Studie
Kommunen schröpfen Wirte
LEIPZIG. BewirtungBetriebliche, meist entgeltliche Verköstigung von solchen Personen, die keine Arbeitnehmer des Unternehmers sind .
weiter mit Mausklick... im Freien gehört zu den verlässlichsten Umsatzbringern fürs Gastgewerbe. Doch Städte wollen kräftig absahnen. Mit den „Sondernutzungsgebühren für Außenbewirtschaftung“ kassieren die 117 größten Kommunen Deutschlands von den Wirten jährlich 16 Mio. Euro.
Spitzenreiter ist laut einer Erhebung des Reiseportals Ab-in-den-Urlaub.de Hannover. Hier sind für das Aufstellen von Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen in der besten Lage durchschnittlich 256,80 Euro pro Monat fällig – bei gerade mal 20 Quadratmetern Stellfläche. Es folgen Rostock, Bonn, Darmstadt und Konstanz.
Insgesamt ein Drittel der Städte klassifiziert die Studie, die auch auf Schätzwerten beruht, als „zu teuer“ – auch, weil die Gebühren angesichts des Touristenaufkommens zu hoch sind. Etwa in Straubing oder Wuppertal. Doch auch in Passau, Konstanz, Mannheim, Heidelberg und Potsdam ist das Verhältnis zwischen möglichem UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
weiter mit Mausklick... und Gebühren unausgewogen. Knapp 50 Städte haben dagegen laut Erhebung besonders günstige Konditionen für die Außenbewirtschaftung. Dazu zählen Frankfurt/M., Berlin und Dresden, aber auch Bremen, Münster oder Freiburg. In diesen Städten sind monatlich maximal 94,40 Euro zu überweisen. Flächen zum Nulltarif gibt es indessen in Kiel, wo man die Attraktivität entsprechender Angebote für den Tourismus erkannt hat.
Perfide aus Wirtesicht ist die oftmals gängige Praxis, Gebühren ab dem zweiten Jahr zu erhöhen. In Berlin etwa verdoppelt sich der Obulus und steigt im Folgejahr nochmals an. Ebenso ärgerlich ist es, dass die Städte bereits die Antragstellung mit einer Gebühr belegen. Spitzenreiter ist Köln mit 500 Euro (inklusive 100 Euro für den Ortstermin), gefolgt von Berlin (433,50 Euro), Münster und Dresden. In immerhin 19 Städten gibt es keine Antragsgebühren.


