AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Tabletop

Öfter mal was anderes: 
Ein Porzellan für immer
gilt längst nicht mehr.
Neuanschaffungen müssen aber ins Hotelkonzept
passen Foto: Hotel Wartburg

Geschirr setzt Speisen stilvoll in Szene

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/12 vom 17. März 2012

Keine Frage: Design und Ästhetik spielen bei Tabeltop die erste Geige. Alles soll zueinander passen, sich ergänzen und die Corporate Idendity eines Hauses mit tragen. Doch spätestens, wenn der Controller mit am Tisch sitzt, lenken wirtschaftliche Argumente den Kauf schnell in andere Richtungen. Um die Entscheidungen zu erleichtern, hat der Porzellanhersteller Tafelstern, ein Unternehmen der BHS-Gruppe, eine Checkliste für den Porzellankauf ins Netz gestellt.

Das Prinzip „Einmal für immer“ gilt nicht. Hatten sich Hoteliers früher einmalig für eine Form entschieden, die bei Bedarf nachgekauft wurde, hält der Trend zu individuellen Zusammenstellungen an. Wer auf Nummer sicher gehen will, liegt mit modularen Baukasten-Systemen und Herstellern richtig, die eine hohe Sortimentstiefe führen und damit eine ideale Grundlage für vielseitige Kombinationen bieten. Denn meist lassen sich verschiedene Kollektionen miteinander kombinieren.

Das nächste Stichwort lautet Multifunktionalität. Gefragt sind Porzellanformen, die sich flexibel an kulinarische Trends anpassen. Beispielsweise Platten, die im Frühjahr beim Servieren von Spargel eine gute Figur machen und später in der Wildsaison zum Einsatz kommen. Und fahnenlose Teller werden nicht nur für ein Hauptgericht verwendet, sondern dienen in Kombination mit Schälchen auch als Servierplatte für Vorspeisen, Tapas oder Desserts. Die gleichen Schälchen lassen sich – etwa mit Blütenblättern oder farbigem Sand gefüllt – zur Dekoration einsetzen. Segmentplatten bieten durch ihre geometrische Teilung mal für Sushi, mal für Hauptgericht und Beilagen den idealen Präsentationsrahmen.

Runde Teller bleiben beliebt, doch die Formensprache ist vielfältiger geworden: Rund, oval, spitzoval – alles ist möglich. Spannung auf der Tafel erzeugen Hoteliers mit Akzenten: So lässt sich eine symmetrische Grundform durch sorgfältig ausgewählte Highlights ergänzen, wobei außergewöhnliche und designstarke Formen derzeit sehr gefragt sind. Diese können auch vorhandenem Porzellan langfristig ein neues Gesicht verleihen. Spektakuläre Solitäre erzielen zusätzliche Effekte. Doch Vorsicht: Wer außergewöhnliche Formen einsetzen will, sollte sicherstellen, dass sich diese gut stapeln lassen und in die vorhandene Spülmaschine passen.

Das Angebot ist groß, gerade deshalb gilt: Bloß nicht verzetteln! Nicht die Zahl der unterschiedlichen Stücke ist entscheidend, sondern ihre Einsatzfähigkeit beim Anrichten der Speisen. Vor allem in gehobenen Restaurants spielt Food-Styling eine große Rolle, unterstreicht es doch neben den handwerklichen Fähigkeiten eines Kochs auch seine Kreativität.

Investitionen in hochwertiges Geschirr lohnen sich vor allem dann, wenn die Optik den eigenen gastronomischen Anspruch und damit das Gesamtkonzept eines Hauses unterstreicht. Es setzt hochwertige Kreationen und einfache, regional und traditionell zubereitete Speisen wirkungsvoll und zeitgemäß in Szene.

Ein weiteres Einkaufskriterium: die Langlebigkeit. Im täglichen Betrieb herrscht oft Hektik, nicht immer werden die zerbrechlichen Teile mit der notwendigen Sorgfalt behandelt. Also ist vor dem Kauf zu prüfen: Welchen Anforderungen soll das Geschirr genügen? Muss es mikrowellenfest sein? Soll es möglichst viele Spülgänge übersteht, ohne dass die Dekore verblassen? Ebenfalls wichtig ist die Schnitt- und Kratzfestigkeit der Glasur sowie eine höchstmögliche Kantenschlagfestigkeit, die je nach Form variieren kann. Fein polierte Füße auf den Unterseiten vermeiden Kratzer auf Oberflächen beim Stapeln.

Last but not least sind Individualisierungen und Serviceleistungen der Porzellananbieter zu prüfen. Fast alle großen Hersteller bieten ab einer bestimmten Abnahmegröße individuelle Sonderleistungen an. Auch hier ist vor der Kaufentscheidung zu prüfen, ob man direkt in Zusammenarbeit mit dem Hersteller eigene Porzellanformen entwickelt, aus dem Sortiment wählt oder eine Vignette aufbringen lässt.

ThemenalarmKommentierenDrucken
Auch interessant

Auf den Tisch kommt, was gefällt

Traditionell, bunt oder rustikal – beim gedeckten Tisch ist vieles möglich. Wichtig: Geschirr- und Besteckserien müssen kombinierbar, flexibel und multifunktional sein. Hoteliers legen aber auch Wert auf umweltschonende Herstellungsverfahren. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige