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HRS-Chef-Tobias Ragge: HRS ist auf dem deutschen Markt erheblich benachteiligt worden

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HRS-Chef Tobias Ragge

„Träges Vorgehen der deutschen Wettbewerbsbehörde“

29. Januar 2016

KÖLN. wurde die Best-PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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-Klausel zwar vom untersagt, Mitbewerber darf den „Besten Preis“ aber weiterhin einfordern. Der deutsche Marktteilnehmer , der bereits seit zwei Jahren auf die umstrittene Klausel verzichten muss, meldet sich jetzt zu Wort. „HRS begrüßt, dass die Behörde endlich ein Stück weit mehr zu einheitlichen Marktbedingungen in Deutschland beigetragen hat. Nichtsdestotrotz ist es aus Sicht von HRS unverständlich, weswegen eine Entscheidung gegen Expedia weiterhin ausstehend ist. Die Verträge und Geschäftspraktiken von Expedia unterscheiden sich nicht von denen anderer Marktteilnehmer“, teilt HRS-Chef der AHGZ mit.

HRS sei zudem auf dem deutschen Markt erheblich benachteiligt worden, da es das Einfordern der schon vor zwei Jahren untersagt bekommen hat. Ragge bemängelt in diesem Zusammenhang ein „träges Vorgehen der deutschen Wettbewerbsbehörde“. „HRS erwartet vom Kartellamt, dass es im Falle Expedia deutlich schneller zu einer Entscheidung kommt und nicht erneut weitere Jahre ins Land ziehen.“

HRS plädiert für „enge Best-Preis-Klausel“

Zudem sei aus HRS-Sicht nicht nachvollziehbar, weswegen sich das deutsche Kartellamt von der Entwicklung in den übrigen europäischen Staaten isoliere und das Thema Best-Preis-Klauseln anders bewerte. So haben insbesondere die Wettbewerbsbehörden in Italien, Schweden, Griechenland, Irland, Polen und der Schweiz inzwischen die „enge Best-Preis-Klausel“ akzeptiert beziehungsweise diese kartellrechtlich nicht beanstandet. „Das deutsche Kartellamt steht somit mit seiner Auffassung der ‚Komplettuntersagung’ von Paritätsverpflichtungen weiterhin allein da“, kritisiert HRS.

Unter der „engen Preis-Preis-Klausel“ wird in Branchenkreisen verstanden, dass Hoteliers dem jeweiligen Portal durchaus einen höheren Preis geben können als einem Mitbewerber unter den Portalen. Auf der eigenen Website darf der Preis jedoch nicht günstiger sein als bei den Portalen. Unter Hoteliers wird diese Vorgehensweise kritisiert, auch im Ausland, wie zum Beispiel der Schweiz, weil sie den DirektvertriebVerkaufskanal, bei dem zwischen Anbieter und Nachfrager keine Handelsbetriebe bzw.
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behindere.  red/rk


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