Diese Woche
Schwerer Rückschlag für Dorint
Gesellschafter rechnet für das Jahr 2009 mit einem Verlust von 20 Millionen Euro
KÖLN. Die Hotelkette Dorint hat ihre Sanierungsziele nicht erreicht. Dies hat Geschäftsführerin Elke Schade gegenüber dem Handelsblatt bestätigt. Es sei derzeit völlig offen, wann die Gesellschaft wieder schwarze Zahlen schreiben werde. Weitere Details will das Unternehmen am kommenden Mittwoch bekannt geben, teilte ein Dorint-Sprecher auf Anfrage mit.
Auf einen Teil der Fonds, die die einzelnen Hotelimmobilien finanziert haben, kämen neue Belastungen zu, bekannte Dorint-Gesellschafter Dirk Iserlohe, Geschäftsführer der Kölner E&P Holding, in der Zeitung.
Für das Jahr 2009 geht Iserlohe wegen der Finanzkrise von einen Verlust von rund 20 Mio. Euro aus. In den vergangenen zwei Jahren habe Dorint die operativen Verluste von 21 Mio. auf
4 Mio. Euro senken können. „Die Wiederbelebung der Marke hat funktioniert“, wird Elke Schade im Handelsblatt zitiert. Mit 36 Häusern habe der Umsatz 2008 bei 303 Mio. Euro und somit 4 Mio. Euro über dem Vorjahr gelegen. Inzwischen leidet das Unternehmen, wie viele andere Hotelketten, unter dem Ausbleiben des Firmengeschäfts. Dirk Iserlohe will nun die Verpächter eines Teils der Fondsgesellschaften um Hilfe bitten. Investoren würden gebeten, für zwei Jahre auf einen Teil der Pachten zu verzichten.
www.dorint.com