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Raucherclubs auf der Abschussliste

Bayern: Diskussion ums Nichtraucherschutzgesetz geht in eine neue Runde / Nichtraucher klagen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/16 vom 19. April 2008
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MÜNCHEN. Der Kampf um die Einzelheiten des Nichtraucherschutzgesetzes geht in die nächste Runde. Die Forderung des Münchner Kreisverwaltungsreferenten Wilfried Blume-Beyerle nach einem Verbot der Raucherclubs stößt auf Gegenwehr. Zudem klagt eine Nichtraucherinitiative vor dem Bayerischen Verfassungsgericht, um alle Ausnahmen des Rauchverbotes zu unterbinden. „Das Gesetz soll außer Kraft gesetzt werden, bis die Richter entscheiden“, schlägt Siegfried Gallus, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (BHG), vor.

Anfang 2008 war in Bayern das bundesweit schärfste Rauchverbot eingeführt worden. Die Regelung verbietet Wirten, separate Räume für Raucher zu stellen. Deshalb haben sich mittlerweile Hunderte von Gaststätten zu Raucherclubs erklären lassen. Zudem ist das Rauchverbot für Festzelte vorerst von der Bayerischen Regierung wieder aufgehoben worden. Gegen das Verbot der Clubs wehrt sich auch der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEWBK). Wie der BHG fordert man dort die „spanische Lösung“. In Rest-Deutschlands hält die Kampflaune ebenso an. Drei Discothekenunternehmer aus Baden-Württemberg sind vor Gericht gezogen. Und in Sachsen wurde kürzlich das Rauchverbot nach Protesten der Wirte gelockert. lin

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Raucherwirt
Raucherwirt

20.04.2008 um 20:43

Betreff: Kommentar zum Artikel

Es gibt kein Recht, Gäste und Kellner gegen Ihren erklärten Willen zwangszubeglücken Es scheint derzeit ein kleiner Trend bei der Politik "en vogue", verfassungswidrige Eingriffe in die Rechte der Bürger vorzunehmen. - Solche Bestrebungen sind typisch für Bevormundungssüchtige, die glauben, die Weisheit "mit Löffeln gefressen zu haben" und sich immer weiter in unserer Gesellschaft breit machen

Kein Passivrauchvermeider muss in einer klar gekennzeichneten Raucherkneipe geschützt werden Er muss simpel und einfach dort nicht hinein, wenn ihm die Rahmenbedingungen eines Wirtes, der seinen Gästen das Rauchen gestattet, nicht zusagen. Würde man mir wenigstens bis hierhin gedanklich folgen, dass das Nichtraucherschutz-Argument schon mal aus Gästesicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist

Darüber hinaus gilt, dass jeder Beruf seinen berufsspezifischen Rahmenbedingungen und möglicherweise auch Gesundheitsgefahren unterliegt - vom Kohlekumpel bis zum Bildschirmarbeitsplatz. Wer als Bedienung seinen Arbeitsplatz in einer Raucherkneipe antritt, weiß ganz genau, was ihn dort erwartet. Es ist schon absurd, dass Bedienungen zwar rauchen dürfen (um sich selbst zu schädigen), vom Gesetzgeber aber zwangsgeschützt werden "müssen". Warum traut der Staat seinen "Untergebenen" keinen freien Willen zu

Es ist weiterhin erlaubt, Gaststätten an den Bedürfnissen von Nichtrauchern ausgerichtet zu betreiben und sich an diesem Markt dumm und dämlich zu verdienen Diese oberlehrerhaften Bürgerbevormundungen sind ein absolutes Gräuel