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Service, Vorschlagswesen & Städtetourismus

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/36 vom 4. September 2010

„Service lohnt sich“ Zum Editorial von Chefredakteur Hendrik Markgraf auf AHGZpeople und in AHGZ vom 21. August:

Gesundes Selbstbewusstsein

„… guter Service ist immer mit sehr viel Fingerspitzengefühl verbunden. Aufmerksamkeit dafür, was der Gast gern hätte, noch bevor er den Wunsch geäußert hat, das macht einen guten Eindruck. Ein Beispiel: ‚Sie hätten sicher gern ein zweites Kopfkissen?’ oder ‚Möchten Sie gern die Tageszeitung?’ (beim Frühstück). Das sind aber in erster Linie persönliche Fähigkeiten der Dienstleistenden. Und so traurig das ist, das kann nur bedingt geschult werden. Unser Motto lautet: Vor dem Verdienen kommt das Dienen. Das hat aber nichts mit Katzbuckeln zu tun. Ein gesundes Selbstbewusstsein und dem Gast auf Augenhöhe begegnen, das gibt jenes gute Gefühl: Man ist akzeptiert …“ Andrea Werner

Inhaberin Hotel Haus am Park

Knigge lebt

„… der Service ändert sich mit dem Gastverhalten. Ein Hotel hat nicht die Aufgabe, die Gäste zu erziehen … Wie soll ein Hotelier reagieren, wenn selbst Businessgäste mit dem Besteck nicht richtig umgehen können? Oder beim Verzehr eines Clubsandwichs mit der anderen Hand die Tastatur seines Notebooks bedient.

WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL

Kniggekurse sind wieder gut besucht. Das gibt Hoffnung. Auch Kochkurse stehen hoch in der Gunst. Anscheinend haben viele gemerkt, dass sie von zu Hause zu wenig mitbekommen haben und suchen eine Verhaltensbesserung in Eigeninitiative. Somit könnte man auch sagen: Jeder Gast erhält den Service, den er auch verdient …“

Torsten Neumaier

Inhaber HGT Hotelconsult

Verordnen geht nicht

„… Service ist Herzenssache. Das kann man nicht lernen, erklären und bewerten. Entweder wird Service geboten, oder aber nicht. Dogmatisch verordnen geht nicht …“

Dirk Roediger

GF Cross-Country-Hotels

„Nehmen Sie Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern an?” Die Frage der Woche auf AHGZpeople und in AHGZ vom 28. August:

Mit Lob nicht knausern

„… aber sicher doch. Im Rahmen unserer Möglichkeiten belohnen wir das auch. Ich habe unlängst gelesen, was sich die Industrie gute Ideen im betrieblichen Vorschlagswesen kosten lässt. Da kann ein Gastronom oder Hotelier natürlich nicht mithalten. Aber mit Lob und Dank vor der ganzen Mannschaft sollte man nicht knausern, wenn einer aus dem Team einen Verbesserungsvorschlag gemacht hat. Leuchtturmfunktion hat bei diesem Thema ganz bestimmt Klaus Kobjoll. Was der sich in seinem Schindlerhof hat einfallen lassen, gute Vorschläge von Mitarbeitern zu belohnen, das beeindruckt …“

Oliver Scherlinski, Neckarsulm


Musicals locken

„… die Zahlen beeindrucken. Aber fraglich ist, ob in Hamburg der Erfolg nicht hauptsächlich den Musicals geschuldet ist? Was passiert eigentlich, wenn die Begeisterung für derartige Veranstaltungen eines Tages nachlassen sollte oder den Besuchern irgendwann die finanziellen Mittel fehlen, um sich den Eintritt zu leisten? Und wie sieht es mit alternativen Standbeinen aus? …“

Marc Nölle, Berlin

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