Hygiene-Ampel
CSU in Bayern gegen Hygienebarometer
von Alexandra Leibfried
MÜNCHEN. Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat die Einführung einer Hygiene-Ampel abgelehnt. Wenige Wochen vorher hatten sich die Verbraucherschutzminister der Bundesländer bei einer Konferenz in Bremen dafür entschieden, ein solches Bewertungssystem für deutsche Gastronomen einzuführen.
Mittlerweile gibt es viele Kritiker: Zuerst die Wirtschaftsminister der Länder, die schnell nach der Abstimmung in einer eigenen Konferenz Zweifel äußerten. Der bayerische Verbraucherminister Markus Söder (CSU) hatte sowieso gegen die Einführung einer solchen Ampel gestimmt. Zudem Verbände, deren Meinung nach die Hygiene-Standards in der Gastronomie ausreichten. "Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Bayern begrüßt die Initiative der CSU-Landtagsfraktion, sich gegen die Einführung eines Hygienebarometers einzusetzen", gibt Präsident Ulrich Brandl bekannt. So warne Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, davor, dass dieses System nicht mehr Aufklärung für die Kunden brächte, sondern ein moderner Pranger sei, bei dem zu befürchten sei, dass er Existenzen unnötig gefährde.
Bürokratisches Monstrum
DEHOGA-Bayern-Präsident Ulrich Brandl pflichtet bei: „Die geplante Einführung eines Hygiene-Barometers würde ungeahnte Folgen haben. Das geplante bürokratische Monstrum eines Hygienebarometers darf so nicht in die Tat umgesetzt werden.“
Gründe dafür gibt es seiner Meinung nach unzählige: "Die Farben Rot, Gelb, Grün besitzen wenig Transparenz, da sie den Gästen keine Auskunft darüber geben, aufgrund welcher Kriterien und in welchen Betriebsbereichen das Kontrollergebnis zustande gekommen ist. Das Hygienebarometer kann sogar den Verbraucher verunsichern, wenn ein Betrieb trotz roter Ampel weiter geöffnet ist. Das Ziel eines verbesserten Verbraucherschutzes wird damit nicht erreicht, sondern konterkariert."


