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der Hotelier

Die Top-Trends im Badezimmer

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/26 vom 27. Juni 2009
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Bad-Design ist zum großen Lifestyle-Thema avanciert. An den wohl privatesten aller Räume werden Ansprüche gestellt, die so individuell sind wie die Menschen, die ihn nutzen. Entsprechend hoch sind ihre Erwartungen auf Reisen. Dunkle, piefige Bäder gehen gar nicht. Wenn ein Hotel in komfortable Zimmer, besten Service und eine erstklassige Gastronomie investiert, gilt der gewählte Anspruch eines Hauses erst recht für die Gästebäder.

Die Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft e.V. (VDS) hat unter der Überschrift „Pop up the bathroom“ die zehn wichtigsten Trends bei Badezimmern formuliert. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern greifen verschiedene Aspekte auf, die zum Teil auch kombiniert werden können.

Soft bathroom: Wo sich der Mensch nackt bewegt, sollten keine harten Ecken und Kanten sein. Den Ton geben runde Formen und weiche Materialien an. Die weiche Optik zieht sich durch die Form- und Farbgebung bis in die Lichtinszenierung. Symbol für das weiche Badezimmer ist eine neue, weich ummantelte Badewanne.

Green bathroom: Vereint Sparsamkeit, ein gutes Gewissen und WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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auf kreative Weise. Natürliche und ökologisch unbedenkliche Materialien wie Holz und Keramik dominieren, ergänzt von einem zeitlosen, langlebigen Design. Die sanitäre Ausrüstung stellt das technische Know-how der Branche unter Beweis. Das Thema hat derzeit wohl den größten Einfluss auf Konzeption, Gestaltung und technische Ausrüstung, denn im Bad werden sowohl Wasser als auch Energie verbraucht.

Fashion bathroom: Mit der Wohnqualität erhält das Badezimmer auch einen zunehmend modernen Anstrich. Damit ist es offen für Angebote, die mit kompletten Gestaltungskonzepten vom Waschbecken über die Tapete und den Duschvorhang bis zum Handtuch und sonstigen Accessoires Lifestyle ins Bad bringen.

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Easy bathroom: Das Konzept soll möglichst viele Nutzer differenzierter Altersstufen ansprechen. Das neue, barrierefreie Bad ist komfortabel, vielseitig und schick. Es zeichnet sich weniger durch spezielle Hilfsmittel aus als durch einfache Funktionalität, eine hohe Fehlertoleranz und eine durchdachte Gestaltung zur flexiblen Nutzung. Hilfsmittel lassen sich unauffällig integrieren, wenn sie gebraucht werden.

Design for a better bath: Egal, welcher konzeptionelle Aspekt im Vordergrund steht: Design ist heute Impulsgeber, Ideenlieferant, Innovator und stilbildendes Element jedes Bades. Dabei geht der Trend zu einer freieren formalen Auffassung der einzelnen Elemente einer Kollektion, die mehr Variation in die Modellgestaltung bringt und stereotype Muster vermeidet.

Private SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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: Das BedürfnisKann auch als Mangelgefühl beschrieben werden, verbunden mit dem Wunsch, diesen Mangel zu beseitigen.
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nach Wassergenuss, Ästhetik und Körperkult wird in einem raffinierten Raumkonzept vereint. Es macht Routine zum Ritual und das Wasser zum Erlebnis. Für den Wellnesseffekt sorgen sowohl Ausstattungselemente wie Regendusche oder Whirlwanne als auch Möbel und eine sinnliche Optik.

Water love: Lust auf Wasser in seiner puren Form ist absolut in. Im Bad genießen Gäste das Nass als Wasserschwall in Dusche oder Waschbecken, als Regendusche oder im farbig illuminierten Bad. Noch nie war Wasser so emotional zu erleben wie mit den neuen Entwürfen für Badewannen, Becken und bodengleichen Duschen. Wasser ist nicht nur reinigendes Medium, sondern wird als elementare Kraft in Szene gesetzt.

Homing: Die Nasszelle kommt für Hotels längst nicht mehr in Frage. Das Ergebnis ihrer Verwandlung in ein Badezimmer ist der stilistisch an das Wohnumfeld angeglichene, aber dennoch spezifische Funktionsraum Bad. Während ihm einerseits neue Funktionen – etwa Fitnessraum, TV- oder Musikzimmer – zugewiesen und technische Features hinzugefügt werden, sind die Übergänge zum Wohnraum durchlässig geworden. Das Neue sind wohnliche Materialien und Möbel. Hinzu kommt die aufwendige technische Ausstattung. Außerdem ist das Bad tendenziell offen zu benachbarten Räumen.

Techness: Zu diesem Trend gehören Innovationen, die es dem Gast ermöglichen, Duschen und andere Ausstattungsfeatures ohne sie zu berühren zu bedienen oder per Knopfdruck zu regeln. Neu im Bad eingeführte Techniken und technische Weiterentwicklungen verbessern den Alltag und entsprechen dem Bedürfnis der Hotelgäste nach Komfort. Die Armaturen werden kleiner, und der Wasserverbrauch wird reduziert.

Interior concepts: Ganzheitliche Badkonzepte, die den Raum innenarchitektonisch gliedern. Die Sanitärbranche macht aus dem Bad ein Zimmer mit unterschiedlichen Zonen für Hygiene, persönliches Styling und Regeneration. Der Funktions- und Bedeutungswandel des Badezimmers beeinflusst neben dem Produktdesign auch immer mehr den Raum, seine Größe und Struktur. Zur ganzheitlichen Badgestaltung gehören Empfehlungen für das Interior Design, für Materialien, Farben, Kombinationen, Lichtführung und Accessoires. Petra Mewes


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