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Im Interview: Christiane Löfken

Regionale Produkte kommen an

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/35 vom 29. August 2009

Christiane Löfken ist Miteigentümerin des Familienbetriebes Romantik-Hotel Hof zur Linde in Münster-Handorf. In dem 4-Sterne-superior-Landhotel setzt sie beim Frühstück auf Vielseitigkeit und regionale Produkte.

Welchen Stellenwert messen Sie dem Frühstück Ihres Hauses bei?

Christiane Löfken: Das Frühstück eines Hotels ist fast der letzte Eindruck, den der Gast mit auf den Weg nimmt. Deswegen hat es einen ganz besonders hohen Stellenwert.

Wie sensibel gehen Sie mit der Preisgestaltung um?

Löfken: Der Preis für ein Frühstücksbuffet im Hotel ist sehr schwer zu kalkulieren. Für Hausgäste ist das Frühstück bei uns im Zimmerpreis inkludiert. Für externe Gäste haben wir einen Preis von 17 Euro angesetzt. Dieser beinhaltet natürlich auch

die Getränke und alle Eierspeisen.

Was sind die Eckpfeiler

Ihres Frühstücks-Konzepts?

Löfken: Das sind vier Faktoren: Frische, Vielfältigkeit, regionale Produkte und ein sehr persönlicher Service. Abgepackte Lebensmittel –außer Frischkäse, Nutella und Margarine – werden Sie auf unserem Buffet nicht finden. Dafür bieten wir unseren Gästen zusätzlich zu den anderen Säften jeden Tag wechselnd einen frisch gepressten Gemüsesaft, Sekt sowie zwölf verschiedene Sorten Marmelade und Konfitüre an. Da wir in unserem Romantik-Hotel viele Stammgäste haben, ist es sehr wichtig, dass unsere Servicemitarbeiter diese mit Namen ansprechen und deren Wünsche kennen – von der beliebten Teesorte beziehungsweise Kaffeespezialität bis hin zur bevorzugten Eierspeise.

Welche Rolle spielen regionale Produkte auf

Ihrem Frühstücksbuffet?

Löfken: Regionale Produkte spielen bei uns eine große Rolle. Die Milch und den Joghurt beziehen wir bei einem Bio-Bauern aus der Nachbarschaft, die Wurstwaren von einem hier ansässigen Metzger. Das Brot und die Brötchen werden von einer der ältesten Bäckereien aus Münster geliefert. Das honorieren unsere Gäste durchaus.

Wie haben Sie Tee in das Frühstückskonzept Ihres Hauses eingebunden?

Löfken: Ich habe beim Teehaus Ronnefeldt die Qualifikation als Tea-Master Gold erworben. Unser Teekonzept ist also sehr anspruchsvoll. Wir haben eine eigene Teekarte. Hier sind alle angebotenen, 14 losen Sorten beschrieben. Diese Karte steht auf den Frühstückstischen. Zudem werden unsere Mitarbeiter jährlich geschult, damit sie den Gästen auch persönlich Empfehlungen geben können. Bei uns bereiten die Mitarbeiter den Tee zu und bringen ihn bei den meisten Teesorten mit Stövchen und Uhr zum Tisch. Leider hat sich ja in vielen Hotels die Unart eingeschlichen, dass sich die Gäste den Tee selbst zubereiten müssen, während Kaffee meist serviert wird.

Petra Mewes

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