der hotelier
Wenn die Sehnsuchtswelle über den Tresen schwappt…
von Barbara Euler
Reisende soll man nicht aufhalten“ – diesen Spruch dürfte wohl kein guter Hotelbarchef beherzigen wollen. Dennoch lässt sich das Thema Reisen perfekt und ansprechend inszenieren. Beispielsweise mit dem herrlich nostalgischen Lufthansa-Cocktail von Berentzen, der auf höchst schmackhafte Weise Erinnerungen an das „Düsenzeitalter“ wachwerden lässt, als Mädchen Stewardess werden wollten und gediegene Herren in der Senator Class den Cocktail mit der frischen Orangennote genossen. Auch am Boden war der Lufthansa-Cocktail Kult und avancierte in den 60er Jahren zum meistgetrunkenen Cocktail Deutschlands, so die Experten von Berentzen. Jetzt freut man sich über die erfolgreiche Wiedereinführung: „Noch auf kleinem Niveau, dafür aber mit teilweise dreistelligen Zuwachsraten“, so die Haselünner. Der Lufthansa-Cocktail gehört auf allen Lufthansaflügen wieder zum Bordsortiment. Auch hinterm Hotelbar-Tresen macht die schicke Flasche mit dem Kranichemblem eine gute Figur, passt sie doch wie kein anderer Drink zum Thema Reisen. Übrigens: Beim Internationalen Spirituosenwettbewerb ISW 2006 errang der Nostalgiedrink in seiner Kategorie die Goldmedaille und wurde als „Markenspirituose des Jahres“ ausgezeichnet.
Dass Althergebrachtes hip ist, beweist nicht zuletzt der Hype, der seit dem Song „Pass the Courvoisier“ um den ehrwürdigen Cognac entbrannt ist. Nachdem der Rapper Busta Rhymes in Zusammenarbeit mit P. Diddy 2002 diesen Hit landete, avancierte der Cognac zum Kult der amerikanischen Hip-Hop- und Rapper-Szene. Seitdem hat sich das Bild des typischen Cognactrinkers – der graumelierte, distinguierte Herr vorm Kamin – weltweit gewandelt.
Importeur Borco sponsert auch die diesjährige Deutschlandtournee von Busta Rhymes und bietet an verschiedenen Standorten die Qualität V.S.O.P. (sechs bis zehn Jahre gereift) pur oder als szenentaugliche Longdrink- und Cocktailvariationen, wie Courvoisier Ginger. Der besteht aus 35 ml Courvoisier auf Eis, aufgefüllt mit Ginger Ale und serviert in einem Longdrinkglas. Aufgemischt wird die Szene auch mit Courvoisier Mojito. Das Rezept: Minzblätter mit 2 TL Rohrzucker und einer halben Limette stampfen, mit Courvoisier und Ginger Ale mixen und auf Crushed Ice servieren. Mixes wie diese sind wahre Jungbrunnen für jede Hotelbar – und ihre Gäste!
Aber keine Angst: Auch der klassische Cognacgenießer – die heute so viel besprochene Gästegruppe 50plus - muss nicht zu kurz kommen. Nach den Zielgruppen seines Sortiments befragt, erklärt Dieter Gräf, Geschäftsführer der Asbach GmbH: „Mit unseren Spezialitäten aus dem Haus Asbach – alle übrigens mit Altersangabe – können wir den Hotelbars eine exzellente Range hervorragender Qualitäten anbieten. Diese beginnt mit dem Asbach Privatbrand acht Jahre gereift und dem Asbach Spezialbrand 15 Jahre gereift. Ein Juwel aus der Schatzkammer von Asbach ist der Asbach Jahrgangsbrand 1972 und für Liebhaber anspruchsvoller und edler Spirituosen bieten wir außerdem die Cuvée Asbach Selection 21 Jahre an, deren Destillate mindestens 21 Jahre gereift sind. Alle Brände sind Spitzenerzeugnisse der Destillationskunst. Unabhängig vom Alter findet somit jeder Gast das richtige Produkt für seinen Geschmack.
Was die Zielgruppe 50plus betrifft, so fühlen wir uns auch dort gut aufgehoben, obwohl der Asbach-Konsument erwiesenermaßen bereits in jüngerem Alter unsere Produkte genießt.“ Kritisch ergänzt Gräf: „Versuche, die Zielgruppenansprache krampfhaft zu verjüngen, wie es vor allem im Cognacsegment vorkommt, lehnen wir jedoch ab.“bee
