Hotellerie
Schweizer putzen sich heraus
von Christian Fälschle
STUTTGART. Die Krise setzt den Eidgenossen stark zu, jetzt sind neue Konzepte gefragt. Alte Grandhotels werden aufgehübscht, neue attraktive Häuser führen beim Gast zu einem bislang unbekannten Schweiz-Gefühl. Auch das Baur au Lac wurde geliftet. 2009 sind auf vier Etagen fulminant gestaltete Suiten und Zimmer entstanden. Umgerechnet 30 Mio. Euro wurden in den Umbau investiert.
Dem Baur au Lac ist der Sprung in die Moderne problemlos gelungen. Viele andere Häuser im Land tun sich deutlich schwerer. Die Schweizer Hotellerie ist in Zugzwang geraten. Um neue Kunden zu gewinnen, reicht es nicht mehr aus, sich auf den Meriten der Vergangenheit auszuruhen. Auch in den klassischen Winterdestinationen verspüren die Eidgenossen Gegenwind.
Ketten haben das Sagen
Die meist eigentümergeführten Hotels im Nachbarland Österreich haben es geschafft, den Gästen ein sehr authentisches Urlaubsgefühl zu vermitteln. In der Schweiz haben dagegen meist größere Ketten das Sagen, was oft zu einer größeren Distanz gegenüber den Kunden führt. „Das Tourismusland Schweiz hat seine einstige Führungsrolle in der globalisierten Welt weitgehend eingebüßt", sagt Arnold Kappler, Chef des Beratungsunternehmen Kappler Management aus Luzern.


