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der hotelier

Das Sein bestimmt das Design

Von Hendrik Markgraf

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006

Er will der beste sein unter Europas Hoteliers, der Marktführer unter den Luxusherbergen: Sir Rocco Forte. Und das auf eine Weise, die ihn von anderen unterscheidet: durch Stil und Exklusivität. Einige Milliönchen im Rücken und Investoren auf seiner Seite, geht der Brite in die Vollen, aber nicht auf die protzige Weise. Eleganz ist sein Stilmittel – und ein Design, das so leicht nicht nachzuahmen ist. Denn Möbel und Accessoires, die seine Hotels schmücken, sind meist Unikate, eigens gefertigt für das jeweilige Haus.

Rocco Fortes Hotels tragen die Handschrift des Hausherrn und seiner Frau, zeigen die Besonderheiten des jeweiligen Standorts und seiner Geschichte. Kein Hotel gleicht dem anderen: So hat die Villa Kennedy in Frankfurt den Charme eines großbürgerlichen Hauses, das sie ja einst auch war. Das Hotel de Rome in Berlin hingegen atmet den Geist einer Großindustriellenvilla, die sie zwar nie war, aber die sie als ehemaliger Sitz der Dresdner Bank durchaus hätte sein können. Das Spiel mit der herrschaftlichen Architektur, mit Überresten wie den dicken Tresortüren und den in den Wänden belassenen Granatsplittern, das Spiel mit der Größe und einem überdimensionalen Mobiliar machen das Hotel schier unverwechselbar und einmalig.

Das ist es, worauf Rocco Forte setzt. Das ist es, was ihn von anderen unterscheidet. Und das ist es auch, was er sich teuer bezahlen lassen will, von einem (internationalen) Publikum, das Exklusivität zu schätzen weiß.

Ob er eine solche Preispolitik durchhalten kann, ob ihm nicht die Puste ausgeht, das fragt sich allerdings die geballte Konkurrenz
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. Doch wie der Brite kalkuliert, will er nicht verraten, auch nicht im Interview mit dieser Zeitung; dafür spricht er über Luxus, über seine Lieblingshotels, über Siege und Niederlagen und vieles mehr.

Das Design verkörpert das Sein, kann Ausdruck sein von kosmopolitischer Größe, elitärer Nüchternheit, exklusiver Behaglichkeit, schlichter Nützlichkeit und so fort. Doch wovon lebt gutes Design? Von klarem Stil und Zeitgeist. Von Bequemlichkeit und Funktionalität, meint unsere Autorin Petra Mewes. Mehr über die neuesten Design-Trends lesen Sie ab Seite 9. Viel Vergnügen bei der Lektüre.


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