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Reinigung & Hygiene

Findet klare Worte: DEHOGA-Bayern-Präsident Ulrich Brandl Foto: Archiv

Offener Brief zur Hygiene-Ampel

"Geht es um Populismus oder spielen Fakten eine Rolle?"

8. Juni 2012

MÜNCHEN. Mit einem offenen Brief reagiert , Präsident des DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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Bayern, auf Äußerungen der SPD-Politikerin Sabine Dittmar (SPD). Sie hatte am 4. Juni gegenüber der Abendzeitung geäußert, Bayern blockiere die Hygieneampel. Dittmars Aussage und Brandls wird auf Facebook heiß diskutiert. red/lef

Sehr geehrte Frau Dittmar,

mit Enttäuschung musste ich in der Abendzeitung lesen, wie Sie sich darüber geäußert haben, dass keine eingeführt wurde. Der Freistaat als einziges Bundesland würde sich gegen die Einführung einer Hygiene-Ampel sträuben.

Ich frage mich, ob Sie über die gesamte Tatsachenlage aufgeklärt sind? Denn sonst wüssten Sie, dass sich zwar die Verbraucherschutzminister der anderen Länder für ein solches System ausgesprochen hätten, die Wirtschaftsministerkonferenz hingegen gegen eine solche gestimmt hat.

Grund hierfür war insbesondere, dass ein solches System in der vorgeschlagenen Form nicht umsetzbar ist und existenzvernichtende Wirkung haben kann.

Selbstverständlich stehen auch wir für Transparenz und Information gerade in Bezug auf . Definitiv sollten Gastronomiebetriebe den Hygiene-Standards genügen. Jedoch ist bereits jetzt eine vollumfängliche Kontrolle der Betriebe möglich mit Sanktionen bis hin zur Schließung bei Missständen, so dass keinerlei Bedarf für eine weitere Regelung besteht.

Geht es Ihnen und der nur um Populismus oder spielen auch Fakten eine Rolle? Denn sonst wüssten Sie, dass ein , gegen das wir uns wehren, Müllerbrot gar nicht berührt hätte. Der Entwurf hat vorgesehen, dass zunächst nur die Gastronomiebetriebe die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolleure hätten offenlegen müssen, Müllerbrot jedoch ist kein Restaurant.

Ganz davon abgesehen konnte mir bis heute noch keiner erklären, warum ein rotes Smiley an der Bäckereifiliale ein Mehr an darstellen soll, als den Betrieb gleich stillzulegen, was – wie die Fakten ja belegen –problemlos möglich ist. Schwarze Schafe gehören zum Schutz der Verbraucher aussortiert, zugleich schädigen sie den Ruf einer ganzen Branche. Hier reicht das geltende Recht aus, es muss nur von den Lebensmittelkontrolleuren umgesetzt werden. Durch die Einführung eines Hygiene-Barometers wird lediglich durch bürokratischen AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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und zusätzlichen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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eine Pranger-Wirkung erreicht.

Sie sprechen davon, dass Betriebe mit hohem Qualitätsstandard das Gütesiegel zur WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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einsetzen. Was ist jedoch mit den Betrieben, der erst gar nicht kontrolliert wurden? Ein solcher Betrieb, der keinen grünen Balken hat, würde von den Verbrauchern als nicht qualitativ eingestuft, obwohl er lediglich auf Grund einer Nicht-Kontrolle keinen erhalten hat. Denn eine flächendeckende Kontrolle ist derzeit nicht möglich. In München wurde die Anzahl der Lebensmittelkontrolleure sogar gerade erst verringert.

Zudem birgt das System existenzvernichtende Gefahren. In Berlin, dem Land, das bereits mit einem vergleichbaren System arbeitet, ist bereits mehrfach vorgekommen, dass Betriebe zu Unrecht schlecht ausgezeichnet wurden. Den Betrieben brachen die Umsätze ein, der Ruf war ruiniert, die lapidare Auskunft der zuständigen Stelle: Fehler passieren…

Gerne stehe ich Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um Ihnen die Problematik einer Einführung eines Hygiene-Barometers nochmals detailliert zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich N. Brandl

Präsident

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Leser-Kommentare zum Artikel (6)

Frank Peter, N
Frank Peter, N

18.06.2012 um 13:03

Betreff: Herr Ulrich Brandl

Erfahrung, vor allem aber
Vermittlung eines verlorenen Dienstleistungsgedanken zum Wohle des Gastes und des Unternehmens - Wir erinnern uns: Bad News Are Faster As Good News -

Ulrich N. Brandl, Rimbach
Ulrich N. Brandl, Rimbach

15.06.2012 um 21:11

Betreff: Eintrag von Herrn Frank Peter, N

Es ist immer gut, wenn einer weiß wie es geht. Was haben Sie denn zu verkaufen Herr Frank Peter, N :-)

Frank Peter, N
Frank Peter, N

14.06.2012 um 19:50

Betreff: Sehr geehrte Damen und Herren !

Polemik und Phrasen hin oder her ! Hygiene Standards lernen nur Mitarbeiter, die auf einem Schiff gearbeitet haben ! Und das ist der Level ! Alles andere ist - Reis Sag in China ! Ich sehe jeden Tag so viele Küchen und Restaurants + Outlets und immer wird es mir schlecht ! Keine Ahnung und keine Erfahrung - Mein Kommentar !

Ulrich N. Brandl, Rimbach
Ulrich N. Brandl, Rimbach

14.06.2012 um 19:00

Betreff: Eintrag von Hr. Grüttke

Nicht polemisieren und Phrasen dreschen Hr. Grüttke, sondern lesen warum wir dagegen sind. Das hat mit Schützen von schwarzen Schafen nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Ferner bin ich nicht in erster Linie Funktionär, sondern Hotelier, der seinen Gästen zu jeder Zeit Zutritt in seinen Küchenbereich gewährt und alles andere als dafür bekannt für schwarze Schafe zu stehen. Erfreulicherweise haben die Wirtschaftsminister sich mit den Fakten beschäftigt und die daraus zwangsläufig richtige Entscheidung getroffen.

Frank Peter, N
Frank Peter, N

12.06.2012 um 22:42

Betreff: Hygiene

USPH für alle ! Ganz einfach !

Stefan Grüttke, Hamburg
Stefan Grüttke, Hamburg

12.06.2012 um 21:07

Betreff: Reinste Lobby Politik

Ich finde es immer wieder befremdlich, wie die DEHOGA (nicht nur in Bayern) mit ihrer Einstellung zur Hygiene Ampel (bewusst oder unbewusst) zumindest versucht die schwarzen Schafe in ihren Reihen zu schützen.

Denn etwas anderes ist es in meinen Augen nicht. Die Ampel funktioniert in anderen Ländern einwandfrei, ist eine Orientierung für den Gast und ziemlich simpel zu verstehen.

Und wenn der Gastronom an sich dagegen wettert, gibt es ein recht einfaches Rezept.

Die Küche sauber halten, ebenso wie den/die Kühlräume, so wie es der Gast erwarten kann. Dann muss auch keiner Angst vor der Ampel haben.

Aber Solange sich die Funktionäre der DEHOGA darauf konzentrieren ihre schwarzen Schafe weiss zu waschen - worum sollten die sich dann die Mühe machen?

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