Der Hotelier - Das Ideenmagazin der AHGZ
Hotels im Wandel
Wer heute ein Hotel für morgen einrichtet, kommt an den aktuellen Entwicklungstrends nicht vorbei“, sagt Anke Kleiner vom Hotelverband Deutschland (IHA). „Nicht nur, dass rund jeder siebte Gast aus dem Ausland anreist – auch der älteren Zielgruppe gebührt mehr Aufmerksamkeit. Diese Gäste sind reiseerfahren und komfortorientiert. Sie erwarten hohe Qualität, barrierefreie Bequemlichkeit und geduldigen Service.“
Auch den weiblichen Gästen muss in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden. Jeder vierte Geschäftsreisende ist heute eine Frau, weiß Anke Kleiner. Und diese bevorzugen Hotels mit vielen kleinen Annehmlichkeiten, aufmerksamem Service und atmosphärischem Beiwerk. Die Herausforderung der Zukunft besteht darin, individuelle Wünsche zu berücksichtigen. Die Gäste erwarten künftig ein personalisiertes Hotelzimmer, das ihren Vorlieben in Bezug auf Design, Licht und Wohlfühl-Ausstattung entspricht.
Stilmix ist in
Die Zeit des Standardzimmers ist vorbei. Möbel werden zunehmend multifunktional, Raumstrukturen flexibel. Dabei ist der Stil der Einrichtung zweitrangig. Er muss in erster Linie zum Haus passen und sich an der Zielgruppe sowie dem gewählten Marktsegment ausrichten. Michael Hammer, Produktmanagement Marketing im Voglauer Möbelwerk, empfiehlt, „die bisherige Geschichte des Hause oder des Ortes in die Renovierungspläne mit einfließen zu lassen und auf neuartige Weise zu interpretieren“.
„Kombinieren Sie zeitlos wertige Möbel mit modernen Teppichböden und Dekostoffen“, rät beispielsweise Elke Werther vom Hoteleinrichter Selva Hospitality. Dann genüge nach etwa sieben Jahren ein „Facelifting“. Eine Grundrenovierung sei erst nach 15 bis 20 Jahren wieder fällig. Die Einrichtung werde immer wohnlicher. „Besonders die Generation 50plus ist Komfort gewohnt und wünscht sich ein hochwertiges Interieur wie Wohlfühl-Sessel und höhere Betten, aus denen man leicht aufstehen kann“, so die Expertin.


