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der Hotelier

Aufreger des Monats

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/26 vom 27. Juni 2009
 Rüdiger Rüster

Die Servicefahne wird derzeit landauf, landab hochgehalten. „Service, Service über alles” schallt es aus allen Regionen. In der Tat: Qualitätsservice ist ein probates Mittel, um sich gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu stemmen. Mit mehr und besserem Service lassen sich Stammgäste halten, können neue Gäste gewonnen werden.

Aber wo oder wann ist die Obergrenze beim Qualitätsservice erreicht? Manche Gastgeber meinen, das A und O liege darin, die Servicekräfte wie Fliegen um die Tische schwirren zu lassen. Allzeit bereit sollen die dienstbaren Geister sein: Kaum ist der letzte Bissen des Gastes auf der Gabel, schwupp ist der Teller weg. Kaum sind Wein und Wasser zwischen Zunge und Gaumen, schwupp wird nachgeschenkt. Auch stereotype Nachfragen wie „Hat es geschmeckt?“ und ständiges Bemühen um Smalltalk nerven den Gast.

Mehr Service ist gut, übertriebener Service kommt selten gut an, kann dem Renommee des Hauses schaden. Am besten wäre, Wirte und Hoteliers versetzten sich bei ihren Service-Aktivitäten einmal in die Rolle des Gastes. Vielleicht will dieser seinen Aufenthalt nur in Ruhe genießen. Qualitätsservice heißt schließlich auch, mit Fingerspitzengefühl an den Gast heranzugehen. rr


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