Der Hotelier - Das Ideenmagazin der AHGZ
Der Respektvolle: Bertold Reul und das Hotel Nikko in Düsseldorf
von Regina Goldlücke
Manchmal ertappt er sich dabei, wie er seine Visitenkarte mit beiden Händen überreicht. Und bei der Begrüßung japanischer Gäste und Geschäftspartner fällt die früher nur angedeutete Verbeugung heute deutlich tiefer aus. Nach drei Jahren an der Spitze des Düsseldorfer Nikko-Hotels hat Bertold Reul eine Reihe von japanischen Umgangsformen automatisch adaptiert. „Sie sind mir tatsächlich in Fleisch und Blut übergegangen“, stellt er mit einiger Verwunderung fest. „Das gilt auch für ein besonders respektvolles Miteinander, das man aber nicht mit devot verwechseln darf.“
Gelassener Blick in die Zukunft
Das 4-Sterne-superior-Hotel liegt nahe dem Hauptbahnhof an der „japanischen Meile“ in der Immermannstraße, wo sich in einer der größten Bastionen Europas japanische Läden und Lokale aneinanderreihen. Von vielen Düsseldorfern und auswärtigen Besuchern wird das Nikko, das 1978 gemeinsam mit dem Deutsch-Japanischen Zentrum im gleichen Komplex eröffnet wurde, noch immer als japanisches Hotel wahrgenommen. „Dabei hat sich seine Struktur mittlerweile stark gewandelt“, korrigiert der Direktor. Vor fünf bis sechs Jahren brachten es die Gäste aus Japan tatsächlich noch auf einen Anteil von rund 60 Prozent. Jetzt sind es nur noch 25 bis 30 Prozent.
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
Das bedeutet einen wichtigen Schritt in Richtung Internationalität. Ein Signal, das ihm höchst willkommen ist. „So langsam geht die Hemmschwelle wohl doch aus den Köpfen raus. Deutschland liegt in unserem Gäste-Ranking bereits vor Japan, gefolgt von England und den Benelux-Ländern. Ich bin sicher, diese positive Entwicklung lässt sich noch verstärken“, sagt Reul.
Die Neuausrichtung des Hauses verdanke man den Bemühungen der Event-Gruppe, fügt Bertold Reul hinzu. 2003 übernahm die Kölner Hotelgesellschaft außer dem Swissôtel Düsseldorf/Neuss auch das Nikko. Seitdem wurde an seiner Konzeption kontinuierlich und erfolgreich gefeilt. „Wir sehen uns als internationales Hotel mit japanischen Wurzeln und asiatischem Charakter“, betont der Direktor. Die 2007/2008 erfolgte Erweiterung um 43 auf 386 Zimmer, davon 85 im oberen Segment, katapultierte das Nikko an die Spitze der großen Hotels in der Innenstadt. Dort ist der Markt hart umkämpft, zumal neue exklusive Häuser wie der Breidenbacher Hof (seit Mai 2008), das 4-Sterne-Hotel Meliá am Hofgarten (seit Herbst 2009) oder das Hyatt im Medienhafen (ab 2010) ebenfalls Rahm abzuschöpfen versuchen.




ACSI Mönchengladbach
26.04.2010 um 12:19
Betreff: genauere Informationen unter
Genauere Informationen finden Sie zu diesem Thema unter www.acsi-textilhygiene.com Mfg Georg Abshof