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Branche aktuell

Weniger Zeit fürs Restaurant

Aktuelle Studie: Verweildauer und Konsum in der Gastronomie nimmt ab / Am längsten bleiben die Gäste in Kneipen, Clubs und Lounges

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/23 vom 7. Juni 2008

HAMBURG. Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste in Kneipen und Restaurants hat in den vergangenen sechs Monaten leicht abgenommen. Nach einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert bleiben nahezu zwei Drittel der Gäste von A-la-carte-Restaurants maximal zwei Stunden. „Dies sind einige Prozentpunkte weniger als in den vergangenen zwei Jahren“, so GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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Thilo Lambracht. Dagegen sitzen gut ein Drittel der Stammgäste in klassischen Kneipen regelmäßig bis zu vier Stunden. Für die Studie wurden im April 1050 Gastronomiebetriebe (Restaurants, Gasthöfe, Kneipen und Hotelrestaurants) befragt.

Auswärts essen muss demnach immer schneller gehen: Der Anteil der Langzeitgäste in Restaurants (2 bis 4 Stunden je Aufenthalt) liegt bei nur 16 Prozent. „Das Dinner mit Freunden im Gourmettempel findet seltener statt“, so Lambracht. Zum Vergleich: Im SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
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der Clubs und Lounges bedeutet für rund 40 Prozent der Gäste der Einlass ein nahezu abendfüllendes Programm. „Hier schlagen der Eintrittspreis und der Eventcharakter der Betriebe durch“, so die Einschätzung von Thilo Lambracht.

Schnelle Bistros und CaféBewirtungsbetrieb mit Verkauf von Speisen, insbesondere von Konditoreierzeugnissen und sonstigen kalten Speisen, sowie damit verbundenem Verkauf von Aufgussgetränken - im Allgemeinen zum Verzehr an Ort und Stelle.
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In den kleineren Gastronomieformen ist die durchschnittliche Verweildauer der Gäste großteils wesentlich kürzer: In Bistros bleibt mehr als die Hälfte der Gäste maximal 1 Stunde. In Cafés liegt dieser Anteil sogar bei 63 Prozent. Für Kaffee und Kuchen nehmen sich gerade noch 32 Prozent etwas mehr Zeit (30 bis 60 Minuten). Viele Cafétiers kalkulieren heute mit einer höheren Gästefrequenz (mehr Gäste bei weniger Sitzplätzen) und versuchen Zusatzumsätze durch Verkauf von Spezialitäten zu generieren.

Die durchschnittliche Verweildauer schlägt sich auch beim Durchschnittsbon nieder: In Cafés wird per Gast gerade einmal 6,50 Euro berechnet. In Bistros sind dies schon knapp über 10 Euro. In den teureren Restaurants liegt der Durchschnittsbon bei 14,50 Euro, in Clubs und Lounges bei 13,90 Euro.

„Die höheren Lebenshaltungskosten, steigende Energiepreise und zu einem guten Teil auch das Rauchverbot setzen der Gastronomie weiter zu“, analysiert Lambracht die aktuelle Marktlage. Neben einem generellen Umsatzeinbruch infolge des Rauchverbotes verstärke sich der Trend dadurch, dass Stammgäste kürzer als früher bleiben und etwas weniger konsumieren.

„Nur wer sich im Marketing hervortun kann, wird Sieger im harten Gastro-Wettbewerb sein“, so Lambracht. Bei kleinen Gastronomiebetrieben, etwa inhabergeführten Eckkneipen, werde demnach weiterhin eine Marktbereinigung stattfinden. red

www.chd-expert.de


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