Luftverkehrssteuer
Fluggäste wandern von deutschen Flughäfen ab
FRANKFURT/M. Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) sieht sich in seiner Befürchtung bestätigt. Der Verband hatte bereits im Sommer 2012 vor der Einführung der Luftverkehrssteuer gewarnt. Sie sei potenziell schädlich nicht nur für Airlines und reisende Unternehmen, sondern für die Reisebranche insgesamt und die gesamte Volkswirtschaft.
Das Gutachten des Bundesfinanzministeriums (BMF) zur Auswirkung der Luftverkehrsteuer bestätigt jetzt diese Befürchtungen: Die sogenannte Umweltabgabe habe zwei Mio. Passagiere gekostet, so das Handelsblatt, dem das Gutachten vorliegt. Danach sei ein Teil der Fluggäste auf grenznahe Flughäfen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden ausgewichen.
„Jetzt können wir nur hoffen, dass die Zahlen Minister Ramsauer überzeugen und er seinen Worten Taten folgen lässt“, sagt VDR-Präsident Dirk Gerdom. Im Mai 2012 hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer Änderungen an der bestehenden SteuerFinanzielle Einnahmequelle des Staats und zugleich wichtigstes Instrument zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben.
weiter mit Mausklick... nicht ausgeschlossen, sollte die Überprüfung durch das Finanzministerium entsprechende Ergebnisse liefern.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte die Steuer Anfang 2011 eingeführt. Sie betrug zunächst je nach Entfernung zwischen acht und 45 Euro pro Passagier. 2012 wurde die Steuer wegen zusätzlicher Belastungen der Fluglinien durch die Klimaschutzabgabe im Zuge des Emissionshandels leicht gesenkt. Ursprünglich sollte die Steuer mit der Einführung des Emissionshandels zurückgenommen werden. Stattdessen war eine Überprüfung angekündigt worden. red/rk

