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Wo die Praxis zählt

Erbprinz-Chef Bernhard Zepf im Interview mit der AHGZ

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/33 vom 11. August 2012
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Maulbronn. „Die Berufswahl ist ein komplexer Vorgang.“ Bernhard Zepf, Chef des Hotels Erbprinz in Ettlingen, lässt sich im Gespräch mit der AHGZim Kloster Maulbronn nicht von hohen Abbrecherzahlen von Hotel- und Gastronomie-Azubis irremachen. Der Hotelier und Vorsitzende des Ausbildungsfördervereins FHG stellt klar: „Azubis systematisch überfordern, das machen wir nicht.“ Allerdings gebe es Ausnahmesituationen. Man wisse schließlich nicht, wann der letzte Gast einer Feier vom Tisch aufsteht. Schließlich sei auch die Bezahlung im Gastgewerbe besser als ihr Ruf: „In den meisten Betrieben werden gut qualifizierte Mitarbeiter über Tarif bezahlt. Einer Akademisierung der gastgewerblichen Berufe redet der 51-Jährige nicht das Wort. Praxis und Erfahrung zählen für ihn im Zweifelsfall mehr als akademische Weihen.

Mit Sorge blickt Zepf auf das Nachwuchsproblem, mit dem die Branche konfrontiert ist. Um sein Haus ist ihm dabei nicht bange, obwohl sich die Bewerberanfragen in den vergangenen fünf Jahren halbiert haben. „Aber was sich in den anderen Betrieben abspielt, die nicht ganz so renommiert und nachgefragt sind, das steht auf einem anderen Blatt.“ hz , Seite 2




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