So weckt man den Gästedurst
Regionalität ist bei Mineralwasser ein Thema / Wasser und Saft werden zu Speisen- und Getränkebegleitern
Durch den seit Jahren anhaltenden Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs an Bier haben alkoholfreie Getränke (AfG) eine wesentlich stärkere Bedeutung gewonnen. „Auch die Deckungsbeiträge sind bei den meisten AfG deutlich höher als beim Gerstensaft“, weiß man beim Saftanbieter Pölz. Das gelte nicht nur für Mineralwasser, sondern auch in erster Linie bei Fruchtsäften und Nektaren.
„Wir stellen einen Trend zu höherem Wasserkonsum fest und sehr bewusste Entscheidungen für Wasser – still, prickelnd oder mineralstoffarm“, beobachtet man bei Neumarkter Lammsbräu. Generell entwickelten sich alkoholfreie Getränke, Wasser und auch alkoholfreie Biere proportional stärker in der Gastronomie.
Etwas anders sieht es Anna Rückert, ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
weiter mit Mausklick... Managerin für S.Pellegrino und Acqua Panna: „Der UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick... mit alkoholfreien Getränken, die nicht in den eigenen vier Wänden konsumiert werden, ist in Deutschland rückläufig.“ S. Pellegrino wachse aber im Außer-Haus-Geschäft gegen den Trend.
Attraktive Flaschen
„Die Verbraucher wünschen erstklassige heimische Produkte, und das auch im Mineralwasserbereich“, stellt man bei Hassia fest. Nicht zuletzt spiele dabei der Umweltschutzgedanke eine Rolle. Dabei kommt es auch auf das Gebinde an. Denn „gerade bei Mineralwasser, das mit der Flasche auf den Tisch kommt, hat deren Gestaltung einen besonderen Stellenwert“, heißt es dazu bei Hövelmann, wo Rheinfels Quelle Gourmet in der blau getönten Facettenflasche und die nationale Marke Aqintéll in der schlanken Gourmetflasche angeboten werden.
„In letzter Zeit fragt der Gast häufiger nach kohlensäurearmen Mineralwässern“, beobachtet man beim Privatbrunnen Tönissteiner. „Zum Essen bietet sich schon deswegen auch ein stilles Mineralwasser an, weil es für den speisenden Gast bekömmlicher ist. Er dankt das häufig durch einen größeren Schluck aus der Weinflasche und freut sich über eine bessere Bekömmlichkeit des Weines und der Speisen.“
Im Trend liegt auch die sorgsame Wahl des zu Speisen und Getränken passenden Wassers oder Saftes. Ganze Saftsortimente werden als dem Wein ebenbürtige Trinkgenüsse konzipiert, so bei Perger und bei Rabenhorst, wo Gastronomen sogar zum Saft-SommelierBerufsbezeichnung für Mitarbeiter, der in einem Restaurant den Inhaber und die Gäste hinsichtlich des Weinangebots des Hauses berät.
weiter mit Mausklick... ausgebildet werden.
Eine ähnliche Aufwertung erfährt auch Mineralwasser. „Vor allem als Weinbegleiter hat Mineralwasser einen neuen Stellenwert erlangt“, heißt es dazu bei Naturquell, dem Anbieter von Pineo, das sich nach Unternehmensangaben als eines der salzärmsten Wasser auf dem deutschen Markt hervorragend als Weinbegleiter eignet.
„Ein gutes Zusammenspiel von Mineralwasser mit Speisen und Weinen der Spitzengastronomie ist sehr wichtig“, betont auch Sternekoch Juan Amador, der das Konzept des Spitzengastronomie-Wassers Liz maßgeblich beeinflusst und inspiriert hat.
Wasser als Kaffeepartner
Ein weiteres Beispiel: „Tönissteiner und Kaffee ergänzen sich ideal“, wie es aus dem Privatbrunnen verlautet. Das Tönissteiner Mineralwasser sei aufgrund seines hohen Hydrogencarbonatanteils ein guter Begleiter zum Bohnentrank, sagen die Mineralwasserexperten.
Für den boomenden WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
weiter mit Mausklick...-Bereich empfehlen sich Heilwässer. „Kinder oder Erwachsene, die keine Milch mögen oder vertragen, können ihren Calciumbedarf gut mit Heilwasser decken“, nennt das Informationsbüro Heilwasser ein Anwendungsgebiet.
Das Beispiel Wellness zeigt: Immer deutlicher sehen Gäste in ihren Getränken weit mehr als reine Durstlöscher. „Lebensgefühl zum Trinken“ lautet die Devise. So ist es kein Wunder, dass immer mehr Wässer und vor allem Limonaden mit Attributen wie Bio oder Fair sympathische Alternativen bieten, die Genuss und gutes Gewissen zusammenbringen und den Gast zum Botschafter einer besseren Welt machen.
Auch Ali Eghbal von der Hamburger Haji GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
weiter mit Mausklick... beobachtet, dass „immer mehr Verbraucher mit dem Genuss einer bestimmten Marke nicht nur Geschmack, sondern auch ihre jeweilige Lebenseinstellung und Gruppenzugehörigkeit verdeutlichen“. bee


