Recht
Fußball muss nicht über Sky empfangen werden
von Ulrich Jungk
STUTTGART. In deutschlandweit rund 20.000 Kneipen hält König Fussball regelmäßig Hof. Der Münchner Pay-TV-Sender Sky bietet Wirten wie dem Stuttgarter Dzevad Saldie (63) die Möglichkeit, in seinem Lokal Zum Dortmunder durch die Übertragung von Bundesliga- und Champions-League-Spielen Zusatzumsatz zu machen. Saldie zahlt als langjähriger Sky-Kunde dafür jährlich rund 2400 Euro. Und er zahlt gerne, „denn beim Fussball läuft der Zapfhahn“, so Saldie.
Vom Urteil des EU-Gerichtshofes in Luxemburg hat das DEHOGA-Mitglied am Dienstag dieser Woche via Radio erfahren. Dass Fans das Recht haben müssen, Spiele über den günstigsten Satellitendecoder zu sehen, das findet Saldies Zustimmung. Aber dass die europaweit günstigste Variante derzeit ein griechischer Pay-TV-Anbieter ist, stößt bei dem Wirt auf wenig Verständnis. „Wer übersetzt dann die Spiele?“
Beim DEHOGA Baden-Württemberg freut man sich über das EU-Urteil. „Mehr Wettbewerb ist grundsätzlich zu begrüßen“, sagt Pressesprecher Daniel Ohl der AHGZ.
