Hygienebarometer
Länder können Hygiene-Ampel verpflichtend einführen
von Melanie Lechner
MÜNCHEN. Nachdem die bundeseinheitliche Hygiene-Ampel vom Tisch ist, können die einzelnen Bundesländer nun ein verpflichtendes Kontrollbarometer einführen. Das meldet der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Bayern und beruft sich dabei auf eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Der bayerische Landesverband bezieht Stellung gegen das Hygienebarometer und hofft, durch Zusammenarbeit mit der Politik eine Einführung im Freistaat verhindern zu können.
Der betreffende § 40 LFGB (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch) soll um einen neuen AbsatzAlle Tätigkeiten, die dazu bestimmt sind, die Abgabe von Gästezimmern, Gastronomieangebote und anderer Produkte sowie Serviceleistungen in den Markt zu bewirken.
weiter mit Mausklick... 6 dahingehend erweitert werden, dass die Länder ausdrücklich "weitergehende Regelungen zur Information der Verbraucher über die Ergebnisse der amtlichen Kontrollen von Betrieben treffen" können.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte vor der Konferenz der Länder-Verbraucherminister noch einmal eine einheitliche Hygiene-Ampel am Eingang von Gaststätten gefordert. Dies wird aufgrund nach wie vor bestehender Probleme in der Umsetzung weiterhin abgelehnt. Es soll den Ländern selbst überlassen werden, ein verpflichtendes Kontrollbarometer für Gaststätten, Restaurants und andere Betriebe einzuführen.
Diese Entscheidung ist nach der Einführung des seit 1. September gültigen Internetprangers für das deutsche Gastgewerbe eine weitere Belastung, jedoch geht DEHOGA Bayerns Präsident Ulrich N. Brandl davon aus, dass „wir auf Grund der guten Zusammenarbeit mit der bayerischen Landespolitik sowie nach intensivem Austausch mit Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und unserem unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Branche in Bayern von diesem populistischen Irrsinn verschont bleiben“.
Schon bei der Verbraucherschutzministerkonferenz im Mai 2011 machte Brandl deutlich: „Gegen das Hygiene-Barometer zu sein, heißt nicht gegen Hygiene zu sein – das Hygiene-Barometer ist nur der falsche Weg zum richtigen Ziel.“ Damals konnte das Bestreben einzelner Minister, eine bundesweit einheitliche Veröffentlichung der Hygienestandards in Restaurants einzuführen, abgewehrt werden.
„Es bleibt dabei, wir stehen für Prävention statt Repression. Zudem konnte mir nach wie vor niemand erklären, inwiefern ein roter Farbbalken vor einem Schmuddelbetrieb einen besseren Verbraucherschutz bedeuten soll, als die bereits heute mögliche und auch praktizierte sofortige Schließung eines solchen Hauses“, so Brandl.





Armin Wolf, Fulda
13.09.2012 um 18:22
Betreff: Hygiene ist ein Dauerthema
Das Verwenden eines Eigenkontrollkonzeptes als Qualitätswerkzeug hilft nicht nur hygienische Anforderungen sondern auch das eigene Qualitätsverständnis im Betrieb umzusetzen. Leider ist das in lebensmittelverarbeitenden noch nicht die Regel. Vielmehr werden nicht auf die eigenen Bedürfnisse angepasste Vorgehensweisen übernommen und manchmal auch sinnfrei dokumentiert.
Hier sind ein Überdenken und eine Anpassung an die eigenen Bedürfnisse sinnvoll.
Dann klappt es auch mit der Hygiene?