Aufreger des Monats
Hotelfernsehen im Gebühren-Wirrwarr
Die Gebührenspirale dreht sich und dreht sich – rund um das Hotelfernsehen. Der Streit um die Zahlungen an mehrere Urhebergruppen nimmt kein Ende. Im Gegenteil: Das Gebühren-Wirrwarr verheddert sich mehr und mehr, klare Regelungen bleiben aus. DEHOGA und IHA fordern deshalb eine Reform der Urheberrechte, um die Rechtsunsicherheit endlich auszuräumen: „Ein Hotel ist keine Sendeanstalt und darf urheberrechtlich auch nicht wie eine solche behandelt werden.“
Die klare Forderung der Verbände an den Gesetzgeber: das Urheberrecht endlich einfacher und gerechter zu gestalten. Und klarzustellen, dass das Durchleiten von Programmsignalen auf Hotelzimmer kein urheberrechtsrelevanter Vorgang ist. Die Hotellerie sieht sich ständig Ansprüchen neuer Sender und Verwertungsgesellschaften ausgesetzt – unter anderem von der VG Media (AHGZ vom 22. September).
Die Hoteliers ärgern sich über das Gebühren-Wirrwarr: Selbst ausländische Sender stellen Urheberrechtsforderungen (laut IHA verlangte 2006 beispielsweise der Sender CNN 29,20 Euro pro Zimmer und Jahr). Der Ärger ist auch verständlich. Denn: Wenn nicht einmal die Rechtsprechung sich einig ist, wie die Kabelweiterleitung von TV-Signalen auf Hotelzimmerzu bewerten ist, wieso sollten die Hoteliers es dann verstehen –und dafür auch noch teuer bezahlen? sal