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Mindestlohn

Knappe Kalkulation: Im Niedriglohn-Bereich sollen Arbeitnehmer mehr Sicherheit bekommen Foto: Thorsten Wengert/pixelio.de

Mindestlohn-Debatte

Bundesratsinitiative fordert 8,50 Euro Mindestlohn

19. Dezember 2011
von  

BERLIN. Sie vernichten Arbeitsplätze, sagen die Gegner. Sie lindnern Armut, schützen vor Lohndumping und entlasten die Sozialkassen, sagen die Befürworter. Die politische Debatte um einen allgemeinen flächendeckenden in Deutschland reißt nicht ab. 8,50 Euro pro Stunde wollen die Befürworter durchsetzen, so auch die Guido Zeitler, Referatleiter für das Gastgewerbe bei der NGG.

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Die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hamburg haben kürzlich eine für einen allgemeinen flächendeckenden Mindestlohn angestoßen. Das Land Bremen will sich noch anschließen. Dazu kam es, weil den drei Landesregierungen der Kompromiss zum Mindestlohn vom CDU-Parteitag nicht weit genug geht. Die nahm auf Druck von Kanzlerin Angela Merkel von einer flächendeckenden Regelung Abstand und einigte sich darauf, dass die Tarifparteien verbindliche Lohnuntergrenzen für Branchen festlegen, die keinen TarifvertragZwischen den Tarifparteien schriftlich geschlossener Vertrag.
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haben.

 
Die derzeit niedrigsten Entgelte im Gastgewerbe Grafik: AHGZ
Im Gastgewerbe gibt es derzeit in jedem Bundesland einen aktiven Tarifvertrag. Eine flächendeckende mit 7,94 Euro hat bisher nur das Land . Die niedrigsten Gehälter deutschlandweit haben die Tarifparteien des Gastgewerbes zwischen 9,10 Euro (Baden-Württemberg) und 6,19 Euro (Mecklenburg-Vorpommern) festgelegt. Außer Baden-Württemberg liegen alle Bundesländer unter den im Bundesrat geforderten 8,50 Euro pro Stunde. Beispiele: In Bayern verdienen ungelernte Kräfte im Gastgewerbe 8,17 Euro, in Hamburg 7,52 Euro, in Thüringen 6,93 Euro.

Kritik von Arbeitgebern

Die Bundesratsinitiative der Länder zur Einführung eines allgemeinen Mindestlohns von 8,50 Euro stößt auf heftigen Widerstand bei den Unternehmen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ein Mindestlohn vernichte Arbeitsplätze gerade im niedrigqualifizierten Bereich, teilten die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände und die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz am Freitag gemeinsam in Stuttgart mit. Mit Verweis auf die Tarifautonomie hieß es: "Die Politik ist schief gewickelt, wenn sie glaubt, es besser zu können als die Tarifpartner in den vergangenen Jahrzehnten." Mit der verbindlichen Lohnuntergrenze wollen die Landesregierungen in Stuttgart und in Mainz gegen Lohndumping vorgehen.

Auch der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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wehrt sich vehement gegen eine von der Politik vorgegebene Lohnuntergrenze. "Die Tarifhoheit muss gewahrt werden", fordert Hauptgeschäftsführerin .

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