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Ungewisse Herkunft: Viele Wirte verraten in der Karte nicht genau, wo das Fleisch herkommt

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Österreichs Bauern fordern Kennzeichnung von Fleisch in der Gastronomie

8. Februar 2016

WIEN. Die Bauern in Österreich wünschen sich, dass die Herkunft des Fleisches auch in der Gastronomie immer extra ausgewiesen wird. „Um die Preise für heimische Agrarprodukte in Zukunft spürbar zu verbessern, müssen wir den kaufkräftigen Kunden auch die Chance geben, bewusst zu österreichischer Qualität zu greifen. Dies funktioniert nur, wenn die Herkunft auch erkennbar ist“, sagte Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich.

Dass die Kunden bereit seien, für höhere Qualität mehr Geld zu bezahlen, zeigten das AMA-Gütesiegel, Bio-Produkte oder die Heumilch. Allein das AMA-Gütesiegel, benannt nach dem Agrar Markt Austria, sorge für einen Mehrwert bei den bäuerlichen Betrieben von rund 60 Mio. Euro. „Nun gilt es, die Herkunft der heimischen Qualität vom Feld oder Stall bis zum Teller einfach und unbürokratisch sichtbar zu machen“ so Schultes weiter. Damit meinte er diejenigen 2,5 Mio. Österreicher, die täglich außer Haus essen. Sie hätten das Recht zu wissen, woher Eier oder auf ihrem Teller stammen.

Die Forderung nach der Herkunftskennzeichnung von Fleisch in der Gastronomie ist ein Teil eines Maßnahmenpakets, das die derzeit von der Politik fordert. Dazu gehören außerdem unter anderem, dass die Verwaltung vereinfacht, die SteuerFinanzielle Einnahmequelle des Staats und zugleich wichtigstes Instrument zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben.
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für Treibstoff gesenkt und das durch den Klimawandel gestiegene Risiko von Ernteausfällen abgesichert wird.

Aus Österreichs Gastronomie, die die geforderte Kennzeichnung des Fleisches dann umsetzen müsste, kommen kritische Stimmen. Denn eine verpflichtende Kennzeichnung würde einen enormen zusätzlichen bürokratischen AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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mit sich bringen, so der Fachverband Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich. Es sei grundsätzlich verständlich und legitim, dass sich die heimischen Bauern einen höheren AbsatzAlle Tätigkeiten, die dazu bestimmt sind, die Abgabe von Gästezimmern, Gastronomieangebote und anderer Produkte sowie Serviceleistungen in den Markt zu bewirken.
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von heimischen Lebensmitteln in Österreich wünschen, so der Fachverbandsobmann . „Es kann aber nicht sein, dass dafür die Gastronomen als ihre Abnehmer die Zeche in Form von weiteren Zwangsauflagen zahlen sollten.“ rk


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