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Steht derzeit leer: Das Leipziger Hotel Astoria

© Initiative zur Wiederbelebung des Astoria/Göran Nitsche

Initiative

Bürger wollen Leipziger Hotel Astoria retten

13. Januar 2016
 Raphaela Kwidzinski

LEIPZIG. Das Leipziger gehörte eins zu den besten Adressen der Stadt, steht aber schon seit vielen Jahren leer. Zwei Initiatoren, Johannes Fix und Göran Nitsche, wollen es wieder um Leben erwecken und haben deshalb die „Initiative zur Wiederbelebung des Astoria“ gegründet. Auf Facebook trommeln sie bereits kräftig für ihr Anliefen. Sie wollen Geld einwerben – Spendengelder oder auch sonstige Art der Unterstützung, zum Beispiel DarlehenSchuldrechtlicher Vertrag, der den Darlehensgeber verpflichtet, einen bestimmten Geldbetrag oder eine Sache dem Darlehensnehmer zur Verfügung zu stellen.
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– um die Immobilie zu erwerben und auf Vordermann zu bringen.

Den beiden ist dabei durchaus bewusst, dass das eine Mammutaufgabe ist. „In Summe mit dem mutmaßlichen Gebäude- und Grundstückswert sprechen wir von einem geschätzten Gesamtaufwand der bis an die 70 Mio. Euro heran reicht“, erläutert Göran Nitsch gegenüber der AHGZ. Und bei allem Enthusiasmus ist auch ihm klar, dass eine solche Summe allein mit privaten Spenden in absehbarer Zeit nicht aufzubringen ist. „Realistischer ist es sicherlich zu versuchen, potente lokale, regionale, überregionale, nationale und globale Unternehmen mit ins Boot zu holen, die, sei es in Form direkter finanzieller Beteiligungen, sei es zum Beispiel durch langfristige Einmietung oder Pacht von Teilen des gesamten Astoria-Komplexes und damit quasi einer indirekten Beteiligung, sei es durch die Unterstützung von Mäzenen oder auf einem anderen Weg.“

Auf Facebook betreiben die Initiatoren die Seite „Projekt Hotel Leipzig“ und haben dort bereits mehr als 1600 Fans. In Kürze wollen sie sich mit einigen Unterstützern zusammen setzen und eine Organisation gründen. Diese könnte die Form einer , aber auch einer Stiftung oder ein genossenschaftliches Modell haben.

Was sagt eigentlich der Hotel-Eigentümer zu den Plänen? Die US-Investmentgesellschaft hatte das leerstehende Haus vor zehn Jahren übernommen. Dort haben die Initiatoren auch angefragt. „Bis dato gab es keine Rückmeldungen abgesehen von ‚Wir geben dazu keine Auskunft’“, berichtet Göran Nitsche von den Antworten des Konzerns auf seine Anfragen. Die AHGZ hat dort ebenfalls nachgehakt und von Blackstone erfahren, dass das Hotel inzwischen an und verkauft worden ist. Brookfield wiederum will auf Anfrage der AHGZ nicht zu dem Thema Stellung nehmen, von Starwood Capital kam noch keine Rückmeldung.


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