Mindestlohn

Bürokratische Herausforderungen: Viele Betriebe beklagen die strenge Dokumentationspflicht

© PetraD/Colourbox.de

DEHOGA-Umfrage

Mindestlohn bringt höhere Kosten und Bürokratiefrust

25. Januar 2016

BERLIN. Die gesetzlich festgelegte tägliche Höchstarbeitszeit von 10 Stunden macht vielen Hotel- und Gastronomiebetrieben zu schaffen. Denn sie schränkt ihre Flexibilität ein. Das ergibt eine Umfrage des Branchenverbands DEHOGA
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. „Die tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden entspricht nicht der Lebenswirklichkeit und stellt die Betriebe bei Veranstaltungen und Nebenbeschäftigten vor schier unlösbare Probleme“, so Bundespräsident .

Bei der Mitgliederumfrage des Verbands haben 87,4 Prozent der befragten Betriebe den DEHOGA-Vorschlag unterstützt, von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen, so wie es die Europäische Arbeitszeitrichtlinie vorsieht. Dabei gehe es nicht um eine Verlängerung der Gesamtarbeitszeit, sondern lediglich um mehr Flexibilität. „Die Politik muss den dringenden Handlungsbedarf endlich anerkennen und Lösungen schaffen“, so Fischer weiter.

Der habe zudem in vielen Hotel- und Gastronomiebetrieben zu höheren KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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geführt – sowohl im Bereich PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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als auch bei Lieferanten und Dienstleistern. 62,3 Prozent beklagen sinkende Erträge. „Der Mindestlohn hat die Kosten und den bürokratischen AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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in die Höhe getrieben – beides ist Gift für unsere Investitions- und Wachstumsstärke.“

Die befragten Unternehmer reagierten auf die gestiegenen Kosten unterschiedlich: 51 Prozent änderten ihre Dienstpläne, 49,9 Prozent erhöhten die Preise und 35,8 Prozent schränkten die Öffnungszeiten ein. In Ostdeutschland liegen die Preiserhöhungen mit 71,2 Prozent an erster Stelle. „Aufgrund des Kostendrucks war dieser Schritt für viele Betriebe notwendig, die Preisanpassungen sind allerdings moderat und mit Augenmaß“, so Fischer, und weiter: „Anlass zur Sorge gibt uns zudem, dass ein Fünftel der Betriebe äußert, Angestellte zu reduzieren. Der Mindestlohn bleibt damit ein Risiko für den Arbeitsmarkt.“

Zur Umfrage:

An der DEHOGA-Umfrage haben sich online 4958 Betriebe (West 4273 // Ost ohne Berlin 685) zwischen dem 18. Dezember 2015 und dem 21. Januar 2016 beteiligt. Unter den Antwortenden gehören 61,2 Prozent zum Gaststätten- und 38,8 Prozent zum Beherbergungsgewerbe. Auffällig sind rund 1000 Einzelanmerkungen der Betriebe, die meisten üben Kritik an der und am .

red/rk


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Wie werden die Gäste reagieren? Die Dokumentationspflicht macht Feiern bis in die Puppen schwierig.
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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

C. S., K.
C. S., K.

26.01.2016 um 16:31

Betreff: Mindestlohn bringt höhere Kosten und Bürokratiefrust

Ich finde es schon Bedenklich das immer noch eine höhere Arbeitszeit gefordert wird und mit Reduzierung der Angestellten wegen des Mindestlohnes gejammert und gedrohrt wird. Die Gastronomie brauch sich nicht wundern das sie keine Fachkräfte mehr bekommt, man möchte immer das obtimalste wenig zahlen und arbeiten bis zum Umfallen. Monsterschicheten von 10 - 14 Stunden und mehr sind doch an der Tagesordnung.Geht doch endlich mal anständig damit um und hört auf zu jammern. In der Industrie klappt das auch und das es immer noch Hoteliers gibt die tatsächlich einen Mehraufwand in der Dokumentationspflicht beklagen ist lächerlich. Mit einem bischen guten Willen und einer Vernünftigen Personalpolitik ist das überhaupt kein Problem, aber wenn man schon bei der Dokumentationspflicht jammert das wäre zuviel arbeit dann wird es vielleicht noch mal an der Zeit zu sehen , was die Angestellten in den 14 Stunden am Tasg alles so leisten müssen.Und die Leute zu entlassen und die anderen deren arbeit mitmachen zu lassen zeugt nicht gerade von einer strukturierten und durchdachten Pesrsonalpolitik. Jeder hat mitlerweile den Mindestlohn akzeptiert und sich irgendwie damit arrangiert, sogar in der Pflege klappt das, dann sollte das in der Gastro ja wohl auch klappen und nicht so schwer sein. Außerdem finde ich es eine Unverschämtheit, wenn man so wenig Wertschätzung seinen Angestellten entgegenbringt und noch nichtmals den Mindestlohn zahlen will.

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