Runter mit den Kosten
Energiesparen rechnet sich / Gäste finden es gut
Stuttgart. Hohe Gas- oder Stromrechnungen sind ein regelmäßig wiederkehrendes Ärgernis für Gastronomen und Hoteliers. Wie auch einzelne Betriebe gegensteuern können, zeigt in dieser Ausgabe ein AHGZ-Extra zum Thema Energiemanagement. Die Branche hat das Problem erkannt: Für 95 Prozent der im aktuellen AHGZ-Monitor befragten Hoteliers ist es wichtig oder sehr wichtig, Energie zu sparen.
Aber die steigenden Energiekosten stellen für viele Unternehmer nicht nur ein betriebswirtschaftliches Problem dar. Gerade bei naturverbundenen Gastgebern, die auf dem Land leben, regionale Produkte anbieten und deren Gäste genau dies schätzen, spielt der Gedanke an eine intakte Umwelt mit hinein. Wer will da schon durch seinen Betrieb unnötig CO{-2}-Emissionen verursachen, mit Rückständen von Putzmitteln die Umwelt belasten oder Wasser verschwenden? Schließlich sägt man damit gewissermaßen an dem Ast, auf dem man selbst sitzt. Wie Hoteliers ein stimmiges Nachhaltigkeitskonzept auf die Beine stellen, zeigt die AHGZ an Beispielen wie dem Hotel Explorer im Allgäu. Das 2010 eröffnete Privathotel ist ein Passivhaus, dass ohne eine klassische Heizung auskommt und Strom komplett aus erneuerbaren Energien bezieht.
Auch die ersten Häuser, die vom DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... mit dem Umweltcheck in Gold ausgezeichnet wurden, sind Privathotels. Das Lippeschlösschen in Wesel und das Hotel-Restaurant Gutshof Ziegelhütte in Edenkoben. Beide verbrauchen wenig Wasser und Energie, vermeiden Müll und verwenden regionale und fair gehandelte Lebensmittel.
Das WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick...&SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
weiter mit Mausklick...-Hotel Ermitage in den Schweizer Alpen bereitet Abfälle in eigenen Tanks zu Biomasse auf, die über eine Biogasanlage wieder Energie liefern. Damit steht das 5-Sterne-Haus für einen Luxusbegriff jenseits von Verschwendung. Und seine Klientel honoriert das Engagement der Hoteleigentümer durch eine hohe Zahlungbereitschaft. Marina Behre

