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Der Name ist Programm und Verpflichtung zugleich – transparente Preise zu Messen. Foto: Kreuder

Pilotprojekt von DEHOGA NRW und Messe Düsseldorf

Transparente Preise zu Messen garantiert

Gütesiegel „FairFairs Hotel“ soll Messeplatz NRW sichernSelbstverpflichtung zur Einhaltung einer Rackrate

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/11 vom 13. März 2004

Langfristig soll das neue Gütesiegel den Messeplatz Nordrhein-Westfalen sichern, indem den Ausstellern durch transparente Hotelkonditionen Fairness auf Seiten der Branche garantiert wird.

Hotelzimmerkonditionen während großer Messen sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen. Das Beispiel Frankfurter Buchmesse, die im vergangenen Jahr mit dem Absprung nach München gedroht hatte, bedeutete für Messegesellschaften und Hotelbranche „Alarmstufe Rot“. „Wir reden nicht von einem imaginären Gespenst, sondern von der Wirklichkeit“, machte Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender Messe Düsseldorf, die Notwendigkeit zum Handeln mit Zahlen deutlich: Der Messeplatz Düsseldorf generiert jährlich zwischen 1,6 und 1,8 Mio. Übernachtungen.

Modelle, bei denen Messemacher und Hoteliers in einem Boot sitzen, gibt es viele. „Wir setzen neue Maßstäbe“, behaupten die Initiatoren von „FairFairs“, indem sie sich vor allem in einem Punkt unterscheiden. Die beteiligten Hotels garantieren ein festgelegtes Regelwerk und unterwerfen sich bei Nichteinhaltung dem Schiedsspruch einer Clearingstelle, die von jedem Aussteller bei einem vermeintlichen Regelverstoß angerufen werden kann. Kostenlos mitmachen kann jeder Hotelier, der folgende Spielregeln unterschreibt: Die Häuser verpflichten sich ein Jahr im voraus auf die Einhaltung einer so genannten Rackrate, also auf den maximalen Zimmerpreis.

Dadurch sollen die während der Messelaufzeiten oft kritisierten Hotelpreise transparenter gemacht und gedeckelt werden. DEHOGA-Geschäftsführer Hübenthal, „der Preis allein ist nicht entscheidend“. Weitere Vorzüge für die Aussteller sind die besondere Regelung bei der Rückgabe von Zimmern, spezielle Zahlungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit von Block- und Einzelbuchungen. Neben den genannten Mindestkriterien gibt es auch noch die „sanfte Seite“: optionale Zusatzleistungen von Shuttlebus bis VIP-Service. Das derzeit auf den Düsseldorfer Raum fokussierte Angebot möchte man mittelfristig auf die Messestädte Köln, Essen und Dortmund ausweiten um so nachhaltig den gesamten Messeplatz NRW zu stärken und es soll in erster Linie gegen schwarzen Schafe der Branche mobil gemacht werden.

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