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Das Überraschende und Unkonventionelle, das Hotel mit Seele ist die Chance der Privathotellerie

Mittelklasse-Hotellerie

Totgesagte leben länger

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/29 vom 16. Juli 2011
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Die ist tot, die Mittelklasse lebt. So heißt es immer mal wieder, je nach Konjunktur und Perspektive. Jetzt attestieren ihr Berater und Investoren eine tolle Zukunft. Damit hat sie die Budgethotellerie als Star des Jahres abgelöst.

Gemeint sind 3- und 4-Sterne-Hotels. Und hier die Kettenhäuser. Subsumiert unter dem Begriff MarkenhotellerieHotelgesellschaften und -gruppen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und vom Gast als Marke wahrgenommen werden.
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. Die macht quer durch alle Kategorien, gemessen an der Zahl der Betriebe, nicht viel her, wohl aber vom UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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aus gesehen: Hier erwirtschaften 3500 Markenhotels die Hälfte des Gesamtumsatzes im Hotelmarkt. Tendenz steigend.

Die Markenhotellerie gewinnt an Macht – und schon wieder wird das Totenglöcklein geläutet: für die Privathotellerie. Doch die ist resistenter, innovativer als manch einer denkt. Im übrigen tummeln sich hier viele Einzelmarken. Zwei von ihnen, der Bayerische Hof in München und das Estrel in Berlin führen die Top-200-Einzelhotel des diesjährigen AHGZ-Rankings an.

So wahr es ist, dass die Marken an Marktanteilen gewinnen, so sicher dürfte paradoxerweise auch sein, dass Marken im Zeitalter der Portale an Relevanz verlieren. Nicht die Marke zieht, sondern die Bewertung durch die Gäste im Internet. Gefragt ist auch das Unkonventionelle und Überraschende, das Hotel mit Seele. Das findet sich in der Individualhotellerie viel eher als in der standardisierten Kette.

Damit verknüpft ist eine stärkere Ausdifferenzierung. Das Angebot ist segmentiert und reicht über Hotels für Singles bis zu Best-Ager-Hotels. Auch hier kann der Privathotelier Nischen und Lücken erfolgreich besetzen.

Was der Individualhotelier vor allem braucht: Fitness im Wettbewerb. Er muss Gastgeber sein – und KaufmannJuristische Person oder natürliche Person, die ein Handelsgewerbe von solcher Bedeutung betreibt, dass davon ausgegangen werden kann, dass sie sich mit den Gepflogenheiten des Handels auskennt, sodass man sie den Besonderheiten des Handelsrechts unterwerfen kann die Definition ist in § 1 Abs.
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. Und er braucht neben einem guten (Destinations-)Marketing eine starke Lobby.

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