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Grandezza an der Ostsee: Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm in Bad Doberan.

© Hotel

der hotelier - das Ideenmagazin in der AHGZ

Optimistischer Blick in die Zukunft

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
 Svenja Alberti

FRANKFURT. Auf der Erfolgswelle des Fußball-Jahres 2006 weiterschwimmen konnten die umsatzstärksten Einzelhotels auf dem deutschen Markt auch im vergangenen Jahr. Das ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
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Deutschlands als Gastgeber wirkte sich nachhaltig positiv auf die Hotellerie aus.

Die Top 200 steigerten ihren UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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um 4,7 Prozent – auf 3,08 Mrd. Euro (AHGZ/Der Hotelier vom 31. Mai). Damit haben sie ihre verhaltene PrognosePlanung der Vertriebsziele anhand vergangenheitsbezogener Daten, um voraussichtliche Entwicklungen abzuleiten.
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vom vergangenen Jahr – eine Umsatzsteigerung von 2,4 Prozent – einmal mehr übertroffen.

Die Branche kann mit ihrer Situation zufrieden sein. Doch langsam ziehen Wolken auf am Konjunkturhimmel. Die Deutschen leiden unter der Mehrwertsteuererhöhung sowie unter den wachsenden Energiekosten und den steigenden Lebensmittelpreisen. Die Konsequenz: Sie geben weniger aus – auch und vor allem in Gastronomie und Hotellerie.

Während beide Segmente höhere KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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verzeichnen, schneidet die Hotellerie besser ab als die Gastronomie, der auch das Rauchverbot schwer zu schaffen macht. Das ergibt der AHGZ-Monitor, den das Marktforschungsinstitut CHD Expert im Auftrag der AHGZ erstellt hat (AHGZ vom 21. Juni).

Die Ungewissheit, wie es mit der Wirtschaft und der Politik in Deutschland weitergeht, macht sich auch unter den Top-200-Hoteliers breit. Ihre größten Sorgen: der zunehmende Fachkräftemangel, die hohen Lohnnebenkosten, die US-Bankenkrise, die Mehrwertsteuererhöhung und die steigenden Energiekosten.

In das Jahr 2008 starteten die umsatzstärksten Hotels in Deutschland verhältnismäßig schwach. Nur noch rund die Hälfte der Top-200-Häuser vermeldete für das erste Quartal einen Umsatzanstieg. Dennoch fallen die Prognosen der Spitzenhoteliers für das laufende GeschäftsjahrDie Zeitspanne, für die ein Jahresabschluss angefertigt werden muss sie beträgt höchstens 12 Monate.
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positiv aus. Das zeigt die Spezial-Auswertung unserer Top-Liste aus der Mai-Ausgabe des AHGZ-Ideenmagazins Der Hotelier.

Die Ergebnisse auf einen Blick: Das erste Quartal 2008 schlossen bei 103 Nennungen 48,54 Prozent oder 50 Hotels mit einem Umsatzplus ab (siehe Grafik unten). Im vergangenen Jahr erzielten noch 72,22 Prozent der Befragten Umsatzzuwächse im ersten Quartal. Ebenfalls 50 der Top-200-Häuser verzeichnen für das erste Jahresviertel ein Minus im Vergleich zu 26,39 Prozent oder 38 Hotels in 2007.

Gründe für den eher schwierigen Start ins Jahr sind die frühen Osterfeiertage. Das Wetter im März war schlecht, und die Deutschen sind Ostern seltener verreist als in den Jahren zuvor.
Trotzdem sind die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf optimistisch.

Auf eine Umsatzsteigerung setzen bei 131 Nennungen 81,68 Prozent der Befragten (Vorjahr: 63,87 %), ein Umsatzminus prognostizieren nur 15,27 Prozent (Vorjahr: 29,68 %). Vier Hoteliers gehen davon aus, dass die Umsätze gleich bleiben (Vorjahr: 10 Hotels). Insgesamt erwarten die Top-200-Hoteliers eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 3,86 Prozent.

Die Plusmacher im ersten Quartal Die Hotels, die zum Jahresanfang durchgestartet sind, weisen relativ hohe Zuwachsraten für das erste Quartal auf (siehe Grafik rechte Seite). Die Top-Plusmacher haben eine Umsatzsteigerung zwischen 48,1 Prozent und 18 Prozent erzielt.

An der Spitze steht das Kempinski Grand HotelHotel, das durch seine großzügige architektonische Gestaltung, die luxuriöse Ausstattung sowie Dienstleistungen auf höchstem Niveau gegenüber anderen Hotels herausragt.
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Heiligendamm mit einem Umsatzplus von 48,1 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres. „Der G-8-Gipfel im Sommer vergangenen Jahres hat uns eine Initialzündung gegeben und alle Motoren angeworfen. Nun müssen wir zusehen, dass diese nicht wieder anhalten. Und da sind wir auf einem guten Weg“, sagt Martin Kolb, Geschäftsführender Direktor Kempinski Grand Hotel Heiligendamm.

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Das 2003 gestartete Nobel-Resort, das den mondänen Glanz des Seebades in der Mecklenburger Bucht wieder erstrahlen lassen sollte, hat seine Anfangsschwierigkeiten laut Kolb längst überwunden. „Das Hotel hatte am Anfang Pech. Die schlechte Presse wegen des Zauns um das Resort hat viele Gäste abgeschreckt, der SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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-Bereich war ein Jahr lang zu – das bekommt man zu spüren. Mittlerweile konnten wir Gäste von früher reaktivieren.“ Der Stammgästeanteil sei seit seinem Amtsantritt Anfang 2007 von 26 Prozent auf aktuell 39 Prozent gestiegen. Und auch das MICETeilsektor des Geschäftstourismus, der sich auf das Messen-, Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft konzentriert MesseMinimum Length of Stay , in einem Hotel für einen bestimmten Zeitraum als Buchungsvoraussetzung festgelegte Anzahl von Mindestübernachtungen Von der Unternehmensleitung kann festgelegt werden, dass zu bestimmten Zeiten eine Mindestaufenthaltsdauer gilt Reservierungsanfragen, die darunter liegen, werden dann nicht akzeptiert Dieses Instrument wird meist in Zeiten hoher Nachfrage im Rahmen des Yield-Managements eingesetzt Mitarbeiterkommunikation sämtliche Informations- und Kommunikationsabläufe in einem Unternehmen, die der Steuerung von Meinungen, Einstellungen und Verhalten der Mitarbeiter dienen Grundsätzliches Gestaltungsziel von Maßnahmen im Zuge der Mitarbeiterkommunikation ist es, die Mitarbeiter für die Relevanz der kundenbezogenen Interaktionen und die Wahrnehmungs- und Beurteilungsprozesse des Qualitätserlebens von Kunden zu sensibilisieren Als wesentliche Aufgaben der Mitarbeiterkommunikation lassen sich daraus ableiten: Einbindung der Mitarbeiter in die Kommunikation nach außen und Definition der Kommunikationsträger Optimierung der internen Kommunikationsprozesse durch Beratung und Unterstützung wichtiger Kommunikationsträger Verstärkung der Zielgruppenorientierung in der Kommunikation und Definition spezifischer Kommunikationsfunktionen/-standards der Mitarbeiter Vermittlung relevanter Informationen über Ziele, Strategien und Situation des Unternehmens zur Stärkung des "Wir-Gefühls und der Mitarbeiteridentifikation "Vermittlung des Meinungs- und Stimmungsbildes der Mitarbeiter an Führungskräfte und Unternehmensführung Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur
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-Geschäft verzeichne große Zuwächse, so Kolb.

Auf Platz 2 der Plusmacher-Liste folgt das Hotel Sonnenhügel in Bad Kissingen mit einem Umsatzplus von 33,4 Prozent im ersten Quartal. „Anfang 2007 ist es einfach nicht so gut gelaufen wie in diesem Jahr. Damals haben wir versucht, mit Gewalt mehr Belegung zu bekommen – nur über den PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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. Das war falsch. Denn im Schnitt kamen keine besseren Ergebnisse heraus, im Gegenteil“, sagt Matthias Harr, Direktor Hotel Sonnenhügel. Aus dem Fehler habe er gelernt, die Strategie geändert und einige Mails mehr verschickt. „Anscheinend haben wir es in diesem Jahr richtig gemacht“, freut sich Harr.

Dem Sonnenhügel folgt auf Rang 3 das Dorint Am Nürburgring Hocheifel mit einem Umsatzanstieg von 27,97 Prozent im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Wir hatten einen guten Start, weil wir kurzfristig eine größere Veranstaltung über drei Wochen bekommen haben“, freut sich Direktor Josef Moré. „Leider wird sich der positive Start nicht halten können, weil wir in diesem Jahr keine Formel 1 haben“, berichtet Moré.

Alle Hoffnungen setzt er deswegen auf 2009. Dann findet das beliebte Autorennen auch wieder am Nürburgring statt. „Wir rechnen im nächsten Jahr mit steigendem Umsatz“, gibt sich Josef Moré zuversichtlich.

Das Courtyard by Marriott Munich City Center folgt auf Platz 4 mit einem Umsatzzuwachs von 27,4 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres. Das Münchner Haus ist im Oktober 2006 an den Start gegangen und erfreut sich noch immer wachsenden Geschäftes.

Beim Fünftplatzierten, dem Grand Hotel La Strada in Kassel haben sich die Renovierungsarbeiten im ersten Quartal des vergangenen Jahres bemerkbar gemacht. In den ersten drei Monaten von 2008 stieg der um 25 Prozent.

Und auch das Hotel Zur Bleiche in Burg/Spreewald konnte im ersten Viertel dieses Jahres kräftig zulegen: Um 21 Prozent verbesserte das Wohlfühlhotel von Christine und Heinrich Michael Clausing den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Der Winter war in diesem Jahr so unattraktiv, da fanden sich viele Gründe, warum die Gäste sich bei uns zurückziehen wollten“, berichtet Christine Clausing.

 

Das Frühjahr im Spreewald laufe aber generell sehr gut. „Wenn die ersten Obstbäume blühen und die traditionellen Kahnfahrten beginnen, wollen viele raus aus der Stadt, um den Frühling im Spreewald zu genießen“, so die Hotelinhaberin.

Gut aus den Startlöchern kamen auch das NH Düsseldorf City-Nord (plus 20,4 Prozent), der Center Parcs Bungalowpark Heilbachsee (plus 18,6 Prozent), der IFA Rügen Hotel & Ferienpark sowie das Holiday Inn Düsseldorf City Centre mit jeweils plus 18,5 Prozent und die Sonnenalp in Ofterschwang (plus 18,0 Prozent).

Nicht so positiv wie im vergangenen Jahr äußern sich die Top-200-Hoteliers hinsichtlich der Erwartungen an die Gewinne, den Umsatz, die Gästezahlen und den Durchschnittspreis für das Gesamtjahr 2008. Nur noch 8,2 Prozent erwarten „viel bessere“ Gewinne im Vergleich zu 11,0 Prozent im Vorjahr.

Mit „etwas besseren“ Erträgen rechnen immerhin 70,4 Prozent (Vorjahr: 46,8 %). Dass ihre Gewinne „gleich“ bleiben, vermuten 12,2 Prozent im Vergleich zu 21,1 Prozent im Vorjahr. 8,1 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Gewinne „etwas verschlechtern“ werden (Vorjahr: 19,3 %). Mit einer „viel schlechteren“ Gewinnsituation rechnet lediglich 1 Prozent (Vorjahr: 1,8 %) der befragten Hoteliers.

Hinsichtlich der Umsätze sind die Top-200-Hoteliers zuversichtlicher. 17,9 Prozent prognostizieren einen „viel besseren“ Umsatz für 2008. So euphorisch waren selbst im vergangenen Jahr lediglich 13,1 Prozent der Befragten. Von „etwas besseren“ Umsätzen gehen mehr als die Hälfte der Befragten aus (58,0 %) im Vergleich zu 41,8 Prozent im Vorjahr.

Mit einer Stagnation der Umsätze rechnen 15,1 Prozent. Das waren im vergangenen Jahr noch 27,1 Prozent. „Etwas oder viel schlechtere“ Umsätze prognostizieren insgesamt 8,9 Prozent. So pessimistisch waren im Jahr zuvor 18,1 Prozent.

Hinsichtlich der Entwicklung der Gästezahlen haben sich die Erwartungen an 2008 im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum verändert. Dass die Gästezahlen wesentlich ansteigen werden, vermuten 7,1 Prozent (Vorjahr: 6,5 &). Rund die Hälfte geht davon aus, dass die Situation der Gästezahlen „etwas besser“ wird im Vergleich zu 41,7 Prozent im Jahr zuvor. Rund ein Drittel prognostiziert „gleich“ bleibende Gästeankünfte (Vorjahr: 38,9 %).

Und insgesamt 12,2 Prozent erwarten, dass die Gästezahlen „etwas oder viel schlechter“ werden (Vorjahr: 13 %).

Hoffnungen sind ungetrübt

Positiv äußern sich die Hoteliers zu der Entwicklung des Durchschnittspreises im laufenden Geschäftsjahr. 16,1 Prozent gehen davon aus, eine „viel bessere“ Rate zu erzielen (Vorjahr: 14,6 %). „Etwas besser“ wird der ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
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nach Meinung von fast zwei Drittel der Befragten. So optimistisch äußerten sich im vergangenen Jahr lediglich 47,2 Prozent. Dass die Durchschnittsrate in etwa „gleich“ bleibt, erwarten 12,5 Prozent (Vorjahr: 22,0 %). Mit „etwas oder viel schlechteren“ Raten rechnen insgesamt 6,2 Prozent im Vergleich zu 16,2 Prozent 2007.

Hoffnungen setzen die Top-200-Hoteliers in neue Märkte. Insbesondere Hotels in Großstädten erwarten zunehmend Gäste aus Asien und Russland, die die Kassen füllen sollen. Frank Marrenbach vom Brenner’s in Baden-Baden spricht einigen Hoteliers sicher aus der Seele, wenn er sich vor allem hinsichtlich der Konsumflaute und der Bankenkrise Gäste wünscht, „die bereit sind, für überdurchschnittliche Leistungen einen Premiumpreis zu bezahlen“.

Zwar wird auch 2008 kein WM-Jahr werden, im Großen und Ganzen können die Hoteliers aber optimistisch in die Zukunft blicken – und das tun sie auch. Das belegt der DEHOGA
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-Branchenbericht (AHGZ vom 7. Juni). Im Gegensatz zu den Gastronomiebetrieben geht es der Hotellerie in Deutschland noch gut.


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