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Letzte Arbeiten: Das Schlosshotel geht im Februar an den Start

© Chris Wohlfeld

Sachsen-Anhalt

Aus Kaserne wird Schlosshotel

Umbau und Sanierung des künftigen 4-Sterne-Hauses kosten rund 11 Millionen Euro / Eröffnung Anfang Februar

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/3 vom 16. Januar 2010

BLANKENBURG. Was mag einen erfolgreichen Hotelmanager der Steigenberger-Kette bewegen, sich nach rund zehn Jahren in diesem renommierten Hotelunternehmenmehrere miteinander in Verbindung stehende Hotels und deren wirtschaftliche sowie rechtliche Stellung.
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auf ein Abenteuer in Blankenburg einzulassen?

Markus Gorges findet dafür viele gute Gründe. Nicht nur, dass der Halberstädter nun wieder seinem Heimatort näher rückt. „Ich brauchte eine neue Herausforderung. Die habe ich hier im Schlosshotel gefunden. Dazu kommt, dass ich im schweizerischen Chur meine Masterarbeit über die Auswirkungen des Klimawandels auf die deutschen Mittelgebirge geschrieben habe. Und da sind wir schon mitten im Harz und in der alten Residenzstadt.“

Wellnessbereich erst 2011

Markus Gorges ist Direktor eines Hotels, das am 1. Februar 2010 eröffnet wird. Erst vor stark einem Jahr sind die letzten Wohnungsmieter auszogen. Seitdem wird den historischen Mauern ein Restaurant- und Kongressbereich hinzugefügt. Als einst ein Regiment aus Wolfenbüttel in die Residenzstadt Blankenburg verlegt wurde, musste um 1870 hier eine Schlosskaserne gebaut werden, berichtet Gorges, der sich mit der Geschichte des Gebäudes befasst hat. Nach 1945 brachte die Stadt hier Flüchtlinge unter, später übernahm das städtische Wohnungsunternehmen die Immobilie. Alte Blankenburger erinnern sich an bis zu 40 Wohnungen, die es hier gab. Das Schlosshotel Blankenburg, das der Kur- und Tagungshotel Stadt Blankenburg GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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& Co. KG gehört, verwandelt die alte Kaserne in ein 4-Sterne-Hotel mit 115 Betten. 2011 soll dann im Dachgeschoss der Wellnessbereich fertig werden. Bis dahin fährt ein Shuttle-Service die Hotelgäste in das Gesundheitsstudio, das neben dem zur Gesundheitsregion Harz zählenden Borreliose Centrum Blankenburg zum Unternehmen gehört. Der Hotelchef sieht hier Synergie-Effekte. „Mit dieser Klinik kommen Besucher in den Harz, die Blankenburg sonst nie gesehen hätten“, erläutert Gorges. Vor allem Patienten der Tagesklinik aus Skandinavien, den USA und Kanada wollten nach der Behandlung anspruchsvolle Wohnmöglichkeiten, aber auch spezielle Kost.

Was die Küche anbetrifft haben Markus Gorges und GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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Hermann Kieschke eine Überraschung parat: MDR-Fernseh- und Sterne-Koch René Bobzin kehrt aus dem Westharz in seine alte Heimat zurück und wird Küchenchef des Schlosshotels. Überhaupt setzt das Management auf heimisches PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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. Die Restaurant-Leitung übernimmt so ein bei Harzer Gastronomiewettbewerben erfolgreiches Nachwuchstalent aus dem Halberstädter Restaurant Schwejk. Insgesamt 30 Arbeitsplätze entstehen mit der Neueröffnung.

Rund 11 Mio. Euro kostet die Sanierung des Schlosskasernen-Komplexes, 4,6 Mio. Euro davon flossen als Fördermittel in die Altbausanierung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In direkter Nachbarschaft zur historischen Altstadt und eingebettet in das rund 100 Hektar große Ensemble der Blankenburger Schlossgärten wollen die Betreiber „herausragenden Service in historischem Ambiente“ bieten. Mit Restaurant und Kongressbereich für Einheimische wie Auswärtige Möglichkeiten für Familienfeiern, Tagungen und Kulturveranstaltungen.

Chance für Stadt und Region

Markus Gorges sieht im Schloss und dem benachbarten Hotel „ein Pfund, mit dem die Stadt wuchern kann“. Schließlich knüpfe man an die Jahrhunderte lange Heilbad-Tradition an. „Schade, dass das noch nicht in allen Amtsstuben so gesehen wird.“

Blankenburg kann weder mit Unesco noch mit Domschatz oder Fachwerk werben. Und die Skisport-Zeiten dürften auch vorbei sein. „Darum sollte man sich auf das besinnen, was Stadt und Region zu bieten haben“, so Gorges. Uwe Kraus


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