Rauchverbot
Jetzt geraten auch E-Zigaretten ins Kreuzfeuer der Kritik
von Thomas Klaus
BREMEN. Das Nichtraucherschutzgesetz wird gerade in der Gastronomie diskutiert. Inzwischen bieten Online-Händler elektronische Zigaretten, Zigarren und Pfeifen, so genannten E-Dampfer an. Dagegen wettert Bremens Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD). Sie behauptet: "Von nikotinfreien Lösungen für E-Zigaretten und von den E-Zigaretten selbst können erhebliche gesundheitliche Risiken ausgehen. Dabei kommt es allerdings auf den Einzelfall an."
Für die Verfechter der Nichtraucherschutzgesetze ist der Umgang mit E-Zigaretten heikel. Denn oft fehlen klare Regelungen zu dieser Frage, so auch im Bremischen Nichtraucherschutzgesetz. Die Senatorin ist jedoch dafür, dass das gesetzliche Rauchverbot in der Gastronomie und anderen Bereichen der Öffentlichkeit auch auf elektronische Zigaretten ausgedehnt werden sollte.Zugleich räumt die Politikerin ein, dass es bisher keine belastbaren wissenschaftlichen Untersuchungen zu den möglichen Schäden durch E-Zigaretten gibt. Renate Jürgens-Pieper: "Es ist also derzeit nicht möglich, abzuschätzen, inwieweit elektronische Zigaretten die Innenraumluft belasten und damit nicht nur die Anwenderinnen und Anwender, sondern auch andere anwesende Personen gefährden."
E-Zigaretten laufen Gesetz zuwider
Davon unabhängig hält es die Senatorin aber für "sehr problematisch", wenn etwa in der Gastronomie außerhalb von Raucherbereichen E-Zigaretten konsumiert werden. Das laufe der bisher erreichten Akzeptanz für die Nichtraucherschutz-Bestimmungen zuwider und verunsichere vor allem Kinder und Jugendliche, so das Kabinettsmitglied.
Bei normalen Zigaretten verbrennt Tabak. Dabei entstehen Schadstoffe. Bei E-Zigaretten dagegen verdampft Flüssigkeit. Es soll das sensorische Gefühl des Rauchens erzeugen. E-Zigaretten werden von einem Akku angetrieben, sehen einer herkömmlichen Zigarette relativ ähnlich und haben eine glutähnliche Diode, die bei jedem Zug aufleuchtet. red/kik

