofort einfließen konnten. Es wurden ausschließlich emissionsarme oder -freie Baumaterialien (Farben, Tapeten Furniere) verwendet. Die Teppiche sind aus Wolle ohne Kunstfaser, das Underlay aus recycelten Isoliermaterialien. Sitzschalen und Armlehnen der Konferenzstühle bestehen aus Holz, das mit einer wasserlöslichen Lasur gebeizt wurde. Es folgten weitere Umbauten von Zimmern, den Küchen und der gesamten Klimatechnik.
Die Küche wurde dabei nicht nur zentralisiert, sondern auch mit Induktionsherden ausgestattet. 2008 führte das Haus das Biosiegel bei Speisen und Getränken ein. Produkte werden bevorzugt lokal oder regional eingekauft. Die Werkstofftrennung bei Müll führt zu einer Recyclingquote des Hotels von 96 Prozent.
2010 wurden alle Leuchtmittel auf LED-Technik umgestellt. Seit diesem Jahr sind auch sämtliche Dienstleistungen nach ISO 14001 zertifiziert. Erfolgreich abgeschlossen ist die ISO 14001 ZertifizierungVerfahren zur Einhaltung bestimmter Standards für Produkte oder Dienstleistungen.
weiter mit Mausklick... für Umweltmanagement. Kurz vor dem AbschlussBezeichnung für die letzte Stufe im Verkaufsprozess.
weiter mit Mausklick... stehen die Zertifizierungen „Green Lighting“ und „Green Building“.
„Die KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
weiter mit Mausklick... für die Leuchtmittelumstellung beliefen sich auf etwa 130.000 Euro“, erläutert Schulze. „Die gesamte Stromkostenersparnis des Hauses beträgt 200.000 Euro im Jahr.“ Der gesamte Energieverbrauch im Hotel erfolgt heute ohne EmissionProzess der Ausgabe von Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen.
weiter mit Mausklick... von Luftschadstoffen. Der Strom aus hundertprozentig regenerativer Erzeugung ist ebenso zertifiziert wie die hundertprozentig regenerative Wärme aus Biomasse.
Wärme aus Abluft
Doch damit nicht genug: Derzeit wird im Haus an der Funkkoppelung der Fenster an Heizung und Klima gearbeitet, die Wärmerückgewinnung soll künftig aus der Abluft erfolgen und eine Solaranlage ist für die Kälteerzeugung aus Absorption geplant. Flankiert werden die Aktivitäten des Hotels im Bereich Nachhaltigkeit von einer darauf abgestimmten PR- und Marketingkampagne, in deren Mittelpunkt der direkte Kontakt zu den Gästen und die persönliche Erklärung der Details stehen. „Durch Mundpropaganda erreichen uns heute immer mehr Anfragen, die speziell wegen des Umweltaspektes das Steigenberger Hotel Berlin auswählen,“ berichtet Jeanette Kinert, Communication Managerin des Hotels. Susanne Stauß

