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Service, Fleischkonsum & Kaffeetest

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/35 vom 28. August 2010

„Service lohnt sich“ Zum Editorial von Chefredakteur Hendrik Markgraf auf AHGZpeople und in AHGZ vom 21. August:

Eigenen Nachwuchs ziehen

„… leider hilft menschliche Nettigkeit nicht viel, wenn die Professionalität fehlt. Auch wenn ich verstehe, was im Kern gemeint ist. Aber ich habe schon zu oft nette Studenten als Bedienung gehabt, wo alles easy aber im Handling katastrophal war. Mich anlächeln und locker in Jeans um die Ecke kommen, reicht mir nicht. Ich erwarte, dass die Servicekraft von der Materie mehr versteht als der Gast. Daher halte ich das Einsetzen von Quereinsteigern nicht für das Allheilmittel. Die Branche sollte versuchen, dass der eigene Nachwuchs gezogen und erhalten bleibt. In puncto Training und Weiterbildung stimme ich zu. Was dort investiert wird, ist im Vergleich zu anderen Branchen eher wenig. Es gibt wenige Hotelgruppen und Einzelfälle, die das begriffen haben. Marriott hat sich sogar schon ein CSR-Netzwerk samt Ansprechpartner aufgebaut und auch andere steigen langsam um. Darin liegt meine Hoffnung.

WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL

Halten ist billiger als neu ausbilden …“

Torsten Neumaier

Inhaber HGT Hotelconsulting

Emotionales Interesse fehlt

„… für wirklich guten Service braucht es Mitarbeiter, die in der Lage sind, Servicewünsche ihrer Gäste zu erahnen. Das ist nicht zwingend eine Frage der Professionalität, sondern eher der Menschenkenntnis. Denn je menschlicher und authentischer dieser Service abläuft, desto besser kommt er auch an. Das professionelle Service-Gebaren in manchen Hotels und Restaurants wirkt oft abschreckend stumpf. Warum? Weil keinerlei emotionales Interesse am Gast zu erkennen ist. Und genau das ist die Chance für Hoteliers und Gastronomen, sich auch im Marketing deutlich abzuheben. Denn die Mitarbeiter und deren Serviceverhalten sind wichtiger Teil des Marketings …“ Andreas Pfeifer

GF Die Heldenhelfer GmbH

Massentierhaltung belastet die Umwelt. „Werden wir jetzt alle Vegetarier?“Die Frage der Woche auf AHGZpeople und in AHGZ vom 21. August:

Wertvolles Lebensmittel

„… wir müssen nicht alle zu Vegetariern werden. Aber wir sollten wieder pfleglicher mit dem Lebensmittel Fleisch und den Tieren umgegehen, die ja sterben müssen, damit wir Fleisch konsumieren können. Uns sollte wieder bewusster werden, dass Fleisch von einem Lebewesen kommt und dieses sollten wir nicht als tote Fabrikware sehen, sondern als wertvolles Lebensmittel. Um aber Vegetarisches nachhaltig gesellschaftsfähiger zu machen, müsste die Spitzengastronomie umdenken und vegetarische Speisen auf ihre Speisekarten setzen. Und die Restauranttester sollten nicht mehr über diese Speisen lächeln …“

Adelheid Andruschkewitsch

Inhaberin Restaurant Rose

Zum Beitrag „Qualität beginnt bei Kleinigkeiten“ auf ahgz.de und in AHGZ vom 21. August:

Blindverkostung macht Sinn

„… sehr interessant, dass Häuser wie das Ritz Carlton Wolfsburg schon mal ihren Kaffeelieferanten unter Druck setzen. Nicht preislich, sondern ausschließlich bei der Qualität. Eine Blindverkostung von diversen Kaffeesorten auf ein und derselben Maschine gebrüht, das macht wirklich Sinn …“

Heiner Eißner, Dresden

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