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Der VCH-Vorstand sieht die Kooperation gut psoitioniert: Hans-Jürgen Wiesenbach, Dieter Kümpers, Niklaus Kaiser von Rosenburg, Joachim Bartels-Eß und Thomas Lenz (v.l.).Foto: Hummel

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Vom Hospiz zum 4-Sterne-Hotel

Verband Christlicher Hotels feiert 100-jähriges Bestehen / Kooperation zählt heute 67 Mitgliedsbetriebe

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2004/7 vom 14. Februar 2004

HAMBURG (hh). Das lateinische Wort hospitium bedeutet Gastfreundschaft. Diese Tradition mittelalterlicher Herbergen wollten die 36 Mitglieder fortführen, als sie vor nunmehr 100 Jahren den Verein Christlicher Hospize gründeten. „In der Zwischenzeit werden Hospize aber mit Sterbehäusern gleichgesetzt“, meint Hans-Jürgen Wiesenbach, Präsident der ältesten HotelkooperationJe nach Intensität der Zusammenarbeit kann es sich hierbei um Gelegenheitsgesellschaften, Erfahrungsaustauschgruppen bis hin zu Kooperationen mit einem gemeinsamen Namen bzw.
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in Deutschland, anlässlich einer Jubiläumsfeier in Hamburg. Deshalb sei der Name in Verband Christlicher Hotels (VCH) umgewandelt worden.

Anfang des 20. Jahrhunderts hatten die Gründungsväter des Verbandes vor allem das Ziel, den guten Ruf der angeschlossenen christlichen Hospize und Erholungsheime zu erhalten. Dazu zählte, in den Gasthäusern keinen Alkoholzwang auszuüben — mit ein gewichtiger Grund, weshalb die christlichen Herbergen vor allem von alleinreisenden Frauen und Familien geschätzt wurden.

Nach einem Anstieg der Mitgliedszahlen auf bis zu 227 im Jahr 1937, sackte die Zahl der Mitgliedsbetriebe in Folge des Zweiten Weltkriegs auf 58 ab. Erst 1951 nahm der VCH wieder seine Verbandsarbeit auf und zählte zwei Jahre später wieder 109 Mitglieder.

Die deutsche Teilung stellte den Verband nach Angaben des Präsidenten vor besondere Probleme. „In der DDR konnten viele Häuser nur als Dienstleister der Kirchen überleben“, sagte Hans-Jürgen Wiesenbach.

Heute zählt der VCH-Hotelverband 67 Mitgliedsbetriebe. Aus ehemaligen Hospizen haben sich 2- bis 4-Sterne-Hotels entwickelt. Ein Beispiel ist der Baseler Hof in Hamburg.

Das Haus wurde 1906 als christliches Kellnerheim gegründet und ist heute ein modernes 4-Sterne-Hotel mit 153 Zimmern. Seit dem Jahr 2000 gibt es die verbandseigene Marketing-Organisation VCH-Hotels Deutschland GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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. Nach Angaben des Geschäftsführers Horst Ermert handelt es sich bei den Verbandsmitgliedern überwiegend um mittelständische Hotels in privater Trägerschaft und um Häuser von kirchlichen Organisationen. Neu hinzu gekommen seien auch Kurkliniken, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgten. „In diesen Häusern werden Körper, Geist und Seele der Gäste als Einheit gesehen“, sieht Ermert den besonderen Ansatz.

Nach Ansicht des Geschäftsführers besteht das Alleinstellungsmerkmal der VCH-Hotels in deren christlichen Ansatz. Viele Häuser böten jetzt gezielt Räume der Stille und auch Seelsorge für ihre Gäste an. Besonders gefragt seien zwischenzeitlich auch die dem Verband angeschlossenen Klöster, die bis zu sechs Monate im Voraus ausgebucht seien. Ermert: „Viele Menschen suchen nach christlichen Werten.“

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