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Ungewöhnliche USPs sind gefragt

Neue Starwood-Marken „W“ und „Aloft“ sollen Akzente am Markt setzen / Offensive Expansionpläne der Marke Ramada

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/44 vom 4. November 2006
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MÜNCHEN. Angesichts der Raten in Deutschland ist es „ein Luxus, dort Luxushotels zu bauen“, konstatierte Dirk Schuldes von der Eurohypo AG auf dem Hotelforum in München.

Dort waren rund 100 Branchenprofis zur „Europäischen Branchenkonferenz für Hotel- und Immobilien-Professionals“ zusammengekommen (Seite 1). Nur durch eine Mischnutzung mit Einzelhandel, Büros und Wohnungen seien Hotels in bester Innenstadtlage heutzutage überhaupt noch realisierbar. „Das gilt in weniger zentralen Lagen auch für Budget-Hotels“, so Schuldes.

Die Konferenz in München war auch Plattform für innovative Strategien und Konzepte in der Hotellerie. Wilma Kellermann-Baans präsentierte die neuen Starwood-Marken „W“ und „Aloft“. Als deutsche W-Standorte kann sich Kellermann-Baans Berlin, Düsseldorf und München vorstellen. Gebaut werden Ws derzeit in Barcelona, Athen und Istanbul, Dubai und Doha. Wichtiges Unterscheidungs- und Profilierungsmerkmal sei das F&B-Angebot der 40 bestehenden Ws, zu denen immer ein hochgelobter „Signature-Chefkoch“ gehöre.

Service nach Südsee-Prinzip

Die Starwood-Marke „Aloft“ ist eine Art Light-Version des hippen W. Alofts entstehen an Standorten, die für ein W „nicht opportun“ sind. Ihr Zimmergrundriss ist quadratisch, das Bett steht gegenüber dem Fenster, die Deckenhöhe beträgt mindestens 2,75 Meter und soll den Loftcharakter betonen. Mitarbeiter leben den Service nach „Aloha“-Prinzipien und begegnen mit großer Herzlichkeit. Natürliche Baustoffe empfangen die Gäste nicht nur am „Aloha“-Desk, sondern auch im „Re-Charge“ genannten Fitness-Areal. „Re-Fuel“ nennt sich das Selbstbedienungs-Restaurant. Bis zum Jahr 2012 soll es weltweit 500 Aloft-Betriebe geben. Auf der Investmentkonferenz im März 2007 werde eine europäische Variante der Marke präsentiert, kündigte Kellermann-Baans an.

An der Diskussionsrunde „New Kids on the Block“ waren „wachstumsträchtige Unternehmen der internationalen Hotelbranche“ beteiligt. Wyndham-Manager Olivier Dupont nannte für die weitere Expansion der Marke Ramada vor allem Deutschland, Spanien, England und Frankreich. Wyndham, Teil der Cendant Hospitality, verfügt über ein Portfolio von zehn Marken, darunter die Franchisemarken Ramada, Days Inn, Super-8 und Howard Johnson mit insgesamt 6300 angeschlossenen Hotels.

Durch ein Joint-Venture mit der maltesischen Corinthia Gruppe erfährt die Marke Wyndham in Europa derzeit einen gehörigen Schub. 15 Corinthias in Europa, Afrika und im Nahen Osten werden in Ramada Plaza oder Wyndham umbenannt, die restlichen Corinthia Hotels werden der neuen Kategorie Wyndham Grand Collection zugeordnet. Selbstkritisch ging Dupont auf die bisherige Franchisepraxis ein: „Wir haben beim Franchise viele Fehler gemacht.“ Deshalb strebe man jetzt Joint-Venture-Partnerschaften an. „Damit wir einen Teil der Kontrolle behalten“, so Dupont.(Seite 6)Barbara Goerlich

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