Gebühren
Freiburg will Außengastro-Abgabe drastisch erhöhen
von Ralph Lacher
FREIBURG. Sonniges Wetter, vollbesetzte Stühle auf den Freisitzflächen der Cafés und Restaurants. Davon will nun offenbar auch die Freiburger Stadtverwaltung mehr als bisher profitieren: Im nächsten Jahr sollen die Gebühren für die Außenflächen um bis zu 50 Prozent steigen.
Die Gastronomen sind empört. Sie verweisen darauf, dass Freiburg schon jetzt bei den Gastroflächen die drittteuerste Stadt in Baden-Württemberg sei. Der Bund der Steuerzahler kommt in einer Expertise sogar zur Einschätzung, dass die Wirte in Freiburg "richtig geschröpft" werden.
Wirte sind empört
Nun hat das zuständige Garten- und Tiefbauamt bei einer Besprechung mit Vertretern der Gastronomie die Katze aus dem Sack gelassen: Das Amt will dem Gemeinderat vorschlagen, die Gebühren für die Außenbestuhlung zu erhöhen, welche die Wirte auf städtischem Terrain aufbauen. Eine Umfrage des Amtes hatte ergeben, dass Freiburg hier im Vergleich mit anderen Städten am unteren Ende der Preistabelle liege, so Stadtsprecherin Edith Lamersdorf. Deswegen werde das Garten- und Tiefbauamt den Stadträten die Erhöhung vorschlagen. Die Stadtverwaltung verspricht sich höhere Einnahmen. Bislang erlöste die Stadt durch die Gebühren rund 150.000 Euro.


