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Weihnachten bringt Gäste und Umsatz

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Weihnachten bringt Gäste

Gastronomen hoffen auf starkes Geschäft zum Jahresende: Firmen buchen mehr Feiern / Qualität wird wichtiger

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/48 vom 27. November 2010
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STUTTGART. Bislang konnte die Gastronomie vom Wirtschaftsaufschwung noch nicht profitieren. In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 verzeichneten Restaurants laut Statistischem Bundesamt ein nominales Umsatzminus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem während des verregneten Frühjahrs blieben die weg. Das belegt der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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-Branchenbericht, den der Verband diese Woche veröffentlicht hat (Seite 3).

Doch die Geschäftslage soll sich jetzt verbessern. Das Jahresende ist traditionell eine umsatzstarke Zeit für Gastronomen: Firmen veranstalten ihre Weihnachtsfeiern, aber auch Privatkunden reservieren rechtzeitig Tische im Restaurant, um dort und Silvester zu feiern.

Die AHGZhat sich in der Branche nach der aktuellen Buchungslage im Dezember umgehört. „Für Silvester ist der große Keller mit 490 Sitzplätzen seit Mitte Oktober restlos ausgebucht. Auch an den Weihnachtsfeiertagen und in der Adventszeit verspricht das Geschäft sehr gut zu werden“, sagt Christine Rothenberger, Pächterin des Auerbachs Keller in Leipzig. Ähnlich gut sieht es bei Klaus-Dieter Richter aus, Inhaber des Restaurant Kolk in Berlin: „In der Vorweihnachtszeit haben wir schon an vielen Tagen keine freien Plätze mehr.“

Der Aufschwung, den andere Branchen in den vergangenen Monaten erlebt haben, könnte nun auch in der Gastronomie ankommen. Denn wenn die Bilanzen eines Unternehmens stimmen, ist mehr Geld für eine Weihnachtsfeier übrig. Das spürt etwa Stephanie Teigelkamp, Geschäftsführerin im Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein in Johannisberg im Rheingau. Bei ihr sind im Vergleich zum Vorjahr 40 Prozent mehr Buchungen für Firmenweihnachtsfeiern eingegangen. Auch Birgit Grupp, Geschäftsführerin des Stuttgarter Ratskellers, bemerkt den Aufwärtstrend.

„Wir haben dieses Jahr wieder mehr Veranstaltungen, bei denen die FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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die RechnungJede Urkunde, mit der ein Unternehmer oder in seinem Auftrag ein Dritter eine Lieferung oder sonstige Leistung gegenüber einem Leistungsempfänger abrechnet, gleichgültig, wie diese Urkunde im Geschäftsverkehr bezeichnet wird .
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übernimmt und auch ein gemeinsames Menü aussucht“, sagt sie gegenüber der AHGZ. Dennoch achten die Firmen darauf, dass sich die Preise für die Weihnachtsfeier im Rahmen halten. „So großzügig wie noch vor ein paar Jahren wird selten bestellt“, erläutert Birgit Grupp. Häufig wollen sich die Firmen auch auf ein Menü festlegen, das eine bestimmte Summe nicht übersteigt. Eine erhöhte Nachfrage nach solchen Arrangements verzeichnen etwa Birgit Netzle-Piechotka im Asam-Schlössl in München und Maik Quinque im Apels Garten in Leipzig. Marco Blitzner, Inhaber des Restaurants Lenz in Hamburg, sieht eine andere Entwicklung: „Die Gruppen werden kleiner. Offenbar organisieren zunehmend einzelne Abteilungen ihre eigenen kleinen Feiern.“

An der Qualität des Festessens wird jedoch selten gespart. „Die Gäste sind bereit, Geld auszugeben, sie legen gleichzeitig aber großen Wert auf Qualität“, sagt Marco Blitzner. Das bestätigt Hanns-Georg Hahn, Geschäftsführer des Deidesheimer Hofs in Deidesheim: „Natürlich haben Firmen ein bestimmtes Budget, trotzdem wurden meist hochwertige Menüs geordert.“ Was es kostet, sei, im Gegensatz zu früher, nicht mehr die erste Frage. Eher werde über die Fisch (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Fisch")- oder Fleischsorte verhandelt.

Trotz gestiegenen Qualitätsansprüchen muss eine Firmenfeier jedoch nicht steif und formal ablaufen. „Wir erkennen dieses Jahr den Trend, dass die Gäste es ungezwungen wünschen“, sagt Natascha Witte vom Amici in Stuttgart. „Viele Firmen buchen unsere Lounge, in der sie locker zusammensitzen und feiern können.“

Klaus-Dieter Richter hat in seinem Restaurant Kolk in Berlin noch einen weiteren Trend ausgemacht: Firmenweihnachtsfeiern im Januar. „Wir haben schon ausreichend Feier-Reservierungen bis zur dritten Januar-Woche“, verrät er gegenüber der AHGZ. „Es scheint gemütlicher zu sein, erst dann zu feiern, wenn der vorweihnachtliche Stress nicht mehr existent ist.“

Und wie stemmen die Betriebe den enormen Arbeitsaufwand im Dezember? Die meisten sind auf ihr Stammpersonal plus weitere Aushilfen angewiesen. Birgit Grupp stellt im Stuttgarter Ratskeller für die Weihnachtszeit zehn zusätzliche Mitarbeiter ein. Claus Kuhnhardt, Inhaber des Waldhotel Eisenberg im rheinland-pfälzischen Eisenberg hat einige Aushilfen, die er bei Bedarf bestellen kann. In anderen Betrieben können die Mitarbeiter ihre Überstunden vom Dezember durch freie Tage im Januar und Februar ausgleichen. Schließlich kann die Mehrarbeit die Mitarbeiter auch motivieren, wie der Hamburger Gastronom Marco Blitzner erläutert. Dann nämlich, wenn sie es als willkommene Gelegenheit sehen, selbst etwas mehr Geld zu verdienen. rk




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