Wirte möbeln die Terrasse auf
Grill-Events und Fußball-EM könnten 2012 die Open-air-Hits werden / Investiert wird in Möbel und Wetterschutz
Wer hätte das gedacht: Mehr als 90 Prozent der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe mit Restaurant bewirtschaften eine Außenfläche. Das hat der jüngste AHGZ-Monitor zum Thema Außengastronomie im Rahmen einer Umfrage der Business Target Group GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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Die meisten Teilnehmer verfügen über Außenbereiche mit bis zu 50 Plätzen. Tatsächlich geben 92,6 Prozent an, nur während der Sommersaison, wenn die Witterung es zulässt, außen zu bestuhlen. Lediglich 6,7 Prozent der Befragten setzen ihre Gäste ganzjährig ins Freie – die dann meistens auf Einzelstühlen Platz nehmen. An zweiter Stelle in der Beliebtheit stehen Sitzbänke, gefolgt von anderen Sitzgelegenheiten. Der „Lounge Chair“ bleibt mit einem Anteil von 3,3 Prozent in Hotels mit Restaurant und 2,7 Prozent in der Gastronomie bisher ein Solitär, den der Hauch des Besonderen umgibt.
Fast die Hälfte der Befragten haben im vergangenen Jahr in ihre Outdoor-Ausstattung investiert. Vor allem beim Mobiliar und beim Witterungsschutz wurde aufgerüstet. So hat das Strandhaus Orange Blue im Osteebad Dierhagen seine Terrasse neu überdacht. Wenn Regen auf das wetterfeste und lichtdurchlässige Tuch fällt, wird es über versteckte Entwässerungskanäle des Aluminium-Rahmens abgeführt. Mit einer windfesten Vorderseite und Seitenteilen werden die Gäste zusätzlich geschützt, können aber trotzdem die Aussicht genießen. Installiert wurde das Modell Renson Lagune von Markisen Schulz aus Wardenburg. Und wie bereiten sich Gastronomen auf die Saison vor? „Wir setzen uns intern den 1. März jedes Jahres als Datum, an dem der Außenbereich stehen muss“, sagt Christine da Silva von der Roland Kuffler GmbH in München. „Das bedeutet, dass wir im Januar und Februar den Zustand der Böden, der Bestuhlung und Tische überprüfen und diese bei Bedarf ausbessern lassen oder nachbestellen.“ Die großen Sonnenschirme gingen bereits vor dem Winter zum Schirmbauer für Ausbesserungsarbeiten, so da Silva.
„Servicetische werden überabeitet, in der Regel neu lackiert. Die Kissenauflagen und Decken für kühleres Wetter gehen in die Reinigung, werden aussortiert und nachbestellt, gleiches passiert mit der Tischwäsche.“
Zurück zur Studie: Etwas mehr als 15 Prozent wollen das Konzept ihrer Außengastronomie verändern, 9,4 Prozent wollen sich über neue Möbelangebote informieren, und ebenso viele planen zur der Fußball-EM Public Viewing. Auch Timo Hatzenbühler stellt sich auf das Fußball-Ereignis ein. Die Gäste sollen im Außenbereich des Mash im Stuttgarter Bosch-Areal nicht auf die Übertragung der Partien verzichten müssen. Ansonsten sieht der Betriebsleiter der LocationMeist außergewöhnlicher Ort für Feste, Filmaufnahmen sowie sonstige Veranstaltungen bzw.
weiter mit Mausklick..., wie viele seiner Kollegen, dem Sommer entspannt entgegen.
Das liegt auch an der besondern Lage. Im Herzen des Bosch-Areals liegen die 200 Außenplätze unter einem in großer Höhe angebrachten Glasdach. „Es kann zwar manchmal zugig werden, aber ansonsten sind wir hier recht wetterunabhängig“, sagt Hatzenbühler. Was dazu beigetragen hat, dass die Fläche besonders gern von Firmen für Events gebucht wird. Ein Renner sind die Grill-Buffets bei den Events. Gebrutzelt wird auf bis zu vier Gas-Grills auf dem Holzdeck. „Im Mai geht es schon mit einem Early-Bird-Grillen los,als Saisonauftakt.“
Das Outdoor-Grillen werde von der Gastronomie insgesamt noch zu wenig als Zugpferd benutzt, meint Klaus-Dieter Haupert. Der Gastronomie-Ausstatter und passionierte BBQ-Fan hat sein Sortiment entsprechend ausgeweitet. Auf diesem Gebiet wird sich künftig also noch einiges tun. mia


