AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Profil
Wolfgang Foerster
Inhaber
GastroTRAIN - Trainer für Gastfreundschaft, Seminare - Coaching - Mystery Guest
Berufserfahrung
- 01/2004 - heute
Inhaber (Freiberufler)
GastroTRAIN - Trainer für Gastfreundschaft: Servicequalität, Personalentwicklung, Seminare u Coaching, www.gastro-train.de
Branche: Hotellerie
Auszeichnungen
- 2007TÜV-Trainer-Zertifikat
- 2007BDVT-Trainer-Diplom
Studium
Hotelfachschule Lausanne (Dipl.-Betriebswirt (Lausanne))
Kontaktdaten
-
- Hauptstraße 38
65812 Bad Soden am Taunus - 06196 9997471
- keine Angabe
- keine Angabe
-
keine Angabe
- keine Angabe
Bestätigte Kontakte
-
Kurt Berndt
Kurt Berndt~Hospitality Operations
Eigentümer
-
René Felzmann
René Felzmann Immobilien
Inhaber
-
Ralph Hilse
STAGE GOURMET Gastronomie & Catering
Geschäftsführer/Inhaber
-
Peter Häfner
Gasthaus Zum Löwen
Inhaber
-
Ulrich Jungk
Matthaes Verlag GmbH
stellv. Chefredakteur
-
Silke Liebig-Braunholz
Redaktionsbüro Liebig-Braunholz
Inhaber
-
Andreas Pfeifer
Die Heldenhelfer GmbH - Marketing für Gastgeber
Geschäftsführer
-
Peter Weckesser
Pro Mensch im Unternehmen
GF
Ihre Kommentare
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vom 12.02.2013 um 16:47
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Grauhotellerie"
Diese Grauhotellerie ist nicht nur ein Problem für alle Hoteliers und Gastronomen. In Berlin und anderen Großstädten gibt es inzwischen eine wachsende Zahl an "normalen" Mietern, die sich ihre Mietwohnung durch tageweise Untervermietung an Touristen komplett finanzieren. Auf einschlägigen Internetseiten findet man tausende solcher Angebote. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Problem für die Bevölkerung in den Städten, weil durch sie die Mietpreise für Wohnungen enorm ansteigen. Plötzlich werden Mietpreise bezahlt, die als reine Mietwohung nie bezahlt würden und auch völlig am Mietspiegel der Städte vorbeigehen.
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vom 20.01.2013 um 19:09
Artikel: "Wenn das Wort nichts mehr gilt"
Betreff: "Handschlag-Geschäfte sollten auf Gegenseitigkeit beruhen "
Ein Bewerber, der seinen frischen Arbeitsvertrag wenige Tage vor Arbeitsantritt kündigt, nicht zum vereinbarten ersten Arbeitstag erscheint und lapidar erklärt, er habe sich nun doch anders entschieden, das ist nicht fein, das ist nicht wertschätzend, das verursacht Ärger, Frust und Kosten beim verschmähten Gegenüber, in diesem Fall beim gedachten neuen Arbeitgeber.
Aber welches Bild zeichnet denn der beschriebene Fall vom potentiellen neuen Arbeitgeber? Hat dieser es geschafft, ein vertrauensvolles Verhältnis anzubahnen? Oder könnte es eventuell auch eine andere Seite der Medaille geben? Ich erlebe es immer wieder in meinen Betriebsberatungen, dass Betriebe mehrere Dutzend Bewerbungen auf eine einzige Stelle erhalten. Natürlich ist es aufwändig, jedem zu antworten und naturgemäß bekommen die meisten Bewerber eine Absage, denn es wird ja nur eine einzige Position ausgeschrieben. aber: Ist es den Bewerbern gegenüber fein und wertschätzend, wenn die Informationen als Standard-Textbaustein per Mail verschickt werden? ...wenn die Personalabteilungen oft nicht einmal in der Lage sind, den Namen eines Bewerbers richtig zu schreiben? ...wenn in den Mails mit keinem Wort auf den Bewerber individuell eingegangen wird? ...wenn man keine Telefonnummer veröffentlicht, aus Angst, die Bewerber könnten persönlich anrufen? ...wenn die Mails oft nicht einmal namentlich, sondern nur mit "Personalabteilung" unterschrieben sind?
Wertschätzung ist etwas Gegenseitiges und ich rate meinen Beratungskunden immer, alle Bewerber ebenso fein und menschlich zu behandeln, wie ihre Gäste. Und wer das tut, riskiert auch nicht, von einem Bewerber plötzlich kurz vor knapp sitzengelassen zu werden, denn bei respektvollem und wertschätzendem Umgang wäre der Kontakt auch während des Bewerbungsvorgangs inzwischen so eng geworden, dass sich die Frage für den Bewerber gar nicht stellen würde. Das lässt sich erreichen, das kann man lernen und es trägt reiche Früchte für den Betrieb in Form von Mehrumsatz und niedriger Fluktuation.
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vom 07.01.2013 um 01:31
Artikel: "Talente gezielt fördern"
Betreff: "Anerkennung motiviert"
Ich erlebe es immer wieder in meinen Seminaren und Betriebsberatungen: Anerkennung motiviert. Jeder möchte gerne gute Leistung bringen und ein solches Programm macht beiden Spaß, dem Lehrenden, weil er stolz auf seine Erfahrung und sein Wissen sein kann; und dem Lernenden, weil er vom Mentor ernst genommen und seine Leistung wertgeschätzt wird.
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vom 02.12.2012 um 19:09
Artikel: "Sterne ade"
Betreff: "Recht haben sie"
Recht hat er, der Dieter Müller von Motel-One, denn die Sterne sagen immer weniger über die Qualität eines Betriebes aus. Es geht ja nicht nur um Freundlichkeit und Sauberkeit, die nicht erfasst werden. Auch Investitionsstaus erkennt man nicht und die Frage nach der Servicequalität bleibt gänzlich auf der Strecke.
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vom 02.12.2012 um 19:05
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Wir machen uns vom Akku abhängig"
Dass ohne Strom heutzutage nichts mehr funktionieren würde, ist jedem klar. Dass Staaten zu einem Kriegsgewinn heute keine Waffen mehr bräuchten, sondern nur den Hauptschalter des gegnerischen Landes umlegen müssten, wurde auch schon eindrucksvoll bewiesen. Dass Supermarktkassen, Geldautomaten, Tankstellen, aber auch Hoteltüren, Herde, Check-In-Systeme, Flurbeleuchtungen und Hotelzimmer-Türen nicht mehr funktionieren würden, das wissen wir auch. Aber die hängen wenigstens noch alle am Stromnetz der Stadt und des Gebäudes. Das Smartphone aber ist von der Akkuladung abhängig, und sich davon abhängig zu machen, halte ich für leichtsinnig. Wenn man wegen fehlender Akkuladung nicht telefonieren kann, dann ist das zwar nicht schön, aber es blockiert einen noch nicht. Wenn man aber wegen fehlender Akkuladung den Boardingpass am Flughafen nicht mehr nachweisen kann, das Bahnticket im ICE nicht mehr zeigen kann, oder die Zimmertür im Hotel nicht mehr öffnen kann, dann wird das Ganze doch sehr unangenehm und kann ganze Reisen komplett unmöglich machen. Deshalb meine ich: Einchecken, zahlen und Zimmertür öffnen per Smartphone mag eine nette Spielerei sein, aber man sollte immer einen Plan-B, sollte immer ein Backup zur Verfügung haben. Alleine auf das Smartphone sollte man sich nicht verlassen.
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vom 19.09.2012 um 10:12
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Wir erblinden innerhalb von Minuten"
Was hilft gegen Betriebsblindheit? Machen Sie für sich selbst einen Sport daraus, sehend zu bleiben. Gehen Sie auf die Jagd nach Unzulänglichkeiten, nach Routinen, nach "das machen wir schon immer so", nach Eingefahrenem und nach Fehlern.
Machen Sie für sich einen Sport daraus, mehr zu sehen, als andere. Vielleicht kennen Sie dieses Seminarspiel: Der Trainer bittet Sie, alles zu finden und aufzuzählen, was im Raum blau ist. Dann bittet er Sie, die Augen zu schließen und aus dem Gedächtnis alles aufzuzählen, was rot ist. Natürlich gibt es großes Gelächter und Schulterzucken, denn niemand kann Rotes aufzählen, man hat ja nach dem Blauen gesucht. So ist es auch im Betrieb: Wir sehen nur das, worauf wir uns konzentrieren und fokussieren. Themen und Dinge, die wir nicht auf unserem Radarschirm haben, übersehen wir.
Deshalb gibt es drei Dinge, die Sie tun können, um sehend zu werden:
1. Machen Sie für sich und Ihr Team einen Sport daraus, mehr zu sehen, als andere.
2. Besuchen Sie zwei mal pro Monat einen anderen Betrieb und schauen Sie, was dort anders ist.
3. Stellen Sie Ihren Gästen im persönlichen Gespräch zwei Fragen: Was ihnen besonders gut gefallen habe? Was Ihren Aufenthalt noch schöner gemacht hätte?
Mit diesen drei Maßnahmen, konsequent und regelmäßig umgesetzt, werden Sie nie wieder unter Betriebsblindheit leiden. Versprochen.
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vom 19.09.2012 um 09:27
Artikel: "Führen wird komplexer"
Betreff: "Wenn das Fundament fehlt, helfen die besten Werkzeuge wenig"
Frau von Bonin und auch Herr Kirchberger in seinem Kommentar haben mit allem Recht, was sie schreiben, und für die allermeisten Führungskräfte ist dies alles auch nichts Neues. Im Gegenteil, sie hören diese Sätze in jedem zweiten Führungskräfte-Seminar, und trotzdem gelingt den Wenigsten die praktische Umsetzung im täglichen Arbeitsleben. Warum nicht?
Weil der Unterbau fehlt, das Fundament in Inneren der Führungskräfte fehlt. Alles, was Frau von Bonin und auch Herr Kirchberger beschreiben, sind Werkzeuge, gute und passende Werkzeuge ganz ohne Zweifel. Aber diese guten Werkzeuge kann man als Führungskraft dann anwenden, und nur dann, wenn man bei sich selbst anfängt; wenn man mit sich selbst im Reinen ist, wenn man sich seiner Sache sicher ist, wenn man Selbstvertrauen hat und ohne Ängste arbeitet. Ein gewisser gesunder Egoismus ist dabei wichtig, darf aber nicht in krankmachende Egozentrik abkippen. Ein gesundes Selbstvertrauen, aber ohne Überheblichkeit. Angstfrei aber nicht blauäugig.
Was fehlt, ist die viel zitiere positive innere Einstellung. Sie ist das nötige Fundament für einen erfolgreichen Umgang mit Mitarbeitern, mit Kollegen, Lieferanten, Freunden und allen anderen Menschen. Leider können wir Menschen uns nicht eine bestimme Einstellung auf Dauer einprogrammieren, sondern wir müssen uns jeden einzelnen Tag morgens vor dem Spiegel bewusst dafür entscheiden, wie wir heute die Welt sehen wollen, wie wir auf Menschen zugehen wollen, wie wir führen wollen. Und dies gelingt nur, wenn wir uns für uns selbst auch Zeit nehmen, um Musik zu hören, spazieren zu gehen, den Wind in den Blättern rauschen zu hören und die Vögel zu beobachten. Das klingt leicht und ist doch so schwer. Aber es lohnt sich. Probieren Sie es einmal ...
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vom 28.08.2012 um 17:34
Artikel: "Was macht eigentlich ein Guest Relation Manager?"
Betreff: "Der mit den Gästen tanzt"
Es war einmal, vor langer Zeit, da gab es noch keinen ROI sondern Geschäfte, die sich lohnten. Es gab kein Yield Managment, keine Best Available Rate, keine Justbook-Rate, kein Benchmarking und kein Dynamic Pricing, keine Economies of Scale und vorallem kein Reporting für die Shareholder mit Ihrem Value. Heutige Hoteldirektoren sind - oft sehr unfreiwillig - meist keine Gastgeber mehr, sondern Verwalter, Controller, Zahlenoptimierer und Berichterstatter, die Gäste nur noch als Cluster sehen dürfen. Da bleibt kaum noch Zeit, sich um die Menschen zu kümmern. Gut, dass man das in vielen Häusern erkannt hat und nun Mitarbeiter einstellt, die diejenigen Aufgaben des Hoteldirektors übernehmen, der eigentlich einem Hoteldirektor am meisten Spaß und Freude machen sollte, nämlich der Umgang mit den Gästen. Allerdings bin ich überzeugt: Den Gästen wäre es deutlich lieber, der Hoteldirektor würde diese zwischenmenschlichen Gastgeber-Aufgaben übernehmen, sich den Gästen zeigen und sie wertschätzen. Und für die Zahlenaufgaben würde er jemanden einstellen. Also genau umgekehrt, als es heute geschieht: Der Hoteldirektor sollte sich an der Front um die Gäste kümmern, ein wie auch immer genannter Finanzer sollte den Backofficebereich leiten. Das wäre gelebte Gastfreundschaft.
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vom 26.08.2012 um 18:56
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Deutsche Profis haben den besten Ruf"
Es ist von Frau Zawada polemisch, unfair, demotivierend und grundfalsch, unsere Azubis als "Deppen" zu bezeichnen, die "nicht mal das kleine 1 x 1 beherrschen". Es ist sehr schade, wenn Frau Zawada diese Erfahrungen offenbar gemacht hat, denn das Gegenteil ist wahr: es gibt in unserem Beruf sehr viele hochmotivierte Azubis, die mit viel Freude, Kreativität, Einsatzbereitschaft und Erfolg Berufe in der Gastronomie erlernen. Hoteliers und Köche mit einer Ausbildung aus Deutschland gehören weltweit zu den gefragtesten Profis und genießen einen ausgezeichneten Ruf. Das kommt nicht von Ungefähr und wäre wohl mit lauter Deppen nicht zu schaffen. Wir haben eine hochmotivierte und neugierige Jugend in unserem Land, die zu phantastischen Leistungen in der Lage ist. Sicherlich kann man immer noch etwas verbessern, an unserem Schulsystem und der Lehrerausbildung, an den Klassengrößen und an den Lehrbüchern, an den Erziehungsmethoden und am Wetter. Aber wenn Ausbilder und Führungskräfte mit Lob und Anerkennung agieren, die Azubis wertschätzen, als Menschen respektieren und einbinden, dann werden alle Azubis mit Freude ihr Bestes geben. Denn frei nach Henry Ford gilt nach wie vor: Jede Führungskraft hat die Azubis, die sie verdient.
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vom 26.08.2012 um 17:49
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Der schalldichte Garderobenschrank für Smartphones "
Es handelt sich dabei um das "Eva Restaurant" in Los Angeles, und wie man auf dessen Homepage sehen kann, ist es ein durchaus gehobenes und stilvolles Restaurant. In einem solchen Ambiente ist das eine hervorragende Idee, nicht nur für die anderen Gäste, sondern auch für die "Betroffenen" selbst. Gemeinsam essen zu gehen ist Beziehungspflege oder sollte es sein, und zwar mit dem Gegenüber, der mit mir an einem Tisch sitzt, und nicht mit Menschen, die irgendwo anders unterwegs sind. Wer die ganze Zeit telefoniert, mailt, simst, facebooked, twittert, skyped, whatsapped, seinen Espresso instagramed, und den Kellner youtubed ... der kann doch eigentlich auch alleine essen gehen. Wozu braucht der noch menschliche Vor-Ort-Begleitung? Ein schalldichter Garderobenschrank für Handys und Smartphones würde das Problem sicher lösen.
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vom 16.08.2012 um 19:14
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Deutsche sind keine Franzosen"
Auch wenn es für unsere Branche schade ist: Gutes Essen und hochwertige Getränke sind in Deutschland keine Statussymbole, die das eigene Ansehen bei Nachbarn und Freunden steigern könnten. Da bringen das neue Auto, der Flachbildschirm oder die Fernreise mehr Anerkennungspunkte in der Gesellschaft.
Dies vorausgeschickt hat sich die Qualität der deutschen Weine in den letzten Jahren derart verbessert, dass es aus allen deutschen Regionen Weine und Sekt gibt, die neben jedem großen Gewächs aus dem Ausland bestehen können. Es gibt immer weniger Gründe, nach Weinen aus dem Ausland zu schielen und immer mehr Gründe, auf die Leistung unserer heimischen Winzer stolz zu sein.
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vom 14.08.2012 um 13:46
Artikel: "„Unser Beruf ist nicht akademisch“"
Betreff: "Unser Beruf ist beides"
Unser Beruf braucht den Alleskönner, die eierlegende Wollmilchsau. Wir brauchen zum einen Menschen, die praktisch denken und arbeiten können, die auch mal hinter der Spüle die Ärmel hochkrempeln und an der Rezeption einen Check-In machen, und da darf auch mal ein GM einem Gast den Koffer ins Taxi lupfen. Und gleichzeitig muss derselbe Hoteldirektor (oder neudeutsch GM) akademisch denken und arbeiten können, er muss Kaufmann sein und Bauleiter, er muss Stratege und Planer sein, er muss Betriebswirt, Controller und Personaler sein.
Vielleicht brauchen die großen Ketten eher die praktischen Akademiker und die Privathotels eher die akademischen Praktiker. Aber klar ist, dass wir immer die Mischung aus beidem brauchen und zwar in einer Person. Nur das garantiert den Erfolg. Nicht umsonst ist dies auch genau der Weg, den die guten und namhaften Hotelfachschulen vorgeben, ob in Deutschland oder in der Schweiz.
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vom 09.08.2012 um 14:05
Artikel: "So sprudeln die Ideen"
Betreff: "Grenzen Sie sich ab"
Kreativität kann man auch ganz alleine entwickeln, man kann Kreativität sogar lernen. Grundvoraussetzung für eigene Kreativität sind zwei Dinge: Grenzen Sie sich ab im Raum und grenzen Sie sich ab in der Zeit.
Was ist damit gemeint? Abgrenzung im Raum heißt: Verlassen Sie Ihr Büro und Ihren Betrieb. Gehen Sie an einen Ort, wo Sie keiner findet, wo Sie keiner stört, wo man Sie in Ruhe lässt. Das kann ein Café sein, ein Wald oder ein Park, ein Weinberg oder eine Uferpromenade. Nehmen Sie kein Handy mit oder schalten Sie es zumindest aus.
Abgrenzung in der Zeit heißt: Nehmen Sie frei, ohne weitere Termine am Tag denn unter Termindruck ist Kreativität unmöglich. Sorgen Sie dafür, dass Sie mehr Zeit zur Verfügung haben, also Sie vermutlich brauchen werden, ein gefühltes "open end".
Und dann lassen Sie Ihre Gedanken auf die Reise gehen. Denken Sie an Ihr Thema, aber ohne Richtung, lassen Sie die Gedanken fließen wie ein Fluss, ohne das Ziel zu kennen oder zu wünschen, Seien Sie neugierig auf das, was Ihr Gehirn Ihnen an Ideen bieten wird.
Dann werden Sie merken, dass Sie selbst auch ganz alleine sehr kreativ sein können.
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vom 06.08.2012 um 11:23
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Leitungswasser sollte eingerechnet sein"
@ Adelheid Andruschkewitsch: Natürlich hat unsere Arbeit ihren Wert und sollte vom Gast entsprechend honoriert werden. Und Sie haben Recht: Nur dann kann dies auch in Form von Gehältern an die Mitarbeiter/innen weitergegeben werden.
Trotzdem plädiere ich dafür, das Leitungswasser ohne eigene Berechnung an die Gäste zu geben. Klar ist dabei, dass die Kosten dafür auf alle anderen Speisen und Getränke umgelegt werden sollten, wie es schon mit vielen anderen Leistungen in der Gastronomie passiert, die auch nicht separat ausgewiesen und bepreist werden (Brot und Butter, Salz und Pfeffer, Ketchup und Senf, aber auch Reinigung, Wäsche, Bruch, GEZ, GEMA, Abnutzung und Instandhaltung, etc. etc.).
Der Grund, Leitungswasser nicht separat auszupreisen, ist dabei ein rein psychologischer: Die Gäste würden es einfach nicht akzeptieren und die schlechte Laune bei Gästen wäre vorprogrammiert. Falls Sie "Umgang mit Reklamationen" trainieren möchten, wäre das der ideale Zustand (ich schreibe das mit einem Augenzwinkern), ansonsten aber sind uns doch gut gelaunte Gäste lieber, denn diese machen einfach mehr Spaß, mehr Freude und mehr Umsatz.
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vom 06.08.2012 um 10:41
Artikel: "Den Nachwuchs schon in der Schule begeistern"
Betreff: "Werden Sie zum Azubi-Finder"
Die Zusammenarbeit und Kooperation mit einer einzelnen Schule ist lobenswert, aber nur ein winziger und viel zu kleiner Tropfen auf den heißen Stein der Nachwuchssuche. Denn unsere Branche leidet immer noch unter dem Ruf der ungünstigen Arbeitszeiten und der vermeintlich niedrigen Gehälter, da erscheinen andere Branchen oft attraktiver auf junge Menschen. Deshalb ist es um so wichtiger, jungen Menschen ein positives und doch realistisches Bild zu vermitteln und sie die tollen Seiten an unserem Beruf erkennen zu lassen.
Es ist einfach, motivierte und gute Azubis zu finden, kostet kaum Geld, nur ein bisschen Zeit: Besuchen Sie jede Woche eine Schule in Ihrem Landkreis und halten Sie dort in den kommenden Abschlussklassen einen Kurzvortrag über unsere Branche und Ihren Betrieb. Und nehmen Sie wann immer möglich einen aktuellen Azubi Ihres Betriebes mit, der den Schülerinnen und Schülern aus seinem Alltag erzählen kann.
Auf diese Weise können Sie, abzüglich der Ferien, rund 40 Schulen im Jahr besuchen und Ihren Betrieb und unsere Branche weit über 1000 Schülerinnen und Schülern präsentieren. Wenn nur zwei Prozent davon sich anschließend für Sie interessieren, haben sie pro Jahr zwanzig potentielle Azubis gefunden. Diese Zwanzig bitten Sie dann zu einem einwöchigen Praktikum, währenddessen Sie den jungen Menschen beschnuppern und der junge Mensch den Beruf und Ihren Betrieb beschnuppert. Denn nicht nur der Beruf sollte einem Spaß und Freude machen, sondern auch die zwischenmenschliche Chemie muss stimmen, letzteres ist fast noch wichtiger.
Leider machen aber hier viele Betriebe einen Fehler und geben die Schulpraktikanten in die Obhut anderer Azubis oder werfen sie in den ganz normalen Tagesbetrieb, so dass der junge Mensch sich plötzlich als billige Aushilfskraft wieder findet und entweder im Restaurant fünf Tage lang Besteck poliert oder in der Küche fünf Tage lang das Grün aus Cocktailtomaten dreht. So macht man aber den jungen Leuten unsere Branche nicht schmackhaft sondern madig. Wenn man gute und motivierte Azubis finden möchte, dann sollte man in der Bewerbungsphase die Braut auch schmücken, und ein Schulpraktikum ist eine gelebte Bewerbungsphase für beide Seiten. Die Schulpraktikanten wollen sich verständlicherweise in gutem Licht zeigen, da muss sich auch der Betrieb attraktiv präsentieren und die Tage des Schulpraktikums spannend und mit vielseitigen Aufgaben gestalten. Deshalb muss die Planung solcher Schulpraktikanten-Tage zur Chefsache gemacht werden. Wer hier kurz vor dem Ziel die Verantwortung aus der Hand gibt, der bestraft sich selbst, denn die motivierten und aufgeweckten Azubis können sich die Betriebe aussuchen. Ein Schulpraktikum ist eine Begegnung auf Augenhöhe, wer das versteht, wird immer gute Azubis finden und mit Ihnen viel Freude und Erfolg haben.
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vom 06.08.2012 um 10:38
Artikel: "Die Frage der Woche"
Betreff: "Leitungswasser für 5 Dollar pro Liter"
Die schweizerische "20 Minuten Online" berichtete kürzlich von einem Betrieb in New York, wo man Hahnenwasser (wie das Leitungswasser in der Schweiz heißt) für 5 Dollar pro Liter genießen kann. Es wird vor dem Genuss noch achtfach gefiltert und nach Wunsch auch angereichert, aber letztendlich bleibt es Leitungswasser (Link zum Artikel: http://www.20min.ch/finance/news/story/15633188).
Auf der anderen Seite genieße ich das Glas Leitungswasser zum Espresso und würde es für falsch halten, dies extra zu berechnen.
Aus den USA kennen wir die Karaffe mit Leitungswasser und Eiswürfeln, die überall kostenlos auf den Tischen steht. In Wirklichkeit ist auch sie natürlich nicht kostenlos, sondern wird in den Preis der Gerichte auf der Speisekarte mit eingerechnet. Sie scheint für den Gast nur kostenlos zu sein.
Und so sollten wir es in Deutschland auch halten, wenn man Leitungswasser anbieten möchte. Denn trotz aller Berichten über den Wert von Trinkwasser hat der Deutsche dennoch nicht das Gefühl, in einem Zustand oder Land mit Wassermangel zu leben, eher umgekehrt, und nach einem Sommer wie dem diesjährigen schon gar nicht.
Deshalb vermute ich einen Aufschrei der Empörung, wenn wir anfangen unsere Gäste in Deutschland für Leitungswasser zur Kasse zu bitten. Die Natur strotzt in saftigem Grün, es regnet gefühlt jeden Tag, wer möchte da noch für Leitungswasser extra bezahlen?
Der nächste Schritt wäre dann die Übernahme des italienischen "coperto" für Gedeck und Brot und der venezianischen Gebühr für die Musiker, selbst wenn diese gerade Pause machen (so selbst erlebt).
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vom 03.08.2012 um 19:19
Artikel: "Weiterbildung in der Schweiz"
Betreff: "informationen über die EHL Lausanne"
... wer mehr Informationen über die Ecole Hotelière de Lausanne (EHL) bekommen möchte, auch über die Sommerkurse für Führungskräfte, darf sich gerne an mich wenden:
Wolfgang Foerster Vorsitzender der Ehemaligenvereinigung der Hotelfachhochschule Lausanne in Deutschland
Tel. 06196 9997471
wfoerster@gastro-train.de
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vom 29.07.2012 um 17:52
Artikel: "Das Unterbewusste bestellt mit"
Betreff: "Weg mit dem Euro"
Da sowieso auf jeder Karte irgendwo der Hinweis "inklusive MwSt. und Trinkgeld" stehen muss, kann man in der Tat problemlos gleich schreiben: "Alle Preise in Euros inklusive MwSt. und Trinkgeld". Denn wer von uns verbindet keine schlechten Gefühle mit dem Euro? Nach all den Katastrophen, die uns die Medien fast täglich über den Euro berichten, steht er doch in den Augen der Meisten inzwischen auf einer Stufe mit der Schwarzen Pest im Mittelalter: Jeden kann das Unglück treffen und keiner weiß ein Mittel dagegen. Da ist es doch mehr als nachvollziehbar, dass man nicht auch noch im Restaurant daran erinnert werden möchte, wo doch der Restaurantbesuch Freude machen soll und entspannt und froh von den Sorgen des Alltags ablenken soll.
Deshalb schont es die Nerven der Gäste, nur die Zahl ohne Währungszeichen auf die Karte zu schreiben, und gleichzeitig erhöht es den Umsatz des Gastronomen. Eine klassische Win-Win-Situation. Und wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, der macht es wie der Gastronom Richard Hirschhuber aus Kufstein: Auf seiner Karte steht im Kleingedruckten: "Alle Preise in Euro, inkl. Steuern, Abgaben an die Stadtgemeinde, Tourismusverband, Finanzamt, Gebietskrankenkasse, Republik Österreich, Banken, Lieferanten, AKM, Gema, GIS und viele viele andere."
Damit ist man dann auch gleich die Diskussion los, warum ein Schnitzel im Restaurant mehr kostet, als der reine Fleischpreis an der Supermarkttheke.
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vom 24.07.2012 um 12:30
Artikel: "Daily Deal verkauft mehr Gutscheine"
Betreff: "Rabatte sind meistens falsch"
Die Geiz-ist-Geil-Mentalität schlägt wieder einmal zu. Und dabei ist sie in den deutschsprachigen Ländern noch halbwegs erträglich. In vielen anderen Ländern verkaufen die Hotels und Gastronomen nur noch und ausschließlich über das Schnäppchen, den Rabatt, die Prozente. Dass die Qualität dabei auf der Strecke bleibt, wird zähneknirschend registriert und doch hingenommen.
Genau genommen haben wir es hier mit einer gespaltenen Persönlichkeit in unserer Gesellschaft zu tun: Solange die Menschen den Kundenhut aufgesetzt haben, möchten sie gerne allerbeste Leistung für möglichst wenig Geld. Gleichzeitig wünscht sich jeder ein möglichst hohes Gehalt für seine eigene Arbeitsleistung. Passt das zusammen? Ja, es passt zusammen, aber es löst nicht das grundsätzliche Problem. Denn instinktiv vergleicht jeder von uns seinen Bruttolohn mit der Kaufkraft, die nach Abzug aller Steuern und Abgaben noch bleibt. Und wenn dann noch die Technokraten in der Politik höhere Abgaben und die reduzierten Mehrwertsteuersätze diskutieren, dann kann man die Haltung vieler Konsumenten verstehen, auch wenn sie eigentlich zu Nichts führt. Denn die Geiz-ist-Geil-Mentalität ist letztendlich eine psychologische Ersatzhandlung statt einer vernünftigen politischen Grundsatzdiskussion.
Zurückkommend zu Gutscheinen, Bonusheftchen und Rabattaktionen bin ich der Meinung: Moderate Anreize, um Gäste in schwächeren Zeiten in Haus zu holen sind völlig in Ordnung und im Bereich jedes guten Yield-Managements. Aber Rabattaktionen von 50% oder mehr, wie man sie aus der Modebranche kennt, empfinde ich nicht nur als falsch, sondern als unfair, denn ich frage mich dann, wie sehr der "Vollzahler" zu Beginn der Saison über?s Ohr gehauen wurde.
Fazit: Moderate Rabatte, Yield-Management mit Sinn und Verstand, mit gutem Grund, ja gerne. Rabattschlachten wie in der Modebranche oder den Möbelhäusern, nein danke. Denn letztendlich hat jede gute Leistung ihren Preis, und so können sowohl die Currywurst als auch die 5-Sterne-Suite preiswert sein, überteuert sein oder verschleudert werden.
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vom 17.07.2012 um 13:33
Artikel: "Fotostrecke: Die schönsten Terrassen"
Betreff: "Zwei Terrassen, die noch fehlen"
Zwei Terrassen, die hier leider noch fehlen, sind die Blue Spa Lounge & Terrasse auf dem Dach des Bayerischen Hofs im München und natürlich die Seeterrasse des Steigenberger Inselhotels in Konstanz. Beide sind eine Reise wert.
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vom 12.07.2012 um 09:59
Artikel: "Apple-Nutzer zahlen mehr für Hotelzimmer"
Betreff: "Orbitz macht es richtig"
Ein großes Lob an Orbitz, sie machen es richtig. Sie machen genau das, was wir alle immer versuchen: Sie gehen auf ihre Kunden und deren Wünsche bestmöglich ein.
Um einen klaren Blick auf die ursprüngliche Meldung zu bekommen, empfehle ich, zunächst den Originaltext des Orbitz-Chefs Barney Harford zu lesen, auf den sich das Wall Street Journal bezieht auf den sich der SPIEGEL bezieht, auf den sich jetzt die AHGZ bezieht. Hier ist der Originaltext zu finden: http://travel.usatoday.com/hotels/post/2012/05/orbitzhotel-booking-mac-pc-/690633/1
Und dann erkennt man, dass Orbitz mit dieser Aktion hervorragenden Kundenservice leistet. Um das zu verstehen, muss man ein wenig ausholen: In allen Hotelfachschulen, auf allen Verkaufsseminaren, in jedem Qualitätsmanagement-System (egal ob EFQM, SQ-Deutschland, oder anderen) ist immer eines der höchsten Ziele, die Gäste-Erwartungen mindestens zu erfüllen, besser noch, sie zu übertreffen. Wenn die Gäste bekommen, was sie erwarten, sind sie nicht unzufrieden, mehr aber auch nicht. Wenn sie mehr bekommen, als sie erwarten, sind sie froh und glücklich und empfehlen uns weiter. Also genau das, worauf wir alle hinarbeiten.
Was macht nun Orbitz? Orbitz hat durch Beobachtung des Kundenverhaltens herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit ein 4-Sterne-Hotel oder ein 5-Sterne-Hotel zu buchen, bei Menschen, die einen Apple-Computer besitzen, um etwa 40% höher ist, als bei Windows-Nutzern. Das Wall Street Journal fügt seinerseits hinzu, dass Apple-Nutzer im Durchschnitt etwa 30 US-Dollar mehr pro Nacht ausgeben, als Windows-Nutzer (wie aus 30 US-Dollar Mehrausgaben in den deutschen Medien dann 30% Mehrausgaben werden, bleibt ein Rätsel). Und das Wall Street Journal fügt auch hinzu, dass der durchschnittliche US-amerikanische Apple-Haushalt ein Jahreseinkommen von 98.000 Dollar hat, während der durchschnittliche Windows-Haushalt 74.000 Dollar Einkünfte hat. Nachzulesen ist das hier: http://online.wsj.com/article/SB10001424052702304458604577488822667325882.html
Was ergibt sich daraus? Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen leisten sich teurere und qualitativ bessere Produkte, ob es nun Autos, Wohnungen, Computer, Armbanduhren, oder ob es Bio-Fleisch statt Massentierhaltung, Freiland-Eier statt Käfighaltung, oder ob es Hotels und Reisebuchungen sind. Das ist nichts Neues, nichts Schlimmes und viele von uns leben gut von dieser Tatsache, egal ob als Gastronomen, Hoteliers oder Verkäufer.
Orbitz-Chef Harford fasst das in seinem Blog so zusammen: "If we're not showing relevant options to our customers, they will look elsewhere to make their selection." Zu Deutsch: Wenn er Ihnen keine für sie attraktiven Angebote macht, dann buchen sie woanders. Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf, denn uns geht es genauso: Wenn wir unseren Gästen keine für sie attraktiven Angebote machen, dann werden sie bei unseren Mitbewerbern danach suchen. Es geht darum, die Erwartungen unserer Kunden und Gäste zu kennen und bestmöglich zu erfüllen oder zu übertreffen. Genau das macht Orbitz, genau das machen auch ein SPIEGEL und eine AHGZ, das machen wir alle anderen auch, das ist es, was man "erfolgreiche Firmen" nennt. Und das soll verwerflich sein?
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vom 09.07.2012 um 15:16
Artikel: "Vom Auslandsjob nicht nur träumen"
Betreff: "Selbst ist der Mann und selbst ist die Frau"
Der Weg über das Ausland ist sicher für alle diejenigen richtig, wichtig und ein echter Karriereturbo, die in der gehobenen Hotellerie arbeiten wollen. Dabei ist der Weg über die ZAV nicht der einzige und vermutlich gibt es auch schnellere und reibungslosere:
Die zweifellos beste Möglichkeit ist dabei das Ehemaligen-Netzwerk einer Hotelfachschule, die alle weltweit vernetzt sind, sich gegenseitig unterstützen und auch vor Ort einen sanften Einstieg in die fremde Welt ermöglichen. Solche Netzwerke sind über die Stellensuche hinaus oft auch bei der Wohnungssuche und ersten lokalen Kontakten hilfreich.
Ein anderer Weg ist, bei einer großen internationalen Hotelkette anzuheuern. Auch dort wird der Weg ins Ausland geebnet und man kann - zumindest auf der beruflichen Seite - unangenehme Überraschungen vor Ort ausschließen.
Und wenn der junge Mensch dann einen interessanten Arbeitsvertrag am anderen Ende der Welt angeboten bekommt, dann gibt es eigentlich nur noch einen Tipp: Eine Woche Urlaub nehmen, Flugticket oder Bahnticket kaufen und zur Vertragsunterschrift hinfliegen oder hinfahren. Denn egal ob das Singapur, Sydney oder Saas Fee ist, egal ob das Ticket ein paar hundert Euros kostet, es ist alles billiger, als mit Sack und Pack unvorbereitet in eine Katastrophe zu reiten. Trotz Internet, Facebook, Google Earth und Google Street View, es geht immer noch nichts über den persönlichen Augenschein und das persönliche Gespräch vor Ort.
Allerdings müssen nicht alle ins Ausland, um Karriere zu machen. Für die gehobene Hotellerie stimmt das sicherlich. Wem aber im positivsten Sinne traditionellere Kriterien im Leben wichtig sind (Heimat, Familie und Kinder, Freunde und allgemeinverträgliche Arbeitszeiten) und wer gleichzeitig Spaß in und an unserer Branche hat, dem eröffnen sich auch in Deutschland genügend spannende Möglichkeiten in boomenden Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung, der Systemgastronomie, der Umsatzbringer Mittelstand, der Landhotels, der Drei-Sterne-Hotellerie und vielen mehr.
Glücklicherweise gibt es beide Wege, beide Möglichkeiten und in beiden kann man erfolgreich und glücklich werden. Man sollte einfach nur wissen, was man möchte, denn: Selbst sind Mann und Frau.
Zum Artikel
vom 30.07.2008 um 19:48
Artikel: "Raucherurteil: Was halten Sie von der Entscheidung in Karlsruhe?"
Betreff: "Raucherurteil"
Das Rauchverbot ist gekippt, die Regelungswut deutscher Bürokraten hat sich ein weiteres Mal als unsinnig herausgestellt. Interessant ist jedoch die Frage, warum es überhaupt zu einer gesetzlichen Regelung kam?
Rauchen hat für den Genussmensch oder für den Süchtigen (je nach Sichtweise) einige Vorteile: Es ist schnell verfügbar, leicht zu transportieren, immer noch bezahlbar und war lange in der Gesellschaft nicht nur anerkannt, sondern ein Muss, wenn man modern sein wollte. Leider konsumiert der Raucher - anders als der Weintrinker - sein Genuss- oder Suchtmittel nicht komplett selbst, sondern spuckt den größten Teil davon wieder aus und den Umstehenden um die Köpfe.
Das tut der Weinliebhaber nicht. Und diesen Unterschied wollten viele Raucher und Gastronomen einfach nicht verstehen. Was wir brauchen, sind nicht noch mehr Gesetze, sondern ein zweifaches Umdenken: Erstens ein Umdenken bei den Rauchern, die gerne glauben dürfen, dass sie ihr Genuss- oder Suchtmittel je nach Windrichtung locker zehn Meter weit ?spucken? können und dass das nicht jeder toll findet. Gegenseitiger Respekt und Achtung sind hier die Stichworte.
Und zweitens ein Umdenken bei den Gastronomen, die vermehrt vernünftige und attraktive architektonische Lösungen schaffen müssen, wenn sie alle Gästegruppen zufrieden stellen wollen. Es ist ihre Entscheidung, wie viele verschiedene Zielgruppen sie ansprechen, und es allen Recht zu machen, ist sowieso unmöglich. Der Betreiber einer Einraumkneipe wird sich immer für ein bestimmtes Gästesegment entscheiden müssen, und das sollte er auch tun (dürfen). Ganz unabhängig von einer gesetzlichen Regelung.
Wolfgang Foerster, Bad Soden am Taunus
GastroTRAIN - Trainer für Gastfreundschaft
www.gastro-train.de
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vom 30.07.2008 um 13:42
Artikel: "Rauchverbot: Stimmen zum Karlsruher Urteil"
Betreff: "Rauchverbot"
Das Rauchverbot ist gekippt, die Regelungswut deutscher Bürokraten hat sich ein weiteres Mal als unsinnig herausgestellt. Interessant ist jedoch die Frage, warum es überhaupt zu einer gesetzlichen Regelung kam?
Rauchen hat für den Genussmensch oder für den Süchtigen (je nach Sichtweise) einige Vorteile: Es ist schnell verfügbar, leicht zu transportieren, immer noch bezahlbar und war lange in der Gesellschaft nicht nur anerkannt, sondern ein Muss, wenn man modern sein wollte. Leider konsumiert der Raucher - anders als der Weintrinker - sein Genuss- oder Suchtmittel nicht komplett selbst, sondern spuckt den größten Teil davon wieder aus und den Umstehenden um die Köpfe. Das tut der Weinliebhaber nicht. Und diesen Unterschied wollten viele Raucher und Gastronomen einfach nicht verstehen.
Was wir brauchen, sind nicht noch mehr Gesetze, sondern ein zweifaches Umdenken:
Erstens ein Umdenken bei den Rauchern, die gerne glauben dürfen, dass sie ihr Genuss- oder Suchtmittel je nach Windrichtung locker zehn Meter weit spucken? können und dass das nicht jeder haben will. Gegenseitiger Respekt und Achtung sind hier die Stichworte.
Und zweitens ein Umdenken bei den Gastronomen, die vermehrt vernünftige und attraktive architektonische Lösungen schaffen müssen, wenn sie alle Gästegruppen zufrieden stellen wollen. Es ist ihre Entscheidung, wie viele verschiedene Zielgruppen sie ansprechen, und es allen Recht zu machen, ist sowieso unmöglich. Der Betreiber einer Einraumkneipe wird sich immer für eine bestimmtes Gästesegment entscheiden müssen, und das sollte er auch tun (dürfen). Ganz unabhängig von einer gesetzlichen Regelung.
Wolfgang Foerster
GastroTRAIN - Trainer für Gastfreundschaft
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vom 30.07.2008 um 10:06
Artikel: "Mindestlohn im Gastgewerbe?"
Betreff: "Die Frage der Woche: Mindestlohn"
Mindestlöhne sind in Europa seit Adam Smith, Ende des 18. Jahrhunderts, im Gespräch. Im Januar 2007 haben sich 20 europäische Staaten für Mindestlöhne entschieden. Deutschland war nicht darunter. Gemeinsam mit der Schweiz, Österreich und den skandinavischen Ländern setzt man hier auf Tarifverträge, die in Deutschland rund zwei Drittel der Beschäftigten betreffen.
Ob Mindestlöhne oder Tarifautonomie ist aber eigentlich egal. Hoteliers und Gastronomen leben nicht vom Export, sondern von dem Geld, das im Land ausgegeben wird (Stichwort Binnennachfrage). Die Lösung liegt nicht in noch einem Gesetz oder noch einer Vorschrift.
Die Lösung liegt vielmehr in der LOCKERUNG ganz vieler Gesetzte und Regeln, angefangen mit den Steuergesetzen, über GEMA und GEZ bis hin zu bürokratischem Wahnsinn, Amtschimmeln und behördlichen Bremsern.
Eine Mitarbeiterin des Finanzamts - um einen fachlichen Rat gebeten - antwortete mir einmal: Das werde ich Ihnen nicht sagen. Wir vom Finanzamt sind nicht dazu da, den Bürgern zu helfen. Wir sind eine Eingriffsbehörde.
Staatliche Bremser und Kontrolleure statt Helfer und Möglichmacher? Da helfen weder Mindestlohn noch Tarifautonomie.
Wolfgang Foerster
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