Investition
Deutsche Hotels gelten als sichere Bank
Christie+Co sieht deutschen Hotelmarkt für 2012 gut aufgestellt / Privatanleger mit viel Eigenkapital und klassische Fonds werden als Käufer wichtiger
Stuttgart. Immobilienvermittler Christie + Co blickt auf das vergangene Jahr zurück und wagt einen Ausblick auf 2012. Eine Frage, die die Hotelimmobilienspezialisten untersucht haben: Wie haben die Spätauswirkungen der Finanzkrise sowie die aktuelle Schuldenkrise in den USA und in der Eurozone die Hotelimmobilienmärkte in Europa beeinflusst?
Wenngleich laut Christie alle analysierten Hotelmärkte Europas von den Entwicklungen auf den Finanzmärkten betroffen waren, so wiesen sie doch unterschiedliche Reifegrade auf. Eines sei jedoch in fast allen Ländern gleich: Cash is king. Wer viel EigenkapitalDas von den Eigentümern eines Unternehmens zur Verfügung gestellte Kapital.
weiter mit Mausklick... mitbringt, hat demnach als Investor in dem angespannten Finanzierungsumfeld meist bessere Karten. Gleichzeitig kommen wieder mehr notleidende Hotelimmobilien aus Bankenbeständen auf den Markt, stellen die Makler fest.
In Deutschland begann das vergangene Jahr voller Optimismus, fasst Christie zusammen: Steigende Produktivität kombiniert mit positiven Wirtschaftsprognosen befeuerten sowohl das Angebot an als auch die Nachfrage nach Hotelimmobilien. Das merkte Christie + Co auch am eigenen Vermittlungsgeschäft. Der Verkauf des Mövenpick Hotels am Stuttgarter Flughafen sowie eines großen Hotels internationaler Marke in München und die Beauftragung mit dem Verkauf eines Portfolios der Queens Gruppe Deutschland schürten nach eigenen Angaben die Erwartungen, das bereits positive Transaktionsvolumen des Vorjahres von rund 900 Mio. Euro deutlich zu übertreffen.
2011 auf Vorjahresniveau
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Dieser Traum habe jedoch ein jähes Ende gefunden, als negative Meldungen über die Schuldenkrise in den USA und der Eurozone ab August die Medien dominierten. Die Marktteilnehmer reagierten laut Christie mit gebremsten Transaktionsaktivitäten – vor allem beeinflusst von den Banken, die sich mit Finanzierungsengagements in diesem unsicheren Klima oft zurückhielten. Dennoch: Ganz so düster wie in den Krisenjahren 2008 und 2009 sah es laut Christie nicht aus. So habe das Jahr 2011 schließlich mit einem Achtungserfolg auf Vorjahreshöhe geendet.
Ungeachtet der Krisenstimmung auf den Finanzmärkten lassen makroökonomische Indikatoren auf ein positives Jahr 2012 für den deutschen Hotelimmobilienmarkt schließen, so spricht Christie + Co von einer gut gefüllten Deal-Pipeline. Zwar sei es wahrscheinlich, dass sich Kreditgeber überwiegend auf Core-Immobilien konzentrieren werden. Dagegen hätten jedoch Hoteltransaktionen, die ein höheres Risiko bergen – zum Beispiel Verkäufe oder Verpachtungen von Hotelprojekten – eine niedrigere Abschlusswahrscheinlichkeit.
Sicherheit zählt
Vor diesem Hintergrund werden sich laut Christie auch opportunistische Investoren gezwungen sehen, ihr Geschäftsmodell zu überdenken. Stattdessen werden eigenkapitalstarke Anleger und solvente Privatpersonen sowie traditionelle Immobilienfonds wieder Oberwasser bekommen, so die PrognosePlanung der Vertriebsziele anhand vergangenheitsbezogener Daten, um voraussichtliche Entwicklungen abzuleiten.
weiter mit Mausklick... des Immobilienmaklers.
Aber auch Deals, die im vergangenen Jahr begonnen haben und deren AbschlussBezeichnung für die letzte Stufe im Verkaufsprozess.
weiter mit Mausklick... sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen verzögerte, würden wohl in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Darüber hinaus seien mehr Aktivitäten vor allem von Banken zu erwarten. Diese hätten das Ziel, leistungsgestörte Finanzierungen, die mit Hotelimmobilien abgesichert sind, aus ihren Büchern zu streichen. Das sei praktisch schon ein Vorgriff auf die Einführung der verschärften Eigenkapitalrichtlinien (Basel III) 2013. Dabei seien neben Einzeltransaktionen auch Portfolioverkäufe zu erwarten.
Fels in der Brandung
Das Fazit von Christie für das laufende Jahr ist durchaus positiv für den deutschen Hotelmarkt: Solange die deutsche Wirtschaft nicht signifikant an Fahrt verliert und sich das Land auch weiterhin als Fels in der Brandung der Euro-Schuldenkrise behauptet, bleiben deutsche Hotels interessant. Das gelte sowohl für inländische als auch ausländische Investoren, halten die Immobilienexperten fest. beh


